Preise:
National Energy Globe Award Burundi (overall winner)

Einreicher: Collectif National pour le Développement Humanitaire, CNDH
Umsetzungsland: Burundi
Titel: Mehr Natur und Lebensqualität für Burundi

Jean-Yves Gatete lebt in Burundi in Bujunbura.  Er ist Kommunikationsexperte und Direktor der Collectif National pour le Développement Humanitaire, CNDH. Burundis Umwelt litt schwer unter dem Krieg zwischen 1993-2004. Wälder wurden vernichtet aber auch durch die Überbevölkerung sehr dezimiert. Der Bedarf an Ackerland und Brennholz wächst. Die Artenvielfalt ist bedroht. Der Tanganjika-See wurde vielfach als Müllkippe verwendet. Von Regierungsseite wurde nicht viel getan. ”Imagination is more important than knowledge”, ist Gatetes Leitspruch in Anlehnung an Albert Einstein. Mit dieser Überzeugung startete er sein Projekt. Wenn er neben all seiner Arbeit noch Zeit findet, reist er gerne, liest und ist kulturell sehr aktiv.   
Und es gab und gibt viel zu tun: die Aufforstung der Wälder, das Vorantreiben nachhaltiger Landwirtschaft, die Trinkwasserversorgung, Verbesserung der sanitären Bedingungen, Müllentsorgung und vor allem bei den jungen Menschen Umweltbewusstsein zu schaffen.

Erster Schritt des CNDH-Teams: Bujumbura aufräumen. Andere Städte sollten folgen. Jeden Samstag. Gemeinsam mit den Menschen, die dort leben. Gemeinsam pflanzte man auch im Umfeld der Stadt Bäume. Nachhaltiger Ackerbau wurde vermittelt – zu welcher Jahreszeit, was angebaut und wann geerntet werden sollte. Der mit Plastikmüll belastete Tanganjikasee war der nächste Schritt. Auch dort wurde kollektiv gesammelt, die Strände gesäubert und Pflanzen, die den See ökologisch belasten, regelmäßig entfernt. Im wasserarmen Norden Burundis baute CNDH Brunnen zur Trinkwasserversorgung und Bewässerungskanäle für die Landwirtschaft.

Die gemeinschaftliche Arbeit sollte auch kulturell verstärkt werden, um mehr Akzeptanz zu bekommen. So verband man die Aktivitäten mit Liedern über die Umwelt und Trommeln. CNDH gelang es damit schnell und mit wenig Kosten mehr Menschen einzubeziehen. Jetzt will Gatete weitere Geldmittel auftreiben und noch mehr Menschen in das Projekt einbeziehen. Vor allem junge Menschen – denn 46% der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre. Viele davon sind als Flüchtling nach Burundi gekommen. In Bujumbura will er deshalb eine Jugendorganisation aufbauen. So soll Problembewusstsein und Verantworktlichkeit gegenüber der Umwelt geschaffen werden. Gatete sieht seine Arbeit mit jungen Menschen aber auch als Beitrag zur Friedenssicherung. Heute ist ein Drittel des Projektes umgesetzt. Mit einem Anfgangsbudget von rund 19.000 Euro wurde seit 2008 Vieles erreicht. Deshalb sind auch andere Länder an diesem Projekt interessiert: es wird jetzt auch in Masabo/Ruanda und in Kisumu/Kenya verwirklicht.

  • Wiederaufforstung der durch Krieg zerstörten Wälder
  • Brunnenbau in trockenen Gebieten
  • Reinigung des Tanganjikasees
  • Aufbau einer Jugendorganisation
  • Startkapital: 19.000 Euro




“The best richness is to get the peace of mind and that arrives only when all your neighbours slept without hunger and cries!“

Jean-Yves Gatete


Kategorie: Youth