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2012-02-03 00:00:00 / Best-Practice Projekte

Projektvorstellung - "Haus der Zukunft"

Aus einem energiefressenden Altbau ein Passivhaus zu machen: Eine spezielle Solarfassade ermöglichte dieses Kunststück der GIWOG Gemeinnützigen Industrie Wohnungs AG.

Altbauten sind oft wahre Energieschleudern – und ein ökologischer Alptraum. „Das muss auch anders gehen“, dachten sich Georg Pilarz, Alfred Willensdorfer und Johann Aschauer. Sie zerbrachen sich die Köpfe, um aus einem alten, energiefressenden Haus ein wahres Energiewunder zu machen – mit hohem Komfort und niedrigen Kosten.

An einem kalten Wintertag hatte Johann Aschauer plötzlich eine Eingebung: „Ich war so fasziniert von den wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut – da entstand die Idee „Wärmen mit Licht““. Umgesetzt wurde sie mit einer speziellen Solarfassade. Das Geheimnis sind spezielle Zellulosewaben, wie in einem Bienenstock: Die tiefe Wintersonne dringt in die Wabe ein und heizt sie auf, die hohe Sommersonne wirft kühlende Schatten.

So schafft die Solarfassade das ganze Jahr über eine perfekte Klimazone – und sammelt dazu noch genügend Energie für die Warmwasserversorgung. Ein großer Pufferspeicher sorgt dafür, dass die Wärme dann zur Verfügung steht, wenn sie benötigt wird, bei Bedarf steht  zusätzlich eine Erdwärmeanlage zur Verfügung. Für hygienische Frischluft sorgt ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung.

Bei der GIWOG Gemeinnützige Industrie Wohnungs AG ist man stolz auf das Projekt, das im vergangenen Winter seine Feuerprobe bestanden hat: Der Heizenergiebedarf und der damit verbundenen CO2-Ausstoß sanken auf ein Zehntel! Ein wahres Vorbild für Millionen alter Wohngebäude. Ein „erdfreundlicher“ Prototyp.