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Energy Globe Salzburg 2018

Sensationelle nachhaltige Einreichungen für den Salzburger Energy Globe Award

Dezember 2017: Salzburg ist bekannt dafür, dass es großen Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz legt. Das ist nicht nur erklärtes Ziel der Politik, sondern auch die Salzburger selbst engagieren sich in diesem Bereich. Deutlich erkennbar ist dies auch an den Einreichungen zum Energy Globe Award, dem weltweit größten Umweltpreis. Die Salzburger sind sehr einfallsreich, wenn es um unsere Umwelt geht. So wurden auch dieses Jahr wieder über 30 sensationelle Umweltprojekte eingereicht, die alle ihren Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Salzburg zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig es ist, nachhaltig und ressourcenschonend zu handeln. Bei so vielen unterschiedlichen nachhaltigen Ansätzen wird die Jurierung schwer fallen.

Unter den engagierten Einreichern befindet sich die Mrazek GmbH mit ihrem Hybrid-Aufbau, mit dem alle Müllfahrzeuge in der Stadt Salzburg ausgestattet wurden. Dadurch werden 25% CO2 eingespart und die Lärmbelästigung ist stark gesunken. Ein anderes tolles Projekt kam durch eine Kooperation von mehreren Firmen und Universitäten zustande. Das entwickelte neuartige Verfahren entfernt selbst hartnäckige Rückstände aus dem Abwasser, die von herkömmlichen Kläranlagen bisher nicht entfernt werden konnten. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten im Umweltschutz!

Car-Sharing ist ein beliebtes Modell, um CO2-Emissionen einzusparen und die Verwendung von Autos sinnvoller und nachhaltiger zu gestalten. Dies hat nun auch im Oberpinzgau Einzug gehalten. 8 elektrische Autos stehen dort für Gemeindezwecke und auch die Bürger zur Verfügung. Dadurch können mindestens 2000 kg CO2 pro Auto und Jahr eingespart werden. Das Sportzentrum Nord in Liefering wurde durch intelligente Errichtung zum Plusenergiehaus. Der durch die Sporthalle selbst erzeugte Strom deckt nicht nur den eigenen Energiebedarf, sondern versorgt auch noch zwei weitere Gebäude. Landesrat Josef Schwaiger ist begeistert von den vielfältigen Einreichungen: „Salzburg arbeitet sehr konsequent an der Umsetzung seiner Klimaziele. Nur über viele kleine und größere Schritte kann es gelingen, die Klima- und Energieziele zu erreichen.“

Die Verleihung der Salzburger Energy Globe Awards findet am 6. Februar 2018 statt!


Rückblick: Energy Globe Salzburg 2017

Die Salzburger Sieger der Energy Globe Award stehen fest!


Die mit Spannung erwartete Verleihung der diesjährigen Salzburg Energy Globe Awards ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Die nominierten Projekte, die sich auf unterschiedliche Art und Weise für den Umweltschutz einsetzen, wurden vorgestellt und die besten in jeder Kategorie mit dem Energy Globe Award ausgezeichnet.

Die Entscheidung, aus so vielen innovativen Einreichungen die besten auszuwählen, fiel nicht leicht. Die Salzburger sind sehr erfinderisch und engagieren sich auf vielfältige Weise für den Umweltschutz. In der Kategorie Erde hat sich der Verein Initiative ethisch wirtschaften durchgesetzt. VIEW ist eine Non-Profit-Spedition, die wirtschaftlich nicht verwertbare Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt und so Ressourcen schont. Durch einfache Abwicklung wird den Unternehmern ressourcenverantwortliches Handeln leicht gemacht. Bisher wurden 340.000 kg Lebensmittel gerettet. 

Für das Projekt „Öko-Energie für Salzburg aus Nebenströmen der Zellstoffproduktion“ hat die Firma Schweighofer Fiber den Energy Globe Award in der Kategorie Feuer bekommen. Sie produzieren in Hallein hochreine Zellulose aus Fichtenholz. Die resultierenden Filtrate enthalten wertvolle organische Bestandteile, die in einem innovativen Fermentationsprozess in Biogas verwandelt werden. Ein neues Blockheizkraftwerk mit Biogasmotor versorgt bis zu 10.000 Haushalte mit Ökostrom und Fernwärme.

Den Preis in der Kategorie Luft durfte Heimat Österreich entgegennehmen. Durch laufende Optimierung wurden die System-Rücklauftemperaturen bei thermischen Solaranlagen mit dezentraler Trinkwassererwärmung drastisch gesenkt. Seit Inbetriebnahme der Anlage konnten so ca. 270.000 kWh an thermischer Solarenergie erwirtschaftet werden, das entspricht einer solaren Deckungsrate von >30 %.

In der Kategorie Wasser konnten dieses Jahr gleich zwei Projekte die Jury überzeugen. Mit der neuen Wasserversorgung für die Stadtgemeinde Radstadt wird zusätzlich Ökostrom erzeugt. Ein Trinkwasserkraftwerk mit einer Leistung von 53 kW wurde installiert. Von den bisher erzeugten 300.000 kWh Ökostrom konnten zwei Drittel in der Gemeinde selbst verbraucht werden. Der zweite gleichrangige Sieger ist das Elektrizitätswerk Bad Hofgastein GmbH. Im Bereich der Trinkwasserversorgung Nord in Bad Hofgastein wurden zwei Trinkwasserkraftwerke errichtet. Diese nutzen die vorhandenen Wasserleitungen zur Gewinnung von sauberem Strom ohne das Ökosystem zu belasten. 100 Haushalte können so umweltfreundlich versorgt werden.

Die Kategorie Jugend steht für die Einbindung zukünftiger Generationen in den Umweltschutz. Dies hat die Salzburg AG vorbildlich umgesetzt. Im Rahmen des Projekts „Energiefressern auf der Spur!“ werden allen 4. Klassen in der Volksschule praxisorientiertes Wissen und Informationen angeboten. Der Themenkreis umspannt die Art, die Herkunft, den Unterschied, die Auswirkungen auf Natur und Klima verschiedener Energieträger. Die aktive Mitarbeit der Schüler wird durch ein Gewinnspiel gefördert.

Im Zuge der Verleihung wurden auch die e5-Gemeinden ausgezeichnet, die sich nachhaltig für den Klimaschutz engagieren.


Hier geht es weiter zu allen Siegern und Nominierten



Statement zum ENERGY GLOBE Award

„Das Thema Energie ist inzwischen allgegenwärtig und auch der Energy Globe Award ist mittlerweile zu einer fixen Veranstaltung geworden. Es freut mich und stimmt mich zuversichtlich, dass sich das Bewusstsein der Menschen für Energiefragen in den letzten Jahren zunehmend gewandelt hat. Hervorstechende und innovative Projekte, wie sie der Energy Globe auszeichnet, sind dabei die Speerspitze des sich abzeichnenden Zeitenwandels. Wir stehen definitiv am Beginn einer energetischen Umgestaltung. Konsumenten werden zu Produzenten, Stromnetze werden multifunktionsfähig, Gebäude liefern Energie anstatt sie zu verbrauchen, um nur einige positive Entwicklungen zu nennen. Zweifellos ist die Erlangung der zunehmenden Unabhängigkeit von fossiler und atomarer Energie eine der größten Herausforderungen unserer Generation und dieses Jahrhunderts. Engagierte Menschen und besondere Projekte, wie ich Sie auf dieser Veranstaltung vorfinde, lassen für mich jedoch keinen Zweifel daran, dass es gemeinsam gelingen kann, ja gelingen wird.“

DI Dr. Josef Schwaiger
Energielandesrat