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ENERGY GLOBE Tirol 2013

...geht an die Stadtwerke Wörgl GmbH Mikrowärmenetz Winklweg erspart ganzem Stadtteil 592 Tonnen CO2 pro Jahr

Am 5. Juni 2013 ist die Entscheidung für den Tiroler Preisträger gefallen: Der ENERGY GLOBE Award Tirol 2013 geht an die Stadtwerke Wörgl.  

Für die Wärmeversorgung des Wörgler Stadtteils Winklweg sollen in Zukunft ausschließlich erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Mit dem geplanten Projekt „Mikrowärmenetz Winklweg“ wollen die Stadtwerke Wörgl künftig rund 25.500 m2 Wohnfläche zu 100 Prozent mit einem umweltfreundlichen Energiemix aus Erdwärme, Biomasse und ggf. industrieller Abwärme beliefern.

„Dieses ambitionierte Projekt ist ein wichtiger Schritt zur Energieunabhängigkeit der Stadt Wörgl“, erklärte LHStv. Josef Geisler am 5. Juni 2013 bei der von Energie Tirol durch-geführten Verleihung des "ENERGY GLOBE Award Tirol” in Innsbruck.

In Wörgl wird knapp mehr als die Hälfte der Wohnungen noch mit Öl beheizt. Um das zu ändern, setzen die Stadtwerke anstelle der Errichtung eines großen zentralen Fernheizwerks auf kleinräumige, maßgeschneiderte Lösungen und den Einsatz von bereits bestehender Energie aus regionalen Industrieprozessen. So sieht das Mikrowärmenetz Winklweg vor, ausgehend von einer smarten Energiezentrale direkt im Bereich Winklweg, die Bewohner dieses Stadtteils jährlich mit 2,2 GWh Wärmeenergie zu versorgen. "Derzeit wird hier mit 80% Gas, 15% Öl und 5% Wärmepumpen und Feststofföfen geheizt, was einen jährlichen CO2-Ausstoß von 570 Tonnen verursacht und einen Verbrauch von 220.000 Litern Heizöl bedeutet“, erklärte DI (FH) Othmar Frühauf, Bereichsleiter Sorglos Wärme der Stadtwerke Wörgl. Der neue Energiemix setzt sich dann aus 82 Prozent Wärme aus Erdwärmepumpen sowie 18 Prozent Waldhackgut, das nach Möglichkeiten direkt aus der Region stammen soll, zusammen. Die Erdwärmepumpen werden mit 100% atomstromfreiem Strom der Stadtwerke Wörgl GmbH betrieben.

„Dieses innovative Projekt ist ein gut durchdachtes Vorbildmodell, das sich auch auf andere Städte anwenden lässt“, betonte DI Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol. Das Resümee des Energielandesrates:„ Die Vorteile liegen auf der Hand: CO2-neutral, die Hausbewohner beziehen günstigere und sauberere Wärme als bisher, die Wärmepreise werden völlig von der Entwicklung des Rohöl- und Erdgaspreises entkoppelt, die Wertschöpfung bleibt in der Region. Ein win-win Projekt für alle Beteiligten, das eine Auszeichnung verdient!“ 

Foto: Energie Tirol

Bildtext: LHStv. Josef Geisler und Bruno Oberhuber (Energie Tirol) überreichen den Energy Globe Tirol 2013 an Richard Götz, Umweltreferent der Stadtgemeinde Wörgl und Reinhard Jennewein, Geschäftsführer Stadtwerke Wörgl.