Erde

Kategoriesieger:

Supermarkt der Zukunft: Paradebeispiel für umweltfreundliches Bauen

Projekt: Klimaschutz Supermarkt
Einreicher:
LOVE architecture and urbanism Ziviltechniker GmbH

Das Grazer Architektenteam LOVE architecture und urbanism Ziviltechniker GmbH hat mit einem für SPAR umgesetzten Gebäudekonzept ein ökologisches Meisterstück vollbracht. Der Supermarkt wurde aus nachwachsenden Rohstoffen in Modulbauweise errichtet, kann leicht umgebaut und umweltgerecht abgetragen werden , versorgt sich selbst mit erneuerbaren Energie und speist den überschüssigen Strom ins Netz ein. Die Arbeit der Architekten wurde von der ÖGNI (Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) mit der „Goldmedaille“ zertifiziert.

Der Supermarkt hat ein hochmodernes Energiekonzept. Die Abwärme der Kühlgeräte wird zum Heizen im Winter verwendet. Die kontrollierte Be- und Entlüftung schafft in Verbindung mit der Betonkernaktivierung (die zum Heizen und Kühlen verwendet wird) ein behagliches Raumklima. Zusätzlich befindet sich am Parkplatz eine Photovoltaikanlage und im Mühlgang wurde eine Wasserkraftturbine zur Stromerzeugung installiert. Der Supermarkt erzeugt mehr Strom als er verbraucht und speist den Überschuss ins Netz ein. Die Modulbauweise erlaubt eine saubere und ressourcenschonende Abfalltrennung. Das Gebäude kann bei Bedarf zweigeschossig genutzt werden. Das angenehme Raumklima und die lichtdurchfluteten Räume machen den Supermarkt für Mitarbeiter und Kunden zur Einkaufsoase. Auch auf Bedürfnisse der Anrainer ging man im Baukonzept ein: durch die Einhausung der Waren-Anlieferung gibt es keine Lärmbelästigung.

  • Ökologische Bauweise aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Umsichtige Planung für Mehrzwecke, energieautark
  • Von ÖGNI mit Gold zertifiziert

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Nominierte:

Algen liefern Öl und Bio-Treibstoff

Einreicher: ecoduna produktions- GmbH
Projekt: Biotreibstoff und Omega 3 Öl Produktion aus Algen

Algen sind nachwachsende Rohstoffe und Ausgangsstoff für Substanzen, die in Medizin, Pharmazie, Kosmetikindustrie, Nahrungsmitteln und Tiernahrung eingesetzt werden. Aus Algen lässt sich aber auch Biotreibstoff und hochwertiges Öl gewinnen. Die Firma ecoduna aus Bruck an der Leitha nützt dieses Potenzial und züchtet seit Oktober 2012 mit einem weltweit einzigartigen Photo-Bio Reaktor Algen im großen Stil. Die ecoduna-Anlage erzeugt jährlich auf einer 250 m2 großen Fläche 15 Tonnen Algen mit einem Öl-Gehalt von ca. 40%. Daraus werden 4-5 Tonnen Öl sowie 2-3 Tonnen Treibstoff/Jahr gewonnen. Die Anlage amortisiert sich in 3-4 Jahren. Zudem entstehen hochwertige Arbeitsplätze.

Die ecoduna-Anlage besteht aus 22 Reaktorelementen, die dem Verlauf der Sonne folgen und damit die Anlagen permanent in einer ideal beleuchten Zone halten. Das Nährmedium wird den Algen auf kürzestem Weg und energiesparend zugeführt. Im ständig arbeitenden Reaktor reifen die Algen gleichmäßig heran. Es gibt daher keine Leerläufe bei der Ernte, was wiederum Energie spart. Die ecoduna-Algen beanspruchen keine Agrarflächen, weil sie im Reaktor wachsen. Wasser wird aufbereitet und wieder verwendet, Reste von gelösten Nährstoffen werden wieder zurückgeführt. Die Restbiomasse wird als Futtermittel für Rinder, Ziegen, Fische, etc. verwendet werden. Der überbordende Meeres-Fischfang, zur Gewinnung von Omega 3 Fettsäuren wird entlastet.

  • Weltweit einzigartiges Algenzucht-Verfahren
  • Nachhaltige Erzeugung von Öl und Biotreibstoff
  • Optimale Restverwertung, hochwertige Arbeitsplätze

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Kompostierbare Netzverpackung aus Zellulose

Projekt: Kompostierbare Netzverpackung aus Zellulose (Buchenholz) für Supermärkte
Einreicher: Verpackungszentrum Graz

Unsere Erde erstickt im Müll – die größten „Übeltäter“ sind Plastikverpackungen, die auf Halden und in den Weltmeeren große Schäden anrichten. Das Verpackungszentrum Graz hat deshalb kompostierbare Verpackungen entwickelt: Schlauchnetze aus Lenzinger Zellulose, die besonders reißfest sind und - gegenüber Kunststoff -  bis zu 40% weniger Materialeinsatz aufweisen. Vergangenen Dezember erfolgte die Markteinführung: Bio-Zwiebeln, Bio-Kartoffeln und Bio-Rote Rüben der Ja natürlich! Linie von BILLA sind jetzt in kompostierbaren Netzen am Markt. Im Juni 2012 erhielt das Unternehmen für den „Zellulose-Netzschlauch“ den Umwelttechnologiepreis Daphne in Bronze. Beim Staatspreis für vorbildliche Verpackung 2012 wurde das Produkt mit dem Prädikat „vorbildliche Verpackungslösung“ ausgezeichnet.

Netze aus Naturfasern entlasten die Umwelt: sie bestehen aus nachwachsender Ressourcen; sie machen Produkte länger haltbar weil sie atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend sind, nach der Entsorgung werden sie Kompost. Eingesetzt werden sie im Gartenbau und in der Landwirtschaft. Als Strohballennetze sind sie „verdaulicher Müll“, wenn sie von Tieren angefressen werden. Im Baubereich sind sie z.B. bei Lehmbauten ideale Putzträger. Das Verpackungszentrum Graz – ein Familienunternehmen – spezialisiert sich seit mehr als 20 Jahren auf biogene Verpackungen und hat schon drei Patente umgesetzt: Schaumstoffe aus Meeresalgen, Biokunststoffe aus landwirtschaftlichen Abfällen und Netze aus Naturfasern.

  • Kompostierbare Netzverpackung aus Zellulose
  • 40% weniger Materialeinsatz gegenüber Kunststoffnetze
  • Breite Anwendung, vielfach prämiert

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