www.mnec.org.mn"/>







Preise:
National Energy Globe Award Mongolia (overall winner)

Einreicher: Mongolian Nature and Environment Consortium
Umsetzungsland: Mongolia
Titel: Hilfe zur Selbsthilfe für “Ninja-Goldgräber” in der Mongolei

In der Mongolei gibt es über 100.000 illegale Bergleute in Goldminen und Kohlebergwerken. Man nennt sie „Ninja-Bergleute“. Sie arbeiten unter gefährlichen Bedingungen. Die Handhabung von Zyanid oder Quecksilber erfolgt völlig ungesichert. Quecksilber-Vergiftungen sind weit verbreitet. Es fehlt an medizinischer Versorgung. Die Kinder gehen nicht zur Schule, sie werden zur Zwangsarbeit eingesetzt. Menschenrechts-Verletzungen sind an der Tagesordnung. Von der Exekutive kommt keine Hilfe. Wenn eine Mine ausgebeutet ist, bleibt sie offen – wie eine Wunde in der Landschaft.  Die Umwelt ist kein Thema, denn es geht ums tägliche Überleben. Dem musste ein Ende gesetzt werden. Badarch Mendbayar, Ökologe und Leiter des Mongolian Nature Environment Konsortiums, wurde aktiv. Er entwickelte einen Hilfsplan für die geplagten Bergleute in den Zaamar Goldminen und damit auch für die Umwelt.
 
Zuerst galt es, die Legalisierung der Bergleute in Zusammenarbeit mit der Regierung zu erreichen. Das würde ihre unmenschliche Ausbeutung beenden. Dann sollten sie den sicheren Umgang mit giftigen Elementen lernen und  medizinisches Grundwissen erhalten. Sie sollten auch über ihre Rechte Bescheid wissen. Diese könnten sie  gegenüber den Minenbetreibern bezüglich Arbeitsbedingungen einfordern. Schließlich sollten sie lernen, sich zu organisieren. Etwa als NGO für Ninjas, um einen legalen Status zu erhalten. Dies würde ihnen Aufenthaltsrecht, Wahlrecht und das Recht auf staatliche Leistungen  – wie etwa Schulbildung für die Kinder – ermöglichen. Die Herausforderungen waren enorm. Als passionierte Schachspieler ging Mendbayar Zug um Zug vor – und erreichte die meisten seiner Ziele.
 
In mühsamer Kleinarbeit wurden unter seiner Leitung Interviews mit den Betroffenen geführt und Detailberichte für die Regierung erstellt. Auf Druck seines Konsortiums wurde das Bergbau-Gesetz novelliert, der Status der Bergleute legalisiert und die Umwelt mit einbezogen. Die Ninja lernten, mit Giftstoffen umgehen und sich medizinisch zu versorgen. Selbst die Gründung der Ninja NGO gelang. Jetzt wurde eine weitere, beim Justizministerium registrierte NGO, gegründet. Deren Mitglieder bilden die Ninja-Bergleute aus. Mendbayar verstärkte seine Öffentlichkeitsarbeit und erreichte damit auch Energy Globe. Jetzt intensiviert er seine  Informationsarbeit und hofft, mehr Unterstützung für sein Projekt zu bekommen – vor allem Spenden. Heute sagt er: am schwierigsten ist es, verschiedenste Menschen auf ein Ziel einzuschwören. Er weiß, wovon er spricht.

www.mnec.org.mn

  • Hilfsprojekt gegen Ausbeutung illegaler Ninja-Bergleute
  • Durchsetzung einer Novelle des Bergwerkgesetzes
  • Ausbildung  der Bergleute im Umgang mit Giftstoffen
  • Schulbildung für Kinder
  • Etablierung von Ninja-NGOs zur Selbsthilfe




“Lead a sustainable and smart life!”

Badarch Mendbayar


Kategorie: