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ENERGY GLOBE Austria 2016

Kategorie Feuer


Kategoriesieger & Gesamtsieger

Grüne Großbrauerei Göss

Einreicher: Brau Union Österreich AG, Mag. Dr. Gabriela Maria Straka, Executive MBA
Bundesland: Steiermark

Als Teil der internationalen Heineken Familie hat sich die Brau Union unter der konzernweiten Initiative „Brewing a Better World“ der Nachhaltigkeit verschrieben. Die Bierproduktion erfordert qualitativ hochwertige Rohstoffe, wobei besonders die Wasserqualität entscheidend ist. Weiters ist Bierbrauen ein sehr energieaufwändiger Prozess. Zunächst muss das Bier in mehreren Temperaturstufen bis zum Kochen gebracht werden, dann muss es auf bis zu -1,5° abgekühlt werden, was einen hohen Energiebedarf verursacht. Das Projekt der Grünen Brauerei hat das Ziel, die Energiedaten zu verbessern und in der Bierbranche einen starken Akzent im Bereich Nachhaltigkeit zu setzen. Durch den Einsatz von 100% erneuerbarer Energie in der Bierproduktion konnte in der Brauerei Göss eine 100%ige CO2-Neutralität erreicht werden. Schritt für Schritt wird Göss zur weltweit ersten „Grünen Großbrauerei“ umgebaut. Prämisse ist vor allem die Nutzung bereits vorhandener Quellen, um eine energieautarke Produktion sicherzustellen. Dies ist nur durch die Schaffung eines effizienten Energie-Mix möglich, einer einzigartigen Kombination von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, um die Energiesysteme auch unabhängig voneinander aufrecht erhalten zu können. Mit Strom aus Wasserkraft, Biomasse-Fernwärme und Solarthermie wurde das gesetzte Ziel bereits zu großen Teilen realisiert. Mit einer Biertrebervergärungsanlage wird zukünftig auch fossiles Erdgas ersetzt. Künftig werden pro Jahr in der Biogasanlage des Brauhauses in Göss 18.000 Tonnen Biertrebern, Filterrückstände und sonstige „Bierreste“ zu Biogas verarbeitet. Der Brauereireststoff wird zur Energiegewinnung verwendet und der Gärrest fließt zugunsten der Landwirtschaft als Biodünger in den ökologischen Kreislauf zurück. Die Nutzung der Abwärme aus dem benachbarten Sägewerk konnte zur Gänze erreicht werden. Durch die Verbrennung von Reststoffen wird dort Ökostrom die Wärme zur Holztrocknung. Überschußwärme wird für das Heißwasser im Gösser-Bier und im Brauprozess sowie zur Raumheizung verwendet. Die Brau Union Österreich investierte auch in eine Fernwärmeleitung und in ein Heißwassernetz in der Brauerei Göss. Damit war neben Dampf als Energieträger auch Heißwasser für den mittleren Temperaturbereich möglich. So wurde eine Energiesubstitution von fast 40% erzielt. Hervorzuheben ist hierbei die Nutzung von niedrigen Temperaturen auch im Winter, um Abwassertemperaturen anzuheben und damit den Wirkungsgrad der betrieblichen Kläranlage zu verbessern. Des Weiteren wurden durch die Umwandlung zur „Grünen Großbrauerei“ am Standort Göss 10 grüne Jobs und im weiteren Umfeld 30 grüne Jobs geschaffen.

  • Einsatz von 100% erneuerbarer Energie
  • Brauerei ist 100% CO2-neutral
  • Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
  • Nutzung der Abwärme vom Sägewerk
  • Treber wird zur Energiegewinnung verwendet

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weitere Nominierte:

Entwicklung einer Software für die Kraftwerksplanung von virtuellen Kraftwerken, zur Steigerung der Rentabilität und Planungssicherheit von erneuerbaren Energien

Einreicher: VisoTech Softwareentwicklungsges.m.b.H
Bundesland: Wien

Der Wandel in der Energiebranche führte in den letzten Jahren zu einem starken Anstieg der Zahl an Klein- und Kleinstkraftwerken, der sich aufgrund politisch gesteckter Ausbauziele und geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen verstärkt fortsetzen wird. Der Betrieb der Klein- und Kleinstkraftwerke sowie die Einbindung in das Stromnetz stellen die Betreiber jedoch vor neue Herausforderungen. Zum einen ist der Kommunikationsaufwand zwischen Betreiber und Kraftwerk im Vergleich zur eingespeisten Energiemenge wesentlich höher als bei Großkraftwerken. Zum anderen führt der hohe Zuwachs an neuen Kraftwerken für sehr volatile Energieträger zunehmend zu stark schwankenden Belastungen der Netze und erschwert die Prognosen über verfügbare Energiemengen. Dies führt zu höheren Kosten für Netzbetreiber und Stromanbieter, Wettbewerbsnachteilen für Anbieter von Strom aus erneuerbarer Energie und zu höheren Energiekosten für die Endverbraucher. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und um für Klein- und Kleinstkraftwerke neue Vermarktungsmöglichkeiten zu erschließen, gibt es Strategien, diese in Clustern zusammenzufassen und als sogenannte virtuelle Kraftwerke im Verbund zu betreiben und zu steuern. Dadurch können Größenvorteile genutzt und Nachteile der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energiequellen (z.B. die hohe Volatilität von Wind und Sonnenenergie) ausgeglichen werden. Die Firma VisoTech entwickelte eine Softwarelösung für virtuelle Kraftwerke. Diese Software ermöglicht die Planung und Steuerung eines Zusammenschlusses tausender Klein- und Kleinstkraftwerke im Bereich erneuerbarer Energien zu einem Kraftwerksschwarm und macht diese nahezu so einfach wie die eines Großkraftwerks. Die technologische Grundlage wurde im Jahr 2014 entwickelt, indem in Kooperation mit einem großen österreichischen Kraftwerksbetreiber ein System für die Einsatzplanung und -analyse von Kraftwerksparks geschafft wurde (Bündelung von Laufkraftwerken, Pumpspeicherkraftwerken, thermischen Kraftwerken sowie Windparks). Die Steuerung erfolgt hierbei auf Ebene der einzelnen Maschinen. Dadurch konnte die Effizienz des Betriebes dieser Kraftwerke und die Rentabilität von Investitionen in erneuerbare Energie durch gezielten Energiehandel sukzessive gesteigert werden.

  • Software fasst Kleinkraftwerke zusammen
  • Kleinkraftwerke werden wie ein Großkraftwerk gesteuert
  • Ausgleich Schwankung erneuerbarer Energieträger
  • Effizienz der Kraftwerke wird erhöht
  • Investitionen in erneuerbare Energie werden rentabler

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Mit Hilfe des Holzgas-Kraft-Werk´s CO2 langfristig im Boden speichern

Einreicher: EnergieWerk Ilg GmbH
Bundesland: Vorarlberg

2014 wurde in Dornbirn ein Projekt begonnen dessen Ausgang jedenfalls zu Beginn sehr ungewiss war. Man wollte im Bereich der Bioenergie neue Wege beschreiten und ein Heizkraftwerk errichten, das neue Maßstäbe im Bereich der Verstromung aber auch im der Bereich der Gesamteffizienz setzt und das, anders wie alle bekannten Systeme, nicht nur Strom und Wärme liefert sondern ein drittes wertvolles Produkt, nämlich Biokohle in ihrer reinsten Form. Durch Rückführung dieser Kohlen in den Boden, gelingt sowohl eine aktive CO2 Speicherung als auch gelingt damit der von der Natur seit jeher vollzogene Stoffkreislauf.

Damit war die Idee des Kreislaufkraftwerks geboren. Mitte 2014 wagten wir uns nach jahrelanger Suche nach der richtigen Technologie gemeinsam mit dem Tiroler Unternehmen SynCraft an dieses ehrgeizige Projekt. Nach nur 6 Monaten Projektzeit und 3 Monaten Bauzeit konnten wir mit dem neuen Kraftwerkstyp im Dezember 2014 erstmals Strom erzeugen. 2 Monate später ging das erste Kreislaufkraftwerk in seinen kommerziellen Dauerbetrieb über. Im November 2015, kurz vor Beendigung des ersten Betriebsjahres deutet alles darauf hin, dass die Anlage vom Typ CraftWERK 700 bereits im ersten Jahr fast 8.000 Betriebsstunden erreichen wird.

Eingebettet in ein Nahwärmenetzwerk der Gebrüder Ilg, produziert das Kreislaufkraftwerk nun jene Wärmemenge, welche in der Region ganzjährig benötigt wird. Man spricht dabei von einem Wärmegrundlastkraftwerk. In der kälteren Jahreszeit wird die fehlende Wärmemenge dann über konventionelle Biomassekessel der Gebrüder Ilg am selben Standort bereitgestellt und in das Nahwärmenetz eingespeist. Im Sommer hingegen kann das Kreislaufkraftwerk die Bereitstellung der Wärme alleine übernehmen. Die Kessel müssen nicht in einem ineffizienten Teillastbetrieb betrieben werden und können abgeschaltet werden. Das spart Brennstoff und reduziert die zudem Emissionen auf ein Minimum.

Im Kreislaufkraftwerk von SynCraft gelingt dabei die Umwandlung des eingesetzten Brennstoffs Waldhackgut besonders effizient. So werden rund 90% der eingesetzten Energie verwertet. 30% werden als Ökostrom in das hiesige Stromnetz eingespeist, 60% in das Nahwärmenetz, das rund 150 Objekte in Dornbirn / Hatlerdorf mit Wärme versorgt.

Die produzierte Biokohle wird im Kreislaufkraftwerk gesammelt, mit Wasser erdfeucht gemischt und schließlich in Bigbags oder in Container abgefüllt. Von dort gelangt das natürliche, schwarze Gold entweder in die Biogasanlage oder Güllegrube wo damit erfolgreich Gerüche bekämpft werden können, oder aber die Kohle geht ihren Weg in die Erdenherstellung. Die Herstellung der fruchtbarsten Erde, auch Schwarzerde genannt, ist nämlich nur unter Zusatz von hochreiner Holz- bzw. Biokohle möglich. Genau dort kann die im Kreislaufkraftwerk gewonnene Kohle ihr maximales ökologisches Potential entfalten. Die Kohle wirkt dabei in derartigen Erden nicht selbst als Dünger sondern als Düngespeicher. So können mit solchen Erden der Einsatz von Düngemitteln auf ein Minimum reduziert werden. Zudem verhindern sie das Auswaschen von Düngesubstanzen in das Grundwasser.

Eine Maßnahme die es nachhaltig schafft, Kohlenstoff im Humusaufbau zu speichern und dadurch mehr als CO2 neutral Biomasse energetisch zu nutzten.
(Die positive „Negative“ CO2 Bilanz)

Das Kreislaufkraftwerk der Gebrüder Ilg zeigt damit eindrucksvoll wie intelligent und ökologisch und ökonomisch sinnvoll Bioenergie, eingebettet in die richtigen Rahmenbedingungen, sein kann.

  • Einsatz von regionaler handelsüblichem Hackgut
  • mit eigener Biokohle CO2 im Boden speichern
  • hoch effiziente Holzverstromung mit 30% elektr. Wirkungsgrad
  • 100% Abwärme Nutzung - Im Sommer werden die Biomassekessel abgeschaltet
  • Weiterentwicklung der Holzgastechnik

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