Preise:
National Energy Globe Award Lebanon (overall winner)

Einreicher: Ecofuel Sarl
Umsetzungsland: Lebanon
Titel: Fahren mit verwässertem Diesel schont die Umwelt und spart Geld

Ali Fardos stand wie alle anderen Libanesen vor dem Problem ständig steigender Benzinpreise. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Fardos, der ein Flugtechnik-College in den USA abgeschlossen hatte, begann mit einem Power Generator Diesel mit Wasser abzumischen. Nach zweieinhalb Jahren war es soweit: Er hatte ein Tensid gefunden, dass seine Mischung stabilisierte und für handelsübliche Autos nutzbar machte. Sechs Monate lang wurde getestet. Verschiedene Automarken und Geländewagen wie Mercedes, Mitsubishi, BMW, Toyota etc. wurden mit dem neuen Gemisch betrieben. Mit Erfolg. Die Autos fuhren und das Gemisch war so stabil, dass es über vier Monate lagerbar war. Doch dann stand Fardos vor der nächsten Schwierigkeit: Eine staatliche Erlaubnis für den öffentlichen Verkauf im Libanon zu erhalten. Auch hier hatte der zweifache Vater Glück. Er konnte seine Idee nicht nur patentieren, er erhielt auch die Verkaufsgenehmigung.
 
Für Fardos wurde ein Traum war. Er hatte mit seiner Erfindung gleich mehrere Probleme auf einen Schlag gelöst. Sein Diesel-Wasser-Treibstoff kann am Markt zu einem günstigen Preis verkauft werden, er verursacht weniger Abgase und hat zusätzlich neue „grüne“ Arbeitsplätze geschaffen. 
 
Wie funktioniert nun aber die Verbrennung dieses Gemisches? Dem Diesel werden geringe Mengen von Wasser zugesetzt und mit Tensiden stabil gemacht. Das milchähnliche Gemisch wird dann in den Tank eines normalen Autos gefüllt, in dem das Wasser die Verbrennungstemperatur und den Bedarf an Octan senkt. Dadurch werden weniger Schadstoffe ausgestoßen und der Diesel effizienter verbrannt. Noch einen Vorteil hat das Gemisch, mit dem Fardos seinen Geländewagen seit immerhin zwei Jahren fährt: Die Lagerung ist ungefährlicher als bei handelsüblichem Benzin. Fardos vertreibt sein Dieselgemisch unter dem Firmennamen Ecofuel und will als nächstes ein Projekt in Mozambique starten. Dann will er Süd-Afrika, Kanada und die Dominikanische Republic in Angriff nehmen. Als besonderen Erfolg sieht er auch, dass er ein dänisches Unternehmen als Lizenznehmer für seine Technologie gewinnen konnte. Sein größtes Ziel ist, dass alle Nationen zusammenarbeiten und allen Menschen Frieden und Bildung bringen und die Armut bekämpfen. Einen Schritt dazu konnte Fardos bereits beitragen.

  • Günstige Alternative zu überteuerten Spritpreisen im Libanon
  • Weniger Abgase durch effizientere Nutzung des Dieselmotors
  • Eroberungszug von Ecofuel nach Afrika und Kanada
  • Handelsübliche Automobile können mit Ecofuel betrieben werden
  • Ungefährliche Lagerung und Haltbarkeit über vier Monate




"The major motto of my life is trying to always be a decent human being.”

Ali Fardos


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