Miguel Ángel Cámara Botía ist  Bürgermeister der spanischen Stadt Murcia. Die Region Murcia liegt im Südosten am Mittelmeer. Sie zählt zu Europas trockensten Gebieten. Die Sommertemperaturen erreichen bis zu rund 40° C. Die Region leidet ständig an Wasserknappheit. An einigen Buchten herrscht ein eigenes Mikro-Klima, das eine besondere Vegetation mit speziellen Arten hervorgebracht hat. All das ist bedroht. Durch den Klimawandel. Cámara Botía ist Vater von drei Kindern und Vollblutpolitiker. Der Kampf gegen den Klimawandel ist ihm ein persönliches Anliegen. Denn seine Familie und seine „ Murcianer“ sollten ein gutes Leben in einer intakten Umwelt haben. Daran orientiert sich seine Politik. Sein Credo: jeder hat den Schlüssel zum Wandel in Händen. Jeder kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch weniger Energieverbrauch, weniger Einsatz fossiler Energieträger und weniger „Wegwerfgesellschaft“. Diesen Grundsatz hören auch seine Studenten an der Uni von Murcia in allen seinen Vorlesungen. Denn neben seiner Arbeit als Bürgermeister ist er auch Professor für Boden- und Agrarchemie.

Als Cámara Botía sich eingehend mit dem 4. IPCC Bericht zum Klimawandel befasste, fiel bei ihm der Groschen. Als diplomierter Chemiker wurde ihm bewusst, was die darin angeführten Konsequenzen für Spanien bedeuten. Der jetzt schon spürbare Temperaturanstieg wird  fatale Folgen haben. Durch den Rückgang der Wasserressourcen, Bodenerosion, Regression der Küstenstrände, Verlust der Artenvielfalt und Zusammenbruch von ganzen Ökosystemen. Nach Schätzungen sind Städte für rund 40% der CO2 Emissionen verantwortlich. Schon 1994 hat Murcia daher – gemeinsam mit vielen anderen europäischen Städten die Aalborg Charta unterzeichnet und sich damit nachhaltige Rahmenbedingungen gesetzt. Das Kyoto-Protokoll und die 20:20:20 Vorgaben der EU (bis 2020: 20% weniger CO2 Emissionen, 20% weniger Energieverbrauch und 20% mehr Energieeffizienz) sowie die Unterzeichung der Covenant of Mayors zur Umsetzung einer lokalen Klimawandel-Strategie brachten weitere Ergänzungen.

Da waren schon einige Herausforderungen zu bewältigen. Etwa herauszufinden, wie viel CO2 Emissionen Murcia verursacht und die Entwicklung entsprechender Maßnahmen. Die Aufforstung der Wälder als Beitrag dazu. Der Einsatz besserer Umwelttechnologien. Die Motivation der Bürger, ihren Beitrag zu leisten. Und 20% weniger CO2 zu emittieren – auf Basis von 2004. Doch der Weg ist das Ziel. Und auf diesem Weg hat Murcia Vieles erreicht. Durch neue Umweltgesetze, durch Energieeffizienz-Kampagnen, durch die Förderung des Radfahrens in der Stadt, durch ein begleitendes Monitoring aller Aktionen, durch Bewusstseinsbildung in allen Bevölkerungsgruppen. Zwischen 2008 und 2012 wurden fast 115 Aktionen abgeschlossen. Jährlich wurden 48.000 Tonnen CO2 eingespart. Bürgermeister Cámara Botía kann zufrieden sein. Die lokale Klimawandel-Agenda wurde zu 95% umgesetzt. Doch nur ab und zu lehnt er sich zurück, beim Lesen oder wenn er seine Lieblingsfilme anschaut. Die Energie, die er dann wieder braucht, holt er sich beim Sport. "/>







Preise:
National Energy Globe Award Spain (overall winner)

Einreicher: City Council of Murcia
Umsetzungsland: Spain
Titel: Murcia: Lokale Klimawandel-Agenda als Vorbild für viele Städte

Miguel Ángel Cámara Botía ist  Bürgermeister der spanischen Stadt Murcia. Die Region Murcia liegt im Südosten am Mittelmeer. Sie zählt zu Europas trockensten Gebieten. Die Sommertemperaturen erreichen bis zu rund 40° C. Die Region leidet ständig an Wasserknappheit. An einigen Buchten herrscht ein eigenes Mikro-Klima, das eine besondere Vegetation mit speziellen Arten hervorgebracht hat. All das ist bedroht. Durch den Klimawandel. Cámara Botía ist Vater von drei Kindern und Vollblutpolitiker. Der Kampf gegen den Klimawandel ist ihm ein persönliches Anliegen. Denn seine Familie und seine „ Murcianer“ sollten ein gutes Leben in einer intakten Umwelt haben. Daran orientiert sich seine Politik. Sein Credo: jeder hat den Schlüssel zum Wandel in Händen. Jeder kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch weniger Energieverbrauch, weniger Einsatz fossiler Energieträger und weniger „Wegwerfgesellschaft“. Diesen Grundsatz hören auch seine Studenten an der Uni von Murcia in allen seinen Vorlesungen. Denn neben seiner Arbeit als Bürgermeister ist er auch Professor für Boden- und Agrarchemie.

Als Cámara Botía sich eingehend mit dem 4. IPCC Bericht zum Klimawandel befasste, fiel bei ihm der Groschen. Als diplomierter Chemiker wurde ihm bewusst, was die darin angeführten Konsequenzen für Spanien bedeuten. Der jetzt schon spürbare Temperaturanstieg wird  fatale Folgen haben. Durch den Rückgang der Wasserressourcen, Bodenerosion, Regression der Küstenstrände, Verlust der Artenvielfalt und Zusammenbruch von ganzen Ökosystemen. Nach Schätzungen sind Städte für rund 40% der CO2 Emissionen verantwortlich. Schon 1994 hat Murcia daher – gemeinsam mit vielen anderen europäischen Städten die Aalborg Charta unterzeichnet und sich damit nachhaltige Rahmenbedingungen gesetzt. Das Kyoto-Protokoll und die 20:20:20 Vorgaben der EU (bis 2020: 20% weniger CO2 Emissionen, 20% weniger Energieverbrauch und 20% mehr Energieeffizienz) sowie die Unterzeichung der Covenant of Mayors zur Umsetzung einer lokalen Klimawandel-Strategie brachten weitere Ergänzungen.

Da waren schon einige Herausforderungen zu bewältigen. Etwa herauszufinden, wie viel CO2 Emissionen Murcia verursacht und die Entwicklung entsprechender Maßnahmen. Die Aufforstung der Wälder als Beitrag dazu. Der Einsatz besserer Umwelttechnologien. Die Motivation der Bürger, ihren Beitrag zu leisten. Und 20% weniger CO2 zu emittieren – auf Basis von 2004. Doch der Weg ist das Ziel. Und auf diesem Weg hat Murcia Vieles erreicht. Durch neue Umweltgesetze, durch Energieeffizienz-Kampagnen, durch die Förderung des Radfahrens in der Stadt, durch ein begleitendes Monitoring aller Aktionen, durch Bewusstseinsbildung in allen Bevölkerungsgruppen. Zwischen 2008 und 2012 wurden fast 115 Aktionen abgeschlossen. Jährlich wurden 48.000 Tonnen CO2 eingespart. Bürgermeister Cámara Botía kann zufrieden sein. Die lokale Klimawandel-Agenda wurde zu 95% umgesetzt. Doch nur ab und zu lehnt er sich zurück, beim Lesen oder wenn er seine Lieblingsfilme anschaut. Die Energie, die er dann wieder braucht, holt er sich beim Sport.

  • Lokale Klimawandel-Agenda für Murcia
  • Zu 95% umgesetzt
  • Mit 115 Aktionsprogrammen
  • Seit 2008 jährlich 48.000 Tonnen CO2 weniger
  • Aufforstung der Wälder als wichtiger Beitrag




“Climate Change: a global problem with a local solution.”

Miguel Ángel CÁMARA BOTÍA


Kategorie: Air