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ENERGY GLOBE Austria 2016

Kategorie Erde


Kategoriesieger

Zero Carbon Building

Einreicher: Heimat Österreich gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsges.m.b.H, Architekten Scheicher & Leube AG & Ingenieurbüro Optiplan
Bundesland: Salzburg

Um für nachfolgende Generationen einen nachhaltigen Beitrag zu einer gesunden Umwelt zu leisten, wurde ein Wohngebäude entwickelt, welches mit mehreren Schwerpunktthemen und innovativen Ansätzen zukunftweisend sein soll. Primär war es der Wille aller Projektbeteiligten, ein grünes Life-Cycle-Projekt umsetzen zu können, welches im echten Sinn CO2-neutral ist. Bisher wurde bei der Neuerrichtung von Gebäuden hauptsächlich auf eine energiesparende Nutzung durch eine verbesserte wärmegedämmte Gebäudehülle und ein geeignetes Heizsystem geachtet. Dieses Projekt sollte aber auf die gesamte Lebensdauer betrachtet, beginnend mit der Errichtung, während des Betriebs und auch nach erfolgtem Abbruch, nicht mehr CO2 emittieren, als vorab im Gebäude gespeichert ist. Der Grundansatz ist, CO2 über den gesamten Gebäudelebenszyklus von der Erstellung der Baustoffe bis zur Wiedereingliederung der Baustoffe in Stoffkreisläufe zu reduzieren. So wurde für das gesamte Gebäude ein Global Warming Potential von 220 Tonnen erreicht. Durch ein eigens entwickeltes Rückbausystem mit dem Grundprinzip der Wiedereingliederbarkeit der Stoffe in die Stoffkreisläufe (cradle to cradle Prinzip) lassen sich beim Abriss die ökologischen Baustoffe von anderen Baustoffen wie Beton einfach trennen. Somit werden nicht wiederverwendbare Werkstoffe reduziert und im Sinne der Umwelt für ein geringeres Deponieaufkommen Sorge getragen. In der Haustechnikplanung wurde ein neues Heizsystem entwickelt, welches über ein Monitoring System laufend überwacht wird, Verbräuche registriert und Regelungen im System optimiert. Für dieses Wohngebäude wurde ein CO2 neutraler Lebenszyklus von über 100 Jahren wissenschaftlich zu Grunde gelegt. Der Einsatz von natürlichen Baustoffen wie Holz und Stroh wurde in der konstruktiven Planung berücksichtigt sowie Baustoffe, bei deren Produktion CO2 emittiert wird, in möglichst geringem Ausmaß verwendet. So wurden in Summe in festen Baustoffen 220 Tonnen CO2 im Gebäude zurückgehalten. Die Photovoltaikanlage erzeugt ca. 11.000 kWh/a Strom, wodurch zusätzlich jährlich ca. 7 Tonnen CO2 eingespart werden. Bei Wohnhausanlagen mit Pelletsheizung, thermische Solaranlage mit Pufferspeicher sowie kontrollierter Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sind die derzeitige Betriebskostenvorschreibungen für Warmwasser und Heizung bei netto ca. 0,80 € pro m². Bei diesem Projekt werden laut aktuellen Hochrechnungen die Betriebskosten für Warmwasser und Heizung bei netto ca. 0,29 € je m² liegen. Durch die Kombination aus natürlichen Baumaterialien und dem umgesetzten Heizsystem ergibt sich ein sehr wohliges Raumklima sowie eine sehr hohe Identifikation der Bewohner mit deren ökologischem Wohnraum.

  • Zukunftsweisendes Wohngebäude mit effizientem Heizsystem
  • Emittiert nicht mehr CO2 als im Gebäude gespeichert ist
  • Einsatz von natürlichen Baustoffen (Holz, Stroh)
  • 220 Tonnen CO2 wurden im Gebäude zurückgehalten
  • Photovoltaikanlage erzeugt ca. 11.000 kWh/a Strom

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weitere Nominierte:

Universität Innsbruck, Fakultät für Architektur und Fakultät für Technische Wissenschaften

Einreicher: ATP architekten ingenieure
Bundesland: Tirol

Die Republik Österreich hat sich im Zuge von internationalen Vereinbarungen zum Klimaschutz sowie europäischen Richtlinien zur Umsetzung von Energieeffizienz- sowie CO2-Einsparungen verpflichtet. Neben internationalen Verpflichtungen gibt es weitere nationale Anforderungen, die bei der Planung von öffentlichen Gebäuden einzuhalten sind. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat als einer der größten öffentlichen Gebäudebesitzer in Österreich in den nächsten Jahren hohe Anforderungen hinsichtlich der Energieeinsparung bei Sanierungen zu erfüllen. Nach gewonnenem EU-weiten, offenen Realisierungswettbewerb wurde ATP architekten ingenieure damit beauftragt, den Umbau und die Sanierung der Fakultäten für Architektur und Technische Wissenschaften – beides Gebäude aus den 1960er Jahren – an der Universität Innsbruck integral zu planen. Das Gebäude sollte ein Demonstrationsobjekt für die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien unter Berücksichtigung von ökonomischen Aspekten in der Sanierung sein. Der Schwerpunkt lag auf dem Energieverbrauch im Betrieb. Ein umfassendes Monitoring des Gebäudes, das bereits in der Planungsphase implementiert wurde, sollte einen optimalen Gebäudebetrieb sicherstellen. Durch die Integration von anspruchsvollen Energieeffizienz- und anderen Nachhaltigkeitskriterien in den Planungsprozess konnte ein Gebäude realisiert werden, das im Vergleich zu einem konventionellen Sanierungsvorhaben deutlich höhere Nachhaltigkeitsqualitäten aufweist. Die Anforderungen lagen dabei primär bei der einschneidenden Reduktion des Energiebedarfs und bei einer signifikanten Erhöhung des Nutzungskomforts bei gleichzeitiger Einhaltung der Wirtschaftlichkeit der dazu notwendigen Maßnahmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die gefundenen Lösungen replizierbar sind und künftig für das immense Potential nachhaltiger Sanierungen in BIG-Gebäuden eingesetzt werden können. Es wurde eine hoch innovative Gebäudehüllenkonstruktion gewählt, die im Sommer solare Lasten abschirmt und im Winter hoch wärmeisoliert ist, um Wärmeverluste zu vermeiden. Das spezielle Nachtlüftungskonzept ermöglicht es, dass ein hoher Anteil der Kühllasten über passive Kühllösungen abgedeckt werden kann. Der Heizwärmebedarf wurde von 80 kWh/m²a auf 15 kWh/m²a reduziert. Durch die konsequente Verringerung des Nutzerergiebedarfs und die Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung ging der Primärenergiebedarf um 75% zurück. Durch die Einsparungsmaßnahmen beim Endenergiebedarf konnten die CO2-Emissionen um ca. 80% reduziert werden. Die Fakultät für technische Wissenschaften erhielt das Total Quality Building-Zertifikat der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit 917 von 1.000 Punkten und ist somit das zweitbeste Gebäude in Österreich in der Kategorie „Sanierung Bürogebäude“. Außerdem wurde der Passivhausstandard in der Kategorie Sanierung erreicht.

  • Sanierung nach Passivhausstandard
  • Energieeffiziente Gebäudehüllenkonstruktion
  • Speziell entwickeltes Nachtlüftungskonzept
  • Reduktion Heizwärmebedarf um 85%
  • CO2-Emissionen wurden um 80% gesenkt

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Erster Schuh mit Österreichischem Umweltzeichen

Einreicher: Think Schuhwerk GmbH
Bundesland: Oberösterreich

Die Produktion von nachhaltigen Schuhen, die sowohl auf soziale als auch auf Umweltstandards Rücksicht nimmt, ist für Schuhhersteller eine große Herausforderung. Laut dem Worldfootwear Yearbook werden 9 von 10 Schuhen derzeit in Asien produziert. Unter welchen Bedingungen in Bezug auf die Umwelt und Arbeitsbedingungen die Schuhe produziert werden, ist nicht immer bekannt. Die Überprüfung der Produkte, Produktions- und Arbeitsbedingungen obliegt dem Hersteller. Die Kriterien für das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltig produzierte Schuhe sind sehr streng. Sie umfassen die Rohstoffherkunft, Grenzwerte, Abwasserbehandlung, Energieverbrauch und soziale Arbeitsbedingungen. Think! hat es als erster Schuhhersteller geschafft, für den schwarzen CHILLI Schnürer das Österreichische Umweltzeichen zu erhalten. Um alle Anforderungen dafür zu erfüllen, wurde jedes einzelne verwendete Material und jeder Lieferant auf die Kriterien von unabhängigen Prüfinstituten geprüft. Jeder einzelne Schritt im Produktionsprozess des CHILLI Schnürers, von der Quelle der Materialen, über die ressourcenschonende, sozial verträgliche und faire Herstellung und den Transport bis zur Produktpflege und Konsumenteninformation wurde den Nachhaltigkeitskriterien des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft und des Vereins für Konsumenteninformation gegenübergestellt. Durch Einsatz von biologischem Kleber im Schaftbereich konnte der VOC (flüchtige organische Verbindungen) um 15% gesenkt werden. Die Transportwege sind durch die Beschaffung und Produktion in Europa kurz, wodurch die CO2- und Feinstaubemissionen niedrig gehalten werden. Durch die Verwendung von Gitterboxen anstatt der herkömmlichen Wickelfolie konnte der Kunststoffeinsatz im Transport auf 0% reduziert werden. Die Think! CHILLI Schnürer in schwarz bestehen aus chromfrei gegerbtem Leder, werden ohne PVC und perflourierte Chemikalien hergestellt und sind nahezu frei von Schadstoffen. Außerdem entstehen sie in einem Produktionsprozess, der umfassende Umweltstandards erfüllt und einen geringeren Wasser- und Chemikalienverbrauch aufweist. Die Schuhe werden von Schuhfachleuten erzeugt, deren Arbeitssicherheit und soziale Bedingungen den EU-Standard erfüllen.

  • Erster Schuh mit dem Österreichischen Umweltzeichen
  • Einsatz von biologischem Kleber
  • Transportwege sind kurz und Emissionen gering
  • Nahezu frei von Schadstoffen
  • Geringer Wasser- und Chemikalienverbrauch

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