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2016-10-24 00:00:00 / World Award

World Award Finalisten stehen fest!

Es ist nicht mehr lange hin bis zur UN-Klimakonferenz, an der die meisten Staaten der Welt teilnehmen. Hauptthema der Klimakonferenz in Marrakesch ist der Klimawandel und die damit einhergehend dringend notwendige Reduktion der Emissionen. Dieses Jahr steht allerdings unter einem ganz besonderen Stern. Erstmalig findet die Verleihung der Energy Globe World Awards im Rahmen der Weltklimakonferenz statt und um auch hier Emissionen zu sparen, findet die Verleihung interaktiv im Web statt und kann hier weltweit live mitverfolgt werden.

Der Energy Globe World Award ist heute mit rund 2000 nachhaltigen Projekteinreichungen aus 178 Ländern der weltweit bedeutendste Umweltpreis. 

Das Besondere daran ist, dass Theorie und Praxis miteinander verknüpft werden. Während auf der Konferenz diskutiert und überprüft wird, inwieweit die Klimakonvention umgesetzt wird, zählen beim Energy Globe Award Taten. Denn Wolfgang Neumann, der den begehrten Umweltpreis vor 17 Jahren ins Leben gerufen hat, meint: „Reden ist zwar wichtig, aber nur am Anfang. Im Endeffekt zählen Taten, die Umsetzung von Projekten, und die holen wir mit dem Energy Globe Award vor den Vorhang. Für fast alle Resourcenprobleme auf unserer Welt gibt es schon Lösungen umgesetzt von kreativen Menschen aus aller Welt, die sich um die Zukunft Sorgen machen.“

Sowohl Anzahl als auch Qualität der eingereichten Projekte steigen von Jahr zu Jahr. Aus den rund 2000 Projekteinreichungen wurden von der internationalen Jury, bestehend aus jeweils einer Persönlichkeit von jedem Kontinent, 18 Projekte in 6 Kategorien für den internationalen World Award nominiert. Und die Auswahl war schwierig wie noch nie.

Zu den ausgewählten Projekten zählt eine Initiative aus Honduras, die für die Kategorie Erde nominiert wurde. Ingabaum-Alleen sind eine revolutionäre Methode, die Bauern in Honduras das Auskommen sichert, und somit eine nachhaltige Alternative zur Brandrodung ist. In der gleichen Kategorie hofft ein Projekt aus Marokko auf den ersten Platz. Es ist ein neues Abwassersystem, eine nach dem Gravitationsprinzip arbeitende Kläranlage, mit Speichersee für behandeltes Abwasser sowie einem solarbetriebenem Bewässerungssytem. Außerdem wurde eine Initiative aus Bangladesch nominiert, die in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung Bäume pflanzt, für sauberes Wasser sorgt und auf erneuerbarer Energie basierende Technologien verbreitet.

Feuer steht für Energie. In die engere Auswahl dieser Kategorie haben es drei Projekte aus Deutschland, Äthiopien und Kenia geschafft. Das deutsche Unternehmen Multicon Solar hat ein mobiles Solarkraftwerk entwickelt, das laute und umweltbelastende Dieselgeneratoren ersetzt. We Care Solar hat den Solarkoffer erfunden, der medizinische Einrichtungen mit sauberer Energie versorgt und somit nicht nur Frauen und Kindern das Leben rettet, sondern auch CO2-Emissionen verhindert. In Kenia werden junge Leute darin ausgebildet, Solarlampen aus recycelten Materialien herzustellen.
Wasser steht für Leben und auch in dieser Kategorie hofft jeder der drei herausragenden Nominierten darauf, den begehrten Preis in Empfang nehmen zu dürfen.  Einer davon ist das Tropical Research andConservation Centre aus Malaysia, das mit einem innovativen Ansatz Korallenriffe wiederherstellt. Die Vereinigung Sudanese Woman’s General Union versorgt Binnenflüchtlinge im Sudan mit sauberem Wasser, Sanitäranlagen und diversen Hygienemaßnahmen. In der kleinen Stadt San Crisanto schützt die gleichnamige Stiftung gemeinsam mit Einheimischen die Mangrovenwälder und andere bedrohte Ökosysteme. 

Neben einem österreichischen Projekt wurden auch Projekte aus den USA und Indien für die Kategorie Luft ausgewählt. Die österreichische Supermarktkette Hofer ist der erste Lebensmittelhändler in deutschsprachigen Ländern, der komplett CO2-neutral arbeitet. Eine Software für die Überwachung der Infrastruktur in Rechenzentren ermöglicht es dem Rechenzentrumsleiter, die Anlagen mit maximaler Effizienz zu betreiben. So kann er die Kapazität planen und verwalten, Stillstand minimieren, den Energieverbrauch minimieren und Geld sparen. Das Sozialunternehmen Pollinate Energy bildet Leute dazu aus, indische Slumbewohner mit erneuerbarer Energie zu versorgen. 

Neben den vier Elementen darf auch die Jugend nicht fehlen, da die nachkommende Generation unsere Hoffnung ist. Aus diesem Grund wurde das Inspiria Science Center in Norwegen nominiert, das jährlich 50.000 Schulkinder auf unterhaltsame Art und Weise über erneuerbare Energie und Abfallwirtschaft informiert und zum Umweltschutz motiviert. Weiters findet sich hier der Verein VertidosCero, der eine App für saubere Strände entwickelt hat. Jeder kann hier illegale Mülldeponien eintragen, damit Strategien gegen die Verschmutzung der Strände entwickelt werden können. Der nächste Nominierte ist SolarGrid aus Tansania. In einem Pilotprojekt werden Jugendliche zu Solartechnikern ausgebildet, die gleichzeitig Solarprodukte vertreiben. Diese Produkte können mithilfe von Mikrokrediten erworben werden.

In der neuen Kategorie Sustainable Plastics geht es um die nachhaltige Verwendung von Kunststoff. Ein Beispiel dafür ist Air X-TEX aus den USA. Dieser Luftfilter aus Recyclingmaterial spart tausende Bäume und Tonnen an Stahl ein. Gleichzeitig können Millionen weggeworfene Plastikflaschen wiederverwendet werden. Mbezi Recycling aus Tansania stellt Zaunpfosten aus Plastikmüll her. 25 dieser Pfosten bewahren einen ausgewachsenen Zederbaum vor der Abholzung.
Alle Nominierten und nähere Informationen zum Energy Globe Award findet man unter www.energyglobe.info.
Hier findet auch live am 10. November ab 11 Uhr vormittags zu jeder vollen Stunde die Auszeichnung der Nominierten in den Kategorien statt.
Sei dabei, wenn die besten Projekte präsentiert werden! Für die Moderation konnten wir die engagierte amtierende Miss Earth Austria, Kimberly Budinsky, gewinnen!
 
Energy Globe, wir verbinden die Welt in Nachhaltigkeit.