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Jugend

Kategoriesieger:

Digitaler elektronischer Fingerabdruck - mit Jugendpower in die Energiezukunft

 Projekt: Digitaler elektronischer Fingerabdruck

Einreicher: HTL Hallein, Teamleiter Sebastian Buchegger

Bundesland: Salzburg

Die HTBLA Hallein ist mit voll ausgerüsteten Maschinenbauwerkstätten, Tischlereien und Steinverarbeitungswerkstätten ein sehr großer Energie-Verbraucher im Vergleich zu anderen Schulen. Im Rahmen einer Diplomarbeit sollte das Schüler-Team um Sebastian Buchegger diesen Verbrauchern auf die Spur kommen. Ziel der Arbeit war Ressourcenschonung durch Analyse der Stromwerte. Dabei standen folgende Fragen im Fokus: Wo sind die Stromfresser im Haus? Welches Gerät braucht in den Werkstätten wie viel Strom? Wie und zu welchen Zeiten lässt sich der Stromverbrauch verringern? Wie lässt sich all dies elektronisch umsetzen und optimieren? Das Schülerteam entwickelte dazu eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) zur Erfassung der Verbraucherwerte und -muster. Die dazu benötigte Hardware wurde dem Team von der Firma Sigmatek zur Verfügung gestellt.

Mit dem neu entwickelten SPS werden Muster zu jedem größerem Verbraucher erfasst und in einer Datenbank abgespeichert. So entstehen individuelle „Fingerabdrücke“. Auf Basis dieser wurde ein Algorithmus entwickelt, der diese Muster mit den Mustern des Stromverlaufes vergleicht und somit die Verbraucher identifiziert. Mit dieser Softwareapplikation kann man genau sagen, welche Maschine bzw. welcher Verbraucher zu welcher Zeit, für wie lange, wie viel Energie verbraucht. Die grafische Darstellung erfolgt über einen Webbrowser und kann auf diversen Endgeräten (Smartphone, Tablett, PC) angezeigt werden. So lässt sich abwägen, ob eine Reduzierung der Nutzung möglich und sinnvoll ist, wie viel Energie eingespart werden kann und ob sich die Neuanschaffung einer Maschine rentiert. Zudem dient ein „Fingerabdruck“ auch als Warnsignal: wenn sich sein Muster rapide ändert, kann man Rückschlüsse über den Wartungszustand ziehen, und einem Stillstand frühzeitig entgegenwirken.

Größte Herausforderung für die Schüler war die Verwaltung der riesigen Datenmengen, die Optimierung der Geschwindigkeit, die Planung und der erstmalige Einsatz einer SPS mit deren Verkabelung im Hauptverteilerschrank und die Programmierung. Die an das Team gestellten Aufgaben konnten erfolgreich gelöst werden. Anhand der erfassten Daten konnten bereits bis zu 30% der Energiekosten der Schule eingespart werden. In Summe wurden 348,9 Millionen Datensätze bzw. 239.791 kwH aufgezeichnet, das Speichervolumen der Rohdaten lag bei ca. 250GB. Das HTL-Team will nun das Projekt auch nach Schulabschluss noch weiterentwickeln, ganz nach dem Motto: Wenn man ein Projekt startet, macht man es auch bis zum letzten Feinschliff fertig. Sebastian Buchegger und sein Team haben außerdem deutlich gemacht, dass man auch ohne Minderung der Lebensqualität Unmengen an Energie sparen, und so unsere Umwelt schützen kann.


•    Software zum Aufspüren großer Energieverbraucher
•    In Kombination mit Verbrauchsmuster /Fingerabdruck
•    Entscheidungshilfe zur Ausschöpfung von Energiesparpotenzialen

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Nominierte:

Energiespiel der HTL Pinkafeld: Let’s change the world!

Projekt: Energiespiel "Energiewende - Let's change the world"

Einreicher: HTL Pinkafeld, Teamleiter Matthias Krammer

Bundesland: Burgenland

Im Rahmen des Projekttages „Klimavisionen – die Welt in 30 Jahren, was können wir tun?“ entwickelte eine SchülerInnen-Gruppe der 3 BHGT (HTL Pinkafeld, Abteilung Gebäudetechnik, 3. Jahrgang) im vergangenen Schuljahr „Energiespiel - Let’s change the world“. Ziel des Spieles ist es, ein möglichst großes Publikum zu erreichen, ein Bewusstsein für die erneuerbaren Energieträger zu schaffen und den Kindern die Augen zu öffnen und ihnen zu zeigen, dass wir mit Energie nicht leichtsinnig und verschwenderisch umgehen sollen.

Im Sinne des Klimaschutzes versuchen die Spieler auf einem als Weltkarte gestaltetem Spielfeld die Atomenergie mit verschiedensten Formen „erneuerbarer Energie“ zu ersetzen. Das Spiel richtet sich an Kinder und Erwachsene. Ab dem 12. Lebensjahr kann das Spiel von 2 bis 4 Spielern gleichzeitig gespielt werden. Die SchülerInnen erarbeiteten eine Spielanleitung mit zwei verschiedenen Spielvarianten, ein Spielbrett sowie während des Werkstätten Unterrichts auch Spielfiguren, die aus Altholz gefertigt wurden, wie z.B. Windräder, Atomkraftwerke, Energieblitze etc. Die Spielvarianten sind: Variante I – die „Weltvernetzung“. Dabei soll die ganze Welt mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Variante II - „der Auftrag“. Dabei gilt es, bestimmte „Energiemissionen“ zu erfüllen, die in der am Beginn gezogenen Auftragskarte vermerkt sind. Der „Auftrag“ ist vor den anderen Mitspielern geheim zu halten.

Die SchülerInnen hatten so die Gelegenheit ihre Idee zu verwirklichen und gleichzeitig ihr Wissen aus Projektmanagement und Energieplanung aber auch ihr handwerkliches Geschick für die Herstellung der Spielfiguren unter Beweis zu stellen. Das erlernte Wissen konnte in der Praxis angewendet, sowie erstmals ein „eigenes Projekt“ koordiniert und umgesetzt werden. Gefördert wurden außerdem Teamarbeit und vernetztes Denken und Handeln zwischen unterschiedlichen Lehrfächern. Zudem wurde das Projekt bei der Klimabündniskonferenz in Hartberg/Steiermark präsentiert. Mittlerweile wurde das Projekt mit dem burgenländischen Nachhaltigkeitspreis sowie dem 1. Platz beim Energy Globe Award im Burgenland ausgezeichnet. Jetzt wird das Spiel als „Spiel von Schülern für Schüler“ im Burgenland mit der Hilfe von Firmen umgesetzt. Das Projekt wurde unter der umsichtigen Leitung von DI Judith Fenz und Teamleader Matthias Krammer umgesetzt.


•    Entwicklung eines Energiespiels durch Schüler der HTL Pinkafeld
•    Bewusstseinsbildung mit Fokus auf Klimaschutz und erneuerbare Energien
•    Präsentation bei Klimabündniskonferenz

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Wasser ist kostbar: SchülerInnen schreiben „Wassergeschichten Buch“

Projekt: Wassergeschichten Buch - Eine Wassertropfenfamilie auf Reisen

Einreicher: NNÖMS, Dr. Theodor Kärner 3

Bundesland: Niederösterreich

Ziel dieses vorbildlichen Schulprojektes war es, bei den Jugendlichen der 7. Schulstufe (Altersgruppe der 13- bis 14jährigen) ein verändertes Verantwortungsbewusstsein und Konsumverhalten in Bezug auf unser Trinkwasser zu bewirken. Das Projekt erstreckte sich fast über ein ganzes Schuljahr, über viele Fächer (Biologie, Physik, Chemie, Deutsch, EDV, Bildnerische Erziehung und Physikalische Übungen) und vor allem auf die. Was unter dem Motto „Wasserschatz braucht Wasserschutz“ begann, wurde schließlich in einem vorbildlichen Projekt -  in einemBuch über die Geschichten und Erlebnisse der Wassertropfenfamilie „Traiwassi“ zusammen gefasst.

Die SchülerInnen untersuchten dazu, woher das St. Pöltner Wasser kommt, wie es weitergeleitet, gereinigt, verbraucht und wieder in den Kreislauf zurück geführt wird. Diese Erkenntnisse wurden in als Texte, Briefe, Ansichtskarten, Lebensläufe und Zeichnungen verarbeitet. Es gab dabei natürlich auch einige Hürden zu überwinden – u.a. die komplexe Projektgliederung und Zusammenfassung der vielen Kleinarbeiten und Beiträge, die während des Arbeitens bzw. auch rund um das Projekt entstanden sind. Das Buch wurde schließlich gedruckt und mit Unterstützung der Heimatgemeinde St. Pölten in den lokalen Zeitungen beworben, sodass schon einige Werke verkauft wurden. Es kann zu einem Unkostenbeitrag von 10 Euro in der Schule erworben werden. Zusätzlich wurde das Wassergeschichten-Buch mit Lesungen in verschiedenen Klassen vorgestellt und auf der Schulhomepage vorgestellt.

Was vorbildlich im Wasserbuch festgehalten wurde, bewirkte auch im Schulalltag ein Umdenken in kleinen Schritten: so wird etwa beim Tafellöschen mit dem Schwamm der Wasserhahn abgedreht und die Schüler berichten stolz, jetzt einen Zahnputzbecher zu verwenden und nicht mehr sinnlos das Wasser laufen zu lassen. Mit dem Wasserbuch-Projekt und vor allem über die Identifikation mit der Wassertropfen-Familie passierte Lernen als positiver Nebeneffekt. Mit dem Projekt wurde die NNÖMS St. Pölten, Dr. Theodor Körner 3 von der Stadt St. Pölten zum Umweltmeister 2013 gekürt. Als Belohnung gab es drei Wochen gratis Schulmilch für alle 63 Schüler und 400 Euro. Dieses Geld wird nun in ein neues Umweltprojekt für das Schuljahr 2014/2015 investiert.


•    SchülerInnen schreiben ein Wasserbuch
•    Bewusstseinsbildung / verantwortliche Nutzung von Trinkwasser
•    Umdenken auch im Alltag

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