Preise:
National Energy Globe Award Botswana (overall winner)

Einreicher: Cheetah Conservation Botswana
Umsetzungsland: Botswana
Titel: Hirtenhunde schützen Öko-System der Kalahari Wüste

Rebecca Klein ist Wildbiologin. Ihr wichtigstes Anliegen ist der Schutz der Wildtiere vor dem Aussterben. In der Kalahari Wüste. Dem letzten Refugium für Geparde. Diese Wildkatzen wurden innerhalb der letzten 100 Jahre um 90% dezimiert. Heute sind sie geschützt. Doch immer noch sind sie massiv bedroht. Als Opfer überlegener Raubtiere in den Nationalparks, von Wilderern oder Farmern, die ihr Vieh schützen und für ihre Herden immer mehr Lebensraum beanspruchen. Rebecca Klein wurde aktiv: mit einer Initiative zum Schutz der Geparden und der Vermittlung nachhaltiger Vieh- und Landwirtschaft . Be the change you seek in the world, sagte sie sich, und gründete 2003 das Cheetah Conservation Botswana Education Camp (CCB). In ihrer Freizeit reist sie gerne, geht wandern, Mountain biken oder entspannt beim Gitarre- und Violinspielen.

Das CCB Camp liegt auf einem 2.000 Hektar Grundstück in der Kalahari. Im Camp wird Solarenergie genutzt, Abfall biologisch verwertet, Wasser sparsam verwendet und Abwasser genutzt. Denn Nachhaltigkeit muss auch in der Praxis vermittelt werden. Für die Theorie sorgen regelmäßige Workshops. Zum einen für Schulgruppen mit maximal 60 Schülern in 2-5 Tages-Workshops. Sie lernen die Bedeutung eines intakten Öko-Systems mit Wildtieren als wichtiger Bestandteil.  Der Gepard ist dabei „Aushängeschild“ für Botswana’s Artenreichtum, auf den man stolz sein kann. Das CCB-Team geht aber auch direkt in betroffene Kalahari-Dörfer, zu den Farmern und Viehzüchtern - etwa nach Ghanzi, Kgalagadi und in die südlichen Distrikte.

Dabei werden Schutzmaßnahmen gegen Raubtiere vermittelt, ohne diese gleich zu töten. Mit der Einzäunung von Jungtieren etwa. Und mit Hirtenhunden. Ein Novum in Botswana für das man erst Akzeptanz schaffen musste: mit jährlichen Hirtenhund-Wettbewerben und tollen Preisen – wie etwa einer 2tägigen Safari. Die Preise überreichen die zuständigen Minister, die Medien sind dabei. Seit Hirtenhunde die Herden schützen, werden auch weniger Geparde getötet. CCB hat Vieles erreicht: 18 Workshops für 550 Farmer in den letzten 2 Jahren. Dazu 6 Workshops mit dem Department of Wildlife and National Parks für weitere 350 Farmer. Zwischen 2008 und 2010 wurden 70 Farmer direkt vor Ort betreut. CCB geht auch zu Farmer-Versammlungen und hat einen Stand an bei den 6 jährlichen Umwelt- und Landwirtschaftsmessen. 2010 entstand im Camp ein Mikro-Modell für wildtierfreundliche Landwirtschaft. Mit Ziegenherde, Hirt und Hirtenhund.

  • Erhalt der Artenvielfalt
  • Schutz der Geparden
  • Vermittlung von nachhaltiger Landwirtschaft
  • Einsatz von Hirtenhunden
  • 24 Workshops für fast 1000 Farmer




“Take action to generate a positive and sustainable future for yourself, your community and your world. Everyone has a role to play!”

Rebecca Klein


Kategorie: Youth