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Preisträger - Kategorie Feuer

1. Platz

Einreicher: Pöttinger Entsorgungstechnik GmbH & Co KG
Projekt: MOBIGAS Modulare Biogasanlage auf Containerbasis

Mobile Biogasanlage zur Strom- und Wärmeerzeugung verwertet regionaler Komposte

In Österreich wird derzeit ein Großteil der getrennt gesammelten Bioabfälle in klein strukturierten Kompostierungsanlagen zu Kompost verarbeitet. Eine neue Entwicklung von Pöttinger ermöglicht die energetische Verwertung von organischen Abfällen und Reststoffen über eine modulare, flexibel erweiterbare Biogasanlage mit integriertem Blockheizkraftwerk auf Containerbasis: Materialdurchsatz von 500-2.000 Tonnen pro Jahr. Das Material wird in Container gefüllt und im dreistufigen 3A-biogas Verfahren Biogas gewonnen. Das erzeugte Biogas wird vor Ort in Strom und Wärme umgewandelt. Nach der Verweildauer wird das Material zur Erzeugung von Kompost weiterverwendet. Die Kapazität der Anlage kann auf die regionalen und saisonalen Anforderungen abgestimmt werden. Durch die regionale Verwertung und die Integration in das bestehende Sammelsystem, entstehen keine zusätzlichen Transporte, wodurch sich eine ausgezeichnete CO2-Bilanz der Anlage ergibt.

  • Biogas aus mobiler Kompostieranlage
  • Umwandlung von Biogas in Energie vor Ort
  • Materialdurchsatz von 500-2.000 Tonnen/Jahr

2. Platz

Einreicher: Zellinger GmbH
Projekt: ÖKO-Park Zellinger –
vom biogenen Abfall zum autarken Energiekreislauf


Vorbild für einen energieautarken Gewerbepark

Die Zellinger GmbH ist seit den 70er Jahren im Bereich Abfallwirtschaft tätig. 2005 legte sie mit dem Bau einer Biogasanlage den Grundstein für den im letzten Jahr neu eröffneten ÖKO-Park. Dieser besteht aus einer Biogasanlage, einer neu errichteten Trocknungsanlage für Hackschnitzel und Scheitgut und eine Waschanlage für Transporter, Busse und LKWs. In der Biogasanlage wird durch die Verwertung von jährlich ca. 10.000 Tonnen Bioabfall Ökostrom im Ausmaß von 2.880 MWh erzeugt. die Abwärme wird wiederum in der Trockenanlage genutzt. Mit der Abwärme von 4.000 MWh werden die firmeneigene Trocknungs- und Waschanlage „Green Truckwash“ und ein benachbartes Maschinenbau-unternehmen beheizt. Der Ökostrom wird einerseits zum Betrieb des ÖKO-Parks genutzt, andererseits ins öffentliche Netz eingespeist und für weitere 650 Haushalte zur Stromversorgung verwendet. Das Wasser der Waschanlage wird zur Gänze recycelt. Seit Ende 2011 produziert eine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude der Biogasanlage ca. 20.000 kWh Strom, der ebenfalls ins öffentliche Netz eingespeist wird.

  • Energieautarker Gewerbepark
  • Strom aus Biogas und Photovoltaik
  • Abwärmenutzung und Wasserrecycling

3. Platz

Einreicher: Gemeinde Neukirchen an der Vöckla & RAG Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft
Projekt: Tiefe Erdwärmesonde Mühlleiten 2


Saubere Energie aus der Erde

Die nachhaltige Nutzung heimischer Erdöl- und Erdgasressourcen ist wichtigstes Ziel der Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG). Dazu gehört auch die geothermisch Nachnutzung von Bohrungen, bei denen weder Erdöl noch Erdgas gefunden wird – so etwa in Mühlleiten. Dort ging nach einer Bauzeit von nur fünf Monaten im Mai d.J. die Erdwärme auf der RAG Bohrung Mühlleiten ans Netz. In Kombination mit dem Biomasse Heizwerk der Bioenergie Neukirchen können nun ca. 100 Haushalte in der Gemeinde Neukirchen a.d. Vöckla mit der sauberen Wärme aus 2.850 Metern Tiefe versorgt werden. In dieser Tiefe herrschen Temperaturen von 105°C. Jährlicher Wärmeoutput: max. 3.500 MWh. Damit lassen sich bis zu 450 Tonnen CO2 einsparen. Die saubere Erdwärme wird direkt vor Ort gewonnen und genutzt – der Transport erfolgt unterirdisch und unsichtbar. Die Versorgung mit Erdwärme hält nicht nur das Klima fit sondern ist auch effizient und preisstabil.

  • Erdwärme für ca. 100 Haushalte
  • In Kombination mit lokalem Biomasse Heizwerk
  • Spart bis zu 450 Tonnen CO2

Nominiert

Projekt: Intelligentes Energie Management
Meter Server "Mein Energieberater"
Einreicher: Linz AG

Der ganz private Energieberater – online, immer und überall

Die LINZ STROM GmbH hat mit Partnern wie Ubitronix“ einen Meter Server entwickelt, der als Informationsdrehscheibe zwischen Smart Meter und Endgerät des Anwenders dient. Er ist eine Ergänzung  zum Smart Meter und hilft Haushalten dabei, Einsparpotenzial zu nutzen und rasch notwendige Maßnahmen zu setzen. Der Meter Server fungiert dabei als „eigener Energieberater“, visualisiert den Energieverbrauch zu jeder Zeit an jedem Ort, und gibt Energiespartipps. Da es immer mehr Haushalte mit Smart Meter gibt und vielfach PC, TV, Smartphone etc. genutzt werden, sind die Einsatzmöglichkeiten bei zusätzlicher Montage eines Meter Servers enorm. Durch beliebig platzierbare, schaltbare Steckdosen (GreenPlugs) können mithilfe des Meter Servers Verbraucher zeit-, tarif- und lastgesteuert werden. Vorgegebene Verbrauchswerte lösen am Meter Server automatische Aktionen aus. Energieverbraucher, wie Geschirrspüler, Waschmaschine, Gefrierschrank, etc. können so jederzeit und überall gesteuert werden. Der Meter Server lässt sich auch über eine Schnittstelle mit dem Wechselrichter der PV-Anlage verbinden. Er erkennt, welche Energie zur Verfügung steht und je nach Verbrauch kann er Verbraucher zu oder wegschalten. An einem sonnigen Tag etwa, produziert die PV-Anlage so viel Energie, dass der Pufferspeicher aufgeladen wird, und gleichzeitig läuft die Umwälzpumpe des hauseigenen Pools. An einem trüben Tag wird die Umwälzpumpe erst eingeschaltet, nachdem der Pufferspeicher vollgeladen ist. Der Haushalt von Morgen findet also schon heute statt.

  • Intelligentes Energiemanagementsystem im Haushalt
  • Zeit-, tarif- und Laststeuerung von Geräten
  • Mit Schnittstelle zur effizienten Stromnutzung aus Eigenproduktion


Projekt:
Pelletskessel Octo Plus
Einreicher: Solarfocus GmbH

Heizkessel der Zukunft kombiniert Solar- mit Pelletstechnologie

Der Heizkessel der Zukunft kombiniert Solartechnik mit Pelletstechnologie! Genialer Erfinder dieser Kombi-Energiezentrale ist die in St. Ulrich/Steyr ansässige Solarfocus GmbH mit 160 Mitarbeitern. Das Unternehmen verbindet als erster Hersteller die Nutzung zweier umweltfreundlicher und CO2-neutraler Energiequellen. Beim Pelletskessel OctoPlus wird die saubere Energie der Sonne direkt in den 550-Liter-Pufferspeicher eingespeist und zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung genutzt. Bei geringer Sonnen-einstrahlung wird der Pelletsbrenner aktiv und gleicht die Temperaturdifferenz aus. Mit solarer Warmwasserbereitung durch Sonnenkollektoren können bis zu 70 Prozent des Warmwasserbedarfs abgedeckt werden. Außerdem spart man mit einer teilsolaren Heizungsunterstützung bis zu 50 Prozent der Heizkosten. Der Pelletskessels braucht nur 1 m2 Stellfläche und kann in modularer Bauweise einfach in ein bestehendes Heizsystem integriert werden.

  • Öko- Heizkessel mit Solar- und Pelletstechnologie
  • 70% der Warmwasseraufbereitung über die Sonne
  • Bis zu 50% weniger Heizkosten


Projekt:
Überzeugungsarbeit im Energie- und Umweltbereich bewirkt nachhaltigen Klimaschutz
Einreicher: Dr. Steinmair & Partner Beratende Ingenieure GmbH

Energienutzung mit zusätzlicher Wertschöpfung

30 Jahre Erfolgsgeschichte bei der Firma Dr. Dr. Steinmair & Partner Beratende Ingenieure GmbH machen eines deutlich: Industriebetriebe könnten ihren Energieeinsatz effizienter gestalten - mit zusätzlicher Wertschöpfung. Dr. Steinmair hat das mit vielen Projekten unter Beweis gestellt, die nicht nur national sondern international äußerst erfolgreich sind. Schwerpunkte dabei: die Umrüstung  von energieintensiven Betrieben auf alternative Energieformen (erneuerbare Energie); neue Technologien zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärmeenergie (einschließlich Dampf) sowie Kälte, begleitet von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Folgende Zielsetzungen waren dafür maßgeblich:

  • Verbesserung der Energieanwendung
  • Alternative Energieerzeugung anzudenken
  • Die Energiekosten minimieren
  • CO2- Ausstoß reduzieren
  • Effizienzsteigung und verbesserten Wirkungsgrad erreichen
  • Energieaufwendungen ohne Komforteinbußen zu senken
  • Erreichung einer wirtschaftlich verträglichen Amortisation


Projekt:
Biomasse beheizte Pulverbeschichtungsanlage
in einem Industriebetrieb
Einreicher:Hargassner GesmbH

Saubere Wärme feuert innovativen Industrieprozess an

Da alle Pulverbeschichtungsanlagen weltweit mit Öl bzw. Gas beheizt werden, hat die Hargassner GesmbH ein Verfahren entwickelt, bei dem die Prozesswärme für eine Pulverbeschichtungsanlage aus Biomasse kommt. Dazu wurde ein spezieller Warmluftkessel für die Hackgut-Brennkammer entwickelt. Zwei mit Hackgut befeuerte Heizkessel mit 150 und 200kW kommen zum Einsatz. Besonderer Wert wurde bei dieser Entwicklung auf die Wärmerückgewinnung aus der Abwärme der gebrannten Produktionsteile für die Haftwassertrocknung gelegt. Zusätzlich wird ein Wasserwärmetauscher für die Brennkammer- und Rauchrohr-Abwärme eingesetzt. Diese Methode ist top-innovativ, und ein weltweites Leuchtturmprojekt für den Einsatz von Biomasse zur Erzeugung von Prozesswärme in der Industrie.

  • Umstellung von Öl- und Gasbetrieb auf Biomasse
  • neuer Warmluftkessel
  • Wärmerückgewinnung bei den einzelnen Produktionsschritten


Projekt:
360Kwp Photovoltaikanlage im Überschussprinzip (ohne Fördermittel) und Mitarbeiterstromtankstellen
Einreicher:ETA Heiztechnik GmbH

Mit Sonnenstrom wirtschaftlich in die Zukunft

Zur Verbesserung der Energiebilanz der betriebseigenen Biomasseheizanlagen hat die ETA Heiztechnik GmbH im Zuge des Baus einer neuen Produktionsstätte, eine Photovoltaikanlage (360kWp) und Mitarbeiterstromtankstellen errichtet. Die Berechnung des bestehenden Lastprofils hat ergeben, dass ein sehr hoher Anlagennutzungsgrad von 80% erreicht wird. Daraus lässt sich ableiten, dass Jährlich ca. 275.000 kWh direkt ohne Netz- oder Messverluste im hauseigenen Netz genutzt werden können. Nur die nicht benötigte Energie wird in das Netz des EVU geliefert. Zusätzliche Besonderheit des Projektes: es gibt kaum Anlagen in dieser Größe die „ohne Fördermittel bzw. erhöhte Einspeisetarife“ errichtet und betrieben werden.

  • Ergänzung einer Biomasseheizanlage durch Photovoltaik
  • Jährliche Eigennutzung von 275.000 kWh möglich
  • Ohne Fördermittel


Projekt:
Eine Welt Solar Kollektor
Einreicher: Sunlumo Technology GmbH

Zukunftsgrüße aus Perg: Solarkollektor aus Plastik

Die Zukunft lässt grüßen! Mit der Entwicklung eines Solar-Kollektors aus Kunststoff  lässt die  Sunlumo Technology GmbH aufhorchen. Der völlig neue Eine-Welt-Solar-Kollektor wurde eigens zur Warmwasseraufbereitung und Heizung entwickelt. Bei der Produktion wurde auf die bisher üblichen, kostenintensiven Materialien wie Kupfer und Aluminium konsequent verzichtet. Der effiziente Materialeinsatz und optimierte Materialmix macht den Solarkollektor zu einer zukunftsweisenden Technologie mit Massentauglichkeit. Vorgaben für die Umsetzung waren: einfache Handhabung, günstiger Entstehungspreis und ein geringer ökologischer Fußabdruck. Zudem hat der Kollektor deutlich weniger Gewicht, so werden Montageaufwand und Transportkosten gesenkt. Der Kollektor ist in Plug'n'Play-Modulen aufgebaut und unterstützt die Warmwasseraufbereitung und Heizungsanlagensysteme.

  • Solarkollektor aus Kunststoff für Warmwasser und Heizung
  • Ressourcenschonend und massentauglich
  • Als Plug and Play Modul