2016-05-30 00:00:00 / Austria Award

Die Nominierten für den Energy Globe Award Österreich stehen fest!

Wer wird Energy Globe Austria Sieger?

30.05.2016, Gmunden – In den letzten Wochen wurden in allen Bundesländern die Energy Globe Awards vergeben. Aus den zahlreichen Einreichungen für den diesjährigen Energy Globe Award Österreich wurden die besten Projekte für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ausgewählt und für die Verleihung nominiert. Die feierliche Zeremonie wird am 7. Juni im PowerTower der Energie AG stattfinden, wo die Sieger in 6 Kategorien ausgezeichnet werden und den Energy Globe Award in Empfang nehmen dürfen.

Unter den Nominierten befinden sich innovative Projekte wie der Eine-Welt-Solar-Kollektor, der im Vergleich zu konventionellen Kollektoren wesentlich günstiger und umweltfreundlicher ist. Beim Projekt CO2USE wird ein biologisch abbaubares Biopolymer mit Cyanobakterien aus CO2 von Abgasen mithilfe von Licht hergestellt: Dabei wird CO2 verwertet, Prozessenergie und Dünger erzeugt sowie die Restbiomasse einer Biogasanlage zugeführt. Think! hat es als erster Schuhhersteller geschafft, für den schwarzen CHILLI Schnürer das nach strengen Kriterien vergebene Österreichische Umweltzeichen zu erhalten. Das Zero Carbon Building ist ein zukunftsweisendes Wohngebäude mit einem innovativen und effizienten Heizsystem, das von der Errichtung bis zum Abriss nicht mehr CO2 emittiert, als vorab im Gebäude gespeichert ist.

Eine Drehrohr-Doppelwasserkraftschnecke mit integrierter Fischwanderhilfe zur Auf- und Abwärtswanderung an Fließgewässern garantiert die verletzungsfreie Wanderung von Fischen. Beim Projekt "Ökostraße" wird Regenwasser als Oberflächenwasser von Siedlungsstraßen nicht mehr schnellstmöglich in einen Kanal abgeleitet, sondern in angrenzende Grünflächen eingeleitet und zur Bewässerung genutzt. Das Wasserkraftwerk Bärenwerk liefert nachhaltigen Strom aus Wasserkraft: Nach einer umfassenden Sanierung und Erweiterung deckt es nun den Strombedarf von 19.000 Haushalten ab. Diese Nominierung freut den Generaldirektor der Energie AG ganz besonders: „Die Wasserkraft ist ein Privileg der Heimat, das wir unbedingt nutzen müssen, wollen wir unsere Energiezukunft selbst bestimmen. Unsere Wasserkraftwerke produzieren teilweise schon seit mehr als 100 Jahren sauberen Strom aus Wasserkraft - und das ohne die Umwelt auch nur im geringsten zu beeinträchtigen. Wasserkraft ist Energie für ganze Generationen!“, so Dr. Leo Windtner.

Nominiert wurde auch ein von Schülern entwickelter hydraulischer Widder, der in Kombination mit einem selbstgebauten Generator wie ein kleines Wasserkraftwerk funktioniert. Die Verkehrsproblematik vor dem Schulareal der Volksschule Rif wurde durch die Errichtung eines bewegten Schulweges und eines kiss&go Parkplatzes wesentlich entspannt und bietet nebenbei Übungsstationen mit koordinativen und motorischen Aufgaben für die Schulkinder. Schüler der HBLA Pannoneum haben chemische Landkarten und ein Online-Tool entwickelt, um die eindeutige Herkunft von Lebensmitteln zu bestimmen und falsche Angaben von regionalen Produkten aufzudecken.

Die Ökoregion Kaindorf baut auf 600 ha Humus auf, wodurch der Boden mehr Wasser speichern kann, der Bedarf an Pestiziden reduziert und CO2 im Boden gebunden wird. Als erster Lebensmittelhändler im deutschsprachigen Raum arbeitet die Hofer KG in Österreich seit Anfang 2016 komplett CO2-neutral und informiert auch Kunden und Mitarbeiter, wie sie ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren können. Eine neue Software ermöglicht die Planung und Steuerung eines Zusammenschlusses tausender Klein- und Kleinstkraftwerke im Bereich erneuerbarer Energien zu einem Kraftwerksschwarm und macht diese nahezu so einfach wie die eines Großkraftwerks. Göss wird Schritt für Schritt zur weltweit ersten grünen Großbrauerei umgebaut und erreicht durch den Einsatz von 100% erneuerbarer Energie in der Bierproduktion CO2-Neutralität.

Wolfgang Neumann, Gründer des Energy Globe Awards, zeigt sich positiv: "Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Projekte steigt von Jahr zu Jahr. Auch dieses Mal sind hochinnovative Initiativen aus allen möglichen Bereichen ins Finale gekommen. Ich bin mir sicher, dass Österreich auf einem guten Weg ist, seinen Nachfahren eine intakte Umwelt zu hinterlassen."

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