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Energy Globe Austria 2017

Energy Globe Austria Sieger stehen fest
Österreichs beste Umweltprojekte wurden bei der Austria Gala ausgezeichnet

Nachdem in den Vormonaten die Energy Globe Awards in allen Bundesländern vergeben wurden, fand nun die Verleihung der Austria Awards am 23. Mai im Rahmen einer hochrangigen Gala in Linz statt, wozu alle Bundeslandsieger nominiert waren. Die Qualität und Vielfalt der Einreichungen waren überragend und stellte die Jury vor eine harte Aufgabe. Allgemeiner Tenor, "Jeder Einreicher könnte Sieger sein, es sind ausgezeichnete Projekte, die in Form von Geschäftsmodellen auch die Lösungen für unsere Ressourcenprobleme aufzeigen. Es zeigt, dass Österreich absoluter Weltmeister der Nachhaltigkeit ist."
Auch die hochrangigen Laudatoren wie LH-Stv. Manfred Haimbuchner, Generaldirektor Dr. Werner Steinecker, der von Seite Energie AG den PowerTower zur Verfügung stellte oder Industriellenpräsident Axel Greiner waren von der Veranstaltung restlos begeistert und meinten: „Wenn man sich das ansieht und diese Begeisterung spürt, braucht man sich um die Zukunft keine Sorgen machen".
Der diesjährige Gesamtsieg ging an das Salzburger Unternehmen Schweighofer Fiber, es produziert in Hallein hochreine Zellulose aus Fichtenholz. Die dabei entstehenden Abfallstoffe enthalten wertvolle organische Bestandteile, die nun in einem neuen innovativen Fermentationsprozess in Biogas verwandelt werden. Damit versorgt nun ein neues Blockheizkraftwerk ca. 10.000 Haushalte mit Ökostrom und Fernwärme. Ausgezeichnet in der Kategorie Erde wurde das steirische Forschungsprojekt „RE²BA Reuse und Recycling von Batteriesystemen aus der Elektromobilität“ der Saubermacher Dienstleistungs AG. Es untersucht Wiederverwendungs- und Recyclingmöglichkeiten für Batteriesysteme basierend auf Lithium-Ionen, um die Kosten für Elektromobilität zu senken.
Nach Kärnten ging der Sieg in der Kategorie Feuer an die Firma CAPITA MFG GmbH . Diese hat die fortschrittlichste und energieeffizienteste Snowboardproduktionsanlage der Welt errichtet und spart gegenüber früher 65% an Energie, nutzt nun erneuerbare Energie und setzt mit ihren Produkten ein nachhaltiges Zeichen in der Wintersportindustrie.
Beim niederösterreichischen Projekt "Die ökologisch verträgliche Nutzung der Wasserkraft an der Unteren Traisen" wurde ein Manifest der Wasserwerksgenossenschaften zur ökologischen und nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft an der Traisen unterzeichnet. Gemeinsam haben die 54 Kraftwerksbetreiber nun wesentliche Effizienzsteigerungen umgesetzt und die ökologische Situation an der Traisen stark verbessert. Der Sieg in der Kategorie Wasser ging mit diesem Projekt klar an die ARGE KRAFTWERKE UNTERES TRAISENTAL.
In der Kategorie Luft werden Projekte prämiert, die sich unter anderem um die Verbesserung der Luftqualität und die Verringerung von Emissionen bemühen. Hier gewann das Wiener Projekt „Die Modellregion E-Mobility Post und das Projekt „grünes Wien"“ der Österreichischen Post AG, die seit Ende 2016 683 E-Fahrräder, 370 E-Mopeds sowie 344 E-Autos betreibt und damit ein weltweites Zeichen für die Sinnhaftigkeit von CO2 Vermeidung aufzeigt. In Summe sind das allein bei der Post nun mehr als 1000 Tonnen CO2 pro Jahr.
Kategorie Jugend steht für den Einsatz unserer Jugend im Bereich Umwelt. Das HTL-Racing Team aus Salzburg hat mit dem Projekt "Entwicklung eines energieeffizienten Elektrofahrzeugs „Scorpion“" überzeugt. Das Elektrofahrzeug „Scorpion“ wurde weiterentwickelt und mit allerneuesten Technologien ausgestattet und hat nun eine Reichweite von unglaublichen 100 km pro kWh.
Auch in der Kategorie „Sustainable Plastics“, bei der es um den nachhaltigen Einsatz von Kunststoff geht, fiel die Entscheidung nicht leicht. Der Energy Globe Award ging hier an das Projekt "K-CSI: Kunststoff Cradle to Cradle mit Schulen und Instituten" aus Oberösterreich. Dabei wurde der Kunststofflebenszyklus durch Workshops an Schulen und im Kindergarten sowie Experimenten im Open Lab praxisnah vermittelt. Über 550 Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen konnten erleben, wie aus „Kunststoffabfall“ durch Recycling wieder neue Produkte hergestellt werden können.
Der Sonderpreis „Lebenswerk“ ging an Herrn Direktor Josef Meisl von der Landwirtschaftlichen Fachschule Tulln für sein jahrzehntelanges außerordentliches Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

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Fotograf: Hermann Wakolbinger