Österreich || Burgenland | Kärnten | Niederösterreich | Oberösterreich | Salzburg | Steiermark | Tirol | Vorarlberg | Wien

Luft

Kategoriesieger:

Erfolg mit nachhaltiger Verantwortung

Projekt: Etablieren eines breiten, umfassenden CSR Engagements 

Einreicher: Kastner GroßhandelsgmbH

Bundesland: Niederösterreich

Was 1828 mit einem Landkaufhaus in Zwettl startete, ist heute ein moderner Lebensmittel-Großhändler mit Sitz in Zwettl im Waldviertel: die KASTNER Gruppe. Das Denken in Generationen, die Schonung der Umwelt oder der persönliche Einsatz der Eigentümer für den Aufbau und Vertrieb von Bioprodukten ist Kernpunkt der KASTNER CSR Strategie. Sechs Schwerpunkte sind dabei maßgeblich: Energieautarke Standorte, CO2-neutrale Logistik, Erhöhung des Anteils nachhaltiger und Bio-Produkte. Wertschöpfung in der Region, Kunden zur Nachhaltigkeit zu bringen und Top Arbeitgeber in der Region zu sein. Aktuell gibt es rund 50 Maßnahmen und Projekte, davon sind bereits über 30 erfolgreich abgeschlossen.

Im Bereich energieautarke Standorte etwa (Ziel: 100% nachhaltige Energie) nutzen Zwettl und Krems Fernwärme, 5 der 6 Standorte zu 100% Ökostrom. Neu-/Zubauten gibt es nur mehr im Niedrigenergiehausstandard, alte Kälteanlagen werden durch neue Ammoniak-CO2-Anlagen ersetzt. In Zwettl gibt es zusätzlich eine Fußbodenheizung mit Wärmerückgewinnung von der Kälteanlage (das erspart jährlich 89 Tonnen CO2) und eine 300 m² große Photovoltaikanlage mit 42,24 KwP am Dach des Zubaus. Moderne Beleuchtungskonzepte reduzieren den Energiebedarf weiter. Mit einer Investitionssumme von knapp 500.000 Euro wurden alle Potenziale zur CO2-Reduzierung ausgeschöpft - von der Beschaffungslogistik über Optimierung im LKW- und PKW-Fuhrpark, einer computergestützten Tourenoptimierung bis zur Verdichtung der Kernliefergebiete und Schulungen zum spritsparenden Fahren. Vor allem im Logistik- und Energiebereich wurden im Jahr 2013 die Emissionen um 2.500 to CO2 Äquivalente reduziert. Der nichtreduzierbare Anteil der CO2-Emissionen wird durch Öko-Projekte kompensiert:  geplant sind u.a. die Renaturierung heimischer Moore bzw. ein Projekt zur Erhöhung des Humus-Anteils im Boden.

Der Ausbau des Bio-Angebotes wird u.a. durch ein BIOGAST Partnerschaftsmodell mit Schwerpunkt auf Regionalität erreicht. Durch gezielte Auswahl von Lieferanten aus der umliegenden Region wird die regionale Wertschöpfung erhöht. Dies gilt auch für den Betriebsmitteleinkauf und bei Groß-Investitionen. Beim Um- und Neubau in Zwettl wurden fast 80% des Investitionsvolumens in Höhe von 6 Mio € regional (in NÖ) vergeben. 2013 startete KASTNER das Projekt "100% für den Genuss“, um Gastronomiebetriebe sowie Lehrer bzw. SchülerInnen der Gastronomie- und Tourismusfachschulen in punkto Abfallvermeidung von Lebensmitteln mit konkreten Checklisten und Maßnahmen zu schulen. Großen Wert legt die vielfach ausgezeichnete KASTNER-Gruppe auf gesunde und motivierte Mitarbeiter, was mit Angeboten wie gesunde Jause, Walken, Zumba, gratis frisches Obst etc. erreicht wird. Weitere Projekte mit Zeithorizont 2020: Im Bereich Energie-Autarkie etwas das Projekt "Neue Technologien am Beispiel power2gas" oder im Logistikbereich "Konzept für CO2 freie Stadtlogistik".

•    100 % nachhaltiges Unternehmen
•    Energieautarke Standorte und CO2 freie Logistik
•    Wertschöpfung in der Region und gesunde Mitarbeiter

Foto download (JPG, 1570 kB)

Nominierte:

Prima für’s Klima: Mit E-Car Sharing in eine saubere Zukunft

Projekt: Elektroauto - Carsharing mit Bevölkerungsbeteiligung

Einreicher: Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach / Zelezna Kapla

Bundesland: Kärnten

Die Bekämpfung des Klimawandels und die Einsparung fossiler Energien werden in vielen Gemeinden mit einer Vielfalt von Maßnahmen vorangetrieben. Auch die Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach / Zelezna Kapla hat sich per Gemeinderatsbeschluss ein hohes Ziel gesetzt. Sie will nach einem Stufenplan den Ausstieg aus der (in)direkten Nutzung fossiler Energie im Gemeindegebiet schaffen und sämtliche Einrichtungen unter Gemeindeverwaltung auf erneuerbare Energieträger umstellen. Dies soll als Anregung und Vorbildwirkung für alle GemeindebürgerInnen dienen. U.a. soll dies durch Beratung, Aufklärungsarbeit, finanzielle Anreize und Begünstigungen erleichtert werden. Die Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach ist übrigens Kärntens einzige Gemeinde mit beiden Prädikaten Kur- und Luftkurort

Als Beitrag zur Energiereduktion und Umweltschonung hat die Marktgemeinde ein Elektroauto gekauft und ein Konzept für saubere Mobilität mit Einbindung der Bevölkerung entwickelt. Nicht Besitzen sondern gemeinsam Nutzen und Teilen ist der Grundgedanke dahinter. Mit 300 Euro einmaligem Beitrag und € 0,24 je km können BürgerInnen das Auto nützen. Die Reservierung erfolgt über ein eigenes Onlinemodul auf der Gemeindehomepage. Zur einfachen Abwicklung wurde die Schlüsselübergabe mit einem Schlüsselwandtresor gelöst. Unternehmen, die sich aktiv mit Energiesparen bzw. mit alternativen Energien beschäftigen können Werbebotschaften auf dem Auto platzieren, was die Anschaffungskosten reduziert. Am Standplatz des E-Autos wurde eine E-Tankstelle angebracht auf deren Dach eine Photovoltaikanlage errichtet wurde.

Mit den Beiträgen der NutzerInnen des Autos wird die Nachschaffung eines neuen Fahrzeuges gewährleistet. Das Konzept wurde von einigen Gemeinden bereits kopiert. Software und Idee wurden kostenlos zur Verfügung gestellt und man half bei der Umsetzung. Eine Nachahmung im Bereich des Pendlerverkehrs wird angestrebt. Auch die gesetzten Ziele wurden mehr als erreicht: ursprünglich wurde eine jährliche Kilometerleistung von 10.000 km geplant. In den ersten beiden Jahren wurden Kilometerleistung und CO² Einsparungen sogar überschritten. Mit vielen weiteren Maßnahmen hat die Marktgemeinde bereits viele klimafreundliche Impulse gesetzt. U.a. mit Fußgänger- und Radwegen, Elektrofahrräder zur allgemeinen Benutzung und ein E- Radsystem unter Einbindung der Nachbargemeinden, Dienstfahrräder für Gemeinde und Schulen. Zur Reduzierung von Einkaufsfahrten werden regionaler Produkte in einem Geschäft im Ort mit möglichst vollständigem Angebot vermarktet, etc.


•    Carsharing mit Gemeinde-Elektroauto
•    Einbindung der Bevölkerung - Bewusstseinsbildung
•    Modellprojekt: wird auch von anderen Gemeinden kopiert

Foto download (JPG, 669 kB)

Die Umwelt atmet auf: Einzigartige Plattform für privates Carsharing

Projekt: carsharing24/7 & ibiola® – Die Plattform für privates & lokales Carsharing

Einreicher: IBIOLA Mobility Solutions GmbH

Bundesland: Steiermark

Carsharing stärkt die regionale Mobilität, fördert die Abkehr vom Zweitfahrzeug und schont damit die Umwelt. Anfang 2012 startete die IBIOLA Mobility Solutions GmbH (vormals Software Manufaktur) carsharing 24/7, die erste Plattform für privates Carsharing. Motor hinter der Idee war Firmengründer Robert Reithofer, der seit mehr als drei Jahren das Auto eines guten Freundes mit einem Dritten privat teilt. Mit EUR 2.000,- Startkapital und seinem Leitsatz „wenn man
 etwas verändert haben möchte, dann musst man es verändern“, hat Reithofer eine erfolgreiche Business-Idee im Sinne der Umwelt realisiert: „Nutzen statt besitzen“ ist der Slogan der heute über 4.500 registrierte NutzerInnen in der Carsharing Community mit rund 400 registrierten Fahrzeugen. http://carsharing247.com.

2013 konnten so rund 360t CO2, mehr als eine Tonne NOx und über 50kg Feinstaubpartikel eingespart werden. Mit aktuell 14 Preisen, Auszeichnungen und Nominierungen plus einer Eintragung ins CSR Jahrbuch 2014 wurde diese technologisch innovative, nachhaltige umweltorientierte und soziale engagierte Lösung bereits ausgezeichnet. Größte Herausforderung war die Suche nach einem Versicherungspartner für carsharing24/7, die Suche nach einem Hardware-Partner für die lokale Carsharing-Lösung ibiola (u.a. für Gemeinden und Firmen). Schließlich wurde das Einzelunternehmen in eine GmbH zu übergeführt und ein solides Unternehmen geschaffen. Mittelfristig sucht Reithofer neue Investoren zur Weiterentwicklung und Expansion, langfristig will er sich als TOP-Unternehmen der Carsharing-Branche und eine der „Best Companies to Work for in Austria“ etablieren. Sein Engagement ist auch international ausgerichtet.
Der Effekt von Carsharing liegt auf der Hand. Weniger neue Autos reduzieren Energieverbrauch und Umweltbelastung in der Fahrzeugproduktion und der Entsorgung. Weniger Autos auf den Straßen reduzieren Abnutzung und Verschleiß und damit auch den Energieverbrauch bei der Reparatur. Die Produktion eines einzigen Neuwagens verschlingt knapp 15 Tonnen CO2, bzw. die Energiemenge von 5.000 Litern Erdöl. Studien zeigen, dass ein einziger Carsharer pro Jahr 200 Kilo CO2 einspart. Schon ein Team mit nur 3 Personen bedeutet 2 Autos weniger! Wenn von rund 4,5 Mio. in Österreich gemeldeten Pkws nur 1‰ sein Fahrzeug teilt, ergibt das einen gemeinsamen Fuhrpark von rund 4500 Privat-Pkws, die auf Teams von 3-4 Personen bezogen bereits bis zu 18.000 Fahrern zur Verfügung stehen könnten.

  • Vielfach ausgezeichnete Plattform für privates Carsharing
  • Mit Komplettlösung für Gemeinden und Betriebe
  • Einsparung 2013: 360t CO2, mehr als 1 Tonne NOx, über 50kg  Feinstaubpartikel

Foto download (JPG, 2026 kB)

Erste CO2 neutrale Brauerei Österreichs

Projekt: Erste CO2 neutrale Brauerei Österreichs

Einreicher: Brauerei Gratzer

Bundesland: Steiermark

Die Brauerei Gratzer ist eine junge dynamische Brauerei, die ihren Sitz in der Ökoregion Kaindorf in der Oststeiermark hat. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bier im Einklang mit der Natur zu produzieren. Sie ist seit 2011 die erste CO2 neutrale Brauerei Österreichs. Das bezieht sich nicht nur auf die hausinterne Produktion, sondern gilt für die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Endkunden. Der Wunsch, eine intakte Umwelt zu erhalten war Motivation für die Umsetzung dieses einzigartigen Projektes mit vielen vorbildlichen Maßnahmen.

Neben der Umstellung auf CO2 neutralen Strom und dem Einsatz von erneuerbaren Energieträgern wie Hackschnitzel setzt die Brauerei Gratzer nahezu vollständig auf Mehrweggebinde aus Glas und Holz und bezieht sämtliche Rohstoffe aus Österreich. Aufgrund aller gesetzten Maßnahmen konnten knapp 80% des hausinternen CO2 vermieden werden. Damit lieg die CO2 Emission pro Flasche nur noch bei ca. 120g CO2, was weniger ist als ein moderner PKW pro gefahrenen Kilometer verursacht. Das nicht vermeidbare CO2 sowie das außerhalb der Brauerei verursachte CO2 wird in Kooperation mit der Ökoregion Kaindorf im Rahmen des Humusaufbauprojektes kompensiert. Die Brauerei hat derzeit einen Ausstoß von ca. 1.000Hl Bier pro Jahr.Der Bierausstoß wurde seit Erreichen der CO2 Neutralität jährlich um über 20% gesteigert, der Flaschenausstoß hat sich im gleichen Zeitraum jährlich verdoppelt.

Die größte Herausforderung bestand darin, den in Brauereien üblicherweise hohen Einsatz von Kunststoff weitestgehend zu eliminieren. Das ist durch die Entwicklung und Fertigung eigener Holzkisten gelungen. Den Mehrkosten für die Realisierung des Projektes wie z.B. höherer Strompreis für CO2 neutralen Strom aus der Region, höherer Energiepreis für Hackschnitzel gegenüber Öl oder Gas, sowie die Kosten für die Unterstützung des Humusaufbauprojektes (Analyse durch Forschungseinrichtung, Betrag für Kompensation) stehen auf der anderen Seite Einsparungen (geringere Transportkosten durch erneuerten Fuhrpark, geringere Energiekosten durch Wärmerückgewinnung, etc.) und merkliche Umsatzsteigerungen gegenüber.


•    Erste CO2 neutrale Brauerei Österreichs
•    Vom Rohstoff bis zum Endkunden
•    Effizienzsteigerung und Produktionszuwachs

Foto download (JPG, 1439 kB)