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Wasser

Kategoriesieger:

Innovative und energieautarke Abwasserklärung

Projekt: Nachhaltige Ammoniakproduktion aus stickstoffhaltigen Abwässern
Einreicher: Reinhaltungsverband Trattnachtal

Der in Abwässern von Kläranlagen enthaltene Stickstoff ist wichtiger Rohstoff für die Erzeugung von Ammoniak – als Dünger oder Ammoniakwasser für die Industrie. Der Reinhaltungsverband Trattnachtal nützt dieses Potenzial und holt sich den Stickstoff über ein innovatives, umweltfreundliches und energieautarkes Verfahren aus der eignen Kläranlage in Wallern. Das Verfahren nennt sich „Dampfstrippung“. Die dazu benötigte Dampfmenge kommt aus der Abgaswärme der beiden Gasmotoren in Kombination mit einem Dampferzeuger der mit selbst erzeugtem Biogas betrieben wird. Durch weitere Optimierung wurde der Dampfverbrauch von 120 kg je m3 Abwasser auf 80 kg je m3 reduziert. Täglich werden 130 m3 Abwässer mit einem Wirkungsgrad von über 90% von Stickstoff befreit.

Die „Dampfstrippung“ in Wallern ist verglichen mit einem Verfahren auf Basis fossiler Energieträger äußerst umweltfreundlich und ressourcenschonend: bei der aktuellen Produktionsmenge vermeidet  Wallern damit den Einsatz von 90.000 Litern Erdöl. Das erzeugte Ammoniak wird von der Welser Abfallverbrennungsanlage zur Rauchgasnachbehandlung verwertet. Durch den Ammoniakverkauf hat der Verband eine zusätzliche Einnahmequelle, die in Zukunft noch ausbaufähig ist.

  • Umweltfreundliche und energieautarke Abwasserklärung
  • High-Tech Ammoniakproduktion
  • Vermeidet Einsatz von 90.000 Liter Erdöl

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Nominierte:

Entlastung für Kommunen: Effiziente Abwassernutzung

Projekt: Abwassernutzungsanlage Amstetten
Einreicher: Baumeister Taubinger GmbH / Ochsner GmbH


Abwasser landet zumeist ungenützt als Abfallprodukt im Kanal. Die darin gespeicherte Wärme könnte und sollte man aber nützen. Paradebeispiel dafür sind die Stadtwerke Amstetten. Mit einem Wärmekonzept der Baumeister Taubinger GmbH und effizienter Technologie der Ochsner GmbH wird dort seit 2012 die Wärme des Abwassers zum Heizen der Betriebsräume und Werkstätten genutzt. Die beiden alten Gaskessel und Elektroheizkörper haben damit ausgedient. High-Tech „Helfer“ sind der im Kanal positionierte Wärmetauscher und eine Hocheffizienz-Wärmepumpe. Die aus dem Abwasser gewonnene Wärme wird über eine Fußbodenheizung verteilt. Dieses Konzept spart schon im ersten Betriebsjahr knapp € 21.000 Euro Heizkosten. Diese Abwassernutzung wäre – laut Studie –  in rund 400 österreichischen Gemeinden sinnvoll anwendbar.

In 12 Jahren hat sich die Anlage amortisiert. Weiteres Plus: der CO2-Ausstoß/Jahr wird gegenüber dem bisherigen Heizsystem um 54,4 Tonnen bzw. um 72,43% reduziert. Der Vorteil der Abwassernutzung gegenüber Flächenkollektoren oder Grundwasser-Tiefenbohrungen ist die höhere Wassertemperatur. Dies reduziert die Arbeitszeit der Wärmepumpe. Zudem ist Abwasser – im Gegensatz zum Grundwasser – ausreichend vorhanden.

  • Effiziente Nutzung von Abwasser zum Heizen
  • 21.000 Euro weniger Heizkosten/Jahr
  • Klimafreundlich, vielfach anwendbar

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Clevere Nutzung von Grauwasser in Wiener Studentenheim

Projekt: ThermoCYCLE – Forstner Wärmerückgewinnung aus Grauwasser im Studentenheim Pfeilgasse 4-6, 1080 Wien
Einreicher: Forstner Speichertechnik GmbH / Akademikerhilfe Studentenunterstützungsverein

Beim Baden, Duschen oder Waschen landen jeden Tag riesige Mengen „Grauwasser“ im Kanal. Eine echte Verschwendung, denn dieses Wasser hat ein großes Energiepotenzial. Im Wiener Studentenheim Pfeilgasse 4-6, im 8. Bezirk, wird dieses Potenzial vorbildlich wieder verwertet. Mit der ThermoCYCLE® Technologie der Forstner Speichertechnik GmbH. Dabei wird die Abwärme von abfließendem Grauwasser im Temperaturbereich von 28-40°C indirekt zur Vorerwärmung des Brauchwassers bzw. zur Heizungsunterstützung genutzt. 40% der Wärmeenergie (ca. 14 kWh aus 1000 Liter) des Grauwassers können dabei „zurückgeholt“ werden. Damit werden bis zu 40% der Energiekosten jährlich eingespart. Andernfalls ginge Energie im Gegenwert von bis zu 8.400 pro Jahr über das Abwassersystem verloren. Die Investitionskosten von 80.000 Euro amortisieren sich – unter Berücksichtigung der Öko-Förderung – in 8 Jahren.

Im Studentenheim leben an die 320 Personen. Sie benutzen ca. 300 Duschen und 20 Bäder. Der durchschnittliche Warmwasserverbrauch für Waschen und Duschen (bezogen auf 45°C und unter Einrechnung des Hotelbetriebs im Sommer) liegt bei 80 Liter/Person/Tag – auf das Jahr gerechnet sind das knapp 6,5 Mio Liter!

  • Abwärme-Nutzung von Grauwasser in Studentenheim
  • Zur Erwärmung von Brauchwasser und zum Heizen
  • Bis zu 40% weniger Energiekosten pro Jahr

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