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ENERGY GLOBE Austria 2016

Kategorie Jugend


Kategoriesieger

CSI- Trace your food

Einreicher: PANNONEUM Neusiedl am See
Bundesland: Burgenland

Regionale Produkte verfügen für den Verbraucher oftmals über eine höhere emotionale Qualität. Falsche Angaben täuschen eine entsprechende Herkunft und Qualität vor, um dadurch höhere Marktpreise zu erzielen. Deshalb hat sich ein Lehrerinnenteam an der Höheren Bundeslehranstalt für Wirtschaft und Tourismus Pannoneum entschieden, mit ihren Schülerinnen am österreichweiten Projekt der Universität für Bodenkultur im Rahmen von sparkling.science teilzunehmen. Der thematische Schwerpunkt liegt auf der Bestimmung von eindeutigen chemischen Fingerabdrücken in Nahrungsmitteln aus unterschiedlichen Regionen in Österreich zur eindeutigen Herkunftsbestimmung. Das Projekt orientiert sich an drei Hauptforschungsfragen: Ist es möglich, Nahrungsmittel aus regionaler Produktion in Österreich anhand der Kombination von Multielementkonzentration und Isotopenmustern eindeutig zu klassifizieren bzw. sind Proben anderer Herkunft davon zu unterscheiden? Kann zwischen den vorhandenen Umweltbedingungen bzw. der Bewirtschaftungspraxis ein Zusammenhang mit den Element- und Isotopenmustern in den Nahrungsmitteln hergestellt werden? Wie ist es möglich, im Gehörstein von Fischen seine Lebensgeschichte in der Aquakultur nachzuvollziehen? Chemische Landkarten für die Zuordnung regionaler Produkte zu den entsprechenden Herkunftsregionen in Österreich sowie ein Online-Tool zur statistischen Überprüfung von Proben unbekannter Herkunft werden entwickelt. Die Kooperation mit der Universität bietet den Schülern die Möglichkeit, auf wissenschaftlichem Niveau zu arbeiten. Im Rahmen von Science Tours werden die Schulen von UniversitätsexpertInnen besucht und gemeinsam werden Probennahme von Umweltproben und Nahrungsmitteln durchgeführt. Der wissenschaftliche Austausch und Diskurs findet regelmäßig in virtuellen Klassenzimmern statt. Im Zuge der MINT Fördermaßnahme für Mädchen wird ein Workshop „Analytische Chemie von Frauen für Frauen" an der Universität für Bodenkultur organisiert. Auf den Science Camps berichten die Mädchen ihren Kolleginnen von ihren Erfahrungen, und stehen als Ansprechpartnerinnen und Peer-Mentoren zur Verfügung.

  • Bestimmung von chemischen Fingerabdrücken in Nahrungsmitteln
  • Eindeutige Herkunftsbestimmung wird ermöglicht
  • Chemische Landkarten für Zuordnung von Produkten
  • Online-Tool zur statistischen Überprüfung von Proben
  • Schulen werden von UniversitätsexpertInnen besucht

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weitere Nominierte:

Der bewegte Schulweg - "kiss & go"

Einreicher: Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif
Bundesland: Salzburg

Heutzutage hat es sich eingebürgert, dass ca. 90 % der Kinder motorisiert in die Schule oder den Kindergarten gelangen. Sei es mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sei es durch die von der Kommune zur Verfügung gestellten Schulbusse und nicht zuletzt durch den Chauffeur in Form von Vater oder Mutter. Gerade durch den privaten PKW-Verkehr der Eltern bildet sich oft ein enormes Verkehrsaufkommen in den Rush Hour Zeiten vor den Schulen. Dieses Verkehrsaufkommen bringt für viele Schulen größere Probleme mit sich, da nicht genügend Parkplätze, Umkehrmöglichkeiten, etc. vorhanden sind. Ebenso stellt das erhöhte Gesamtverkehrsaufkommen ein Sicherheitsrisiko dar. Ein weiterer Aspekt, der zur Umsetzung dieses Projekts geführt hat, sind die Daten der Statistik Austria: Jedes 5. Kind ist übergewichtig, Kinder leiden schon in frühen Jahren an Haltungsschäden oder orthophädischen Auffälligkeiten. 77% der Unfälle bei Volksschulkindern passieren derzeit aufgrund motorischer Defizite. Die Idee war daher, einen Schulweg so attraktiv zu gestalten, dass die Kinder lieber einen Erlebnisschulweg benutzen, als mit dem Auto oder dem Schulbus zur Schule gebracht zu werden. Ein weiteres Ziel war es, dass die Kinder eigenständig und sicher ihren Schulweg erleben lernen. Die begleitenden motorischen Übungen wirken sich äußerst positiv auf die Prävention von Schülerunfällen aus. Zusammen mit einer Sportwissenschaftlerin wurden die Übungen so konzipiert, dass sie sowohl von den ganz kleinen (1. Klasse) als auch von den größeren Schülern der 4. Klasse bewältigbar sind bzw. können die einzelnen Übungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsniveau absolviert werden. Die Kinder steigen am kiss & go Parkplatz aus und legen die letzten 1000 m alleine zurück. Dadurch hat sich auch die Verkehrsproblematik vor dem Schulareal der Volksschule Rif wesentlich entspannt. Das Projekt weist somit ein hohes Nachhaltigkeitsvermögen, sowohl zum Thema Verkehr, als auch zum Thema Bewegung auf. Der gesundheitliche Aspekt konnte eindeutig nachgewiesen werden – die Kinder bewegen sich an der frischen Luft, egal ob Sommer, Winter, bei Regen oder Schnee. Außerdem beinhaltet die Initiative eine äußerst soziale Komponente. Die verschiedensten Sozialisierungsabläufe, die auf einem gemeinsamen Schulweg stattfinden, können durch aufgesetzte Steuerungsprogramme nie erreicht werden. Die Bandbreite der Menschen, die den bewegten Schulweg absolvieren, beschränkt sich nicht nur auf die VolksschülerInnen, die täglich im Zuge ihres Weges zur Schule daran vorbeigehen. Auch StudentInnen, SeniorenInnen und Mitglieder von verschiedenen Sportvereinen, welche die Stationen zum Trainieren nutzen, sind bereits beim Absolvieren des bewegten Schulweges beobachtet worden.

  • Erlebnisschulweg mit motorischen Übungen
  • Prävention von Schülerunfällen
  • Übungen für alle Altersklassen
  • Verkehrsaufkommen ist jetzt niedriger
  • Kinder bewegen sich an der frischen Luft

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NMS Straßburg - Green Energy

Einreicher: NMS Straßburg
Bundesland: Kärnten

In einer Geographiestunde der NMS Straßburg wurde besprochen, wie man sich als kleines Land wie Österreich unabhängig von den großen erdöl- und erdgasexportierenden Ländern machen könne. Unter anderem wurde im Klassenverband diskutiert, welche alternativen Energieformen es gibt und welche sich auch mit Schulkindern umsetzen lassen. Solarenergie, Photovoltaikanlagen, Windenergie und Wasserkraftwerke wurden genau analysiert und die Möglichkeit einer realen Umsetzung als Klassenprojekt wurde geprüft. Umgesetzt wurde schließlich der hydraulische Widder, eine eher in Vergessenheit geratene Erfindung der Gebrüder Montgolfiere, der reaktiviert und der breiten Öffentlichkeit nähergebracht werden sollte. Dieses System ist oft als einzige Lösung der Wasserversorgung in abgelegenen Gebieten wie Almhütten anzusehen. Ein eigens gebauter „Generator“ sollte mit Hilfe des nach oben gepumpten Wassers Energie erzeugen und die beiden Teile nach der Umsetzung als ganzes System funktionieren. Schülerinnen und Schüler sollten erkennen, wie wichtig unsere Ressourcen auf der Erde sind und begreifen, dass diese nicht endlos sind, sondern weltweit immer knapper werden. Auch die Bürger der Gemeinde sollten dadurch aufgefordert werden, über den persönlichen Energieverbrauch nachzudenken und im günstigsten Fall verschwenderische Angewohnheiten abzulegen und sparsam mit Energie umzugehen. Das Ergebnis ist ein voll funktionstüchtiges kleines Wasserwerk, das Wasser ohne Energiezufuhr einen steilen Berghang hinaufpumpen kann. Desweiteren können alle gängigen 12V-Verbraucher, die über einen USB Anschluss gespeist werden, betrieben werden. Mittels Nabendynamo, Stromabnehmer, Gleichrichter, Spannungsbegrenzer und anderen konnte nun jederzeit so viel Strom hergestellt werden, um einen Handy-Akku oder Laptop zu laden, einen Weihnachtsbaum zum Leuchten zu bringen oder dem ansässigen Jäger seinen Ansitz bequemer zu machen, indem eine Heizmatte für seinen Hochsitz betrieben wird. Die teilnehmenden Schüler wurden mit mathematischen und physikalischen Aufgaben des Alltags konfrontiert und zur aktiven Problemlösung motiviert. Sie lernten in einem Team zu arbeiten, konnten ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen, mussten lernen, herbe Rückschläge einzustecken, und wurden im Umgang mit Sponsoren, Ämtern und Firmen geschult. Die ganze Organisation eines großen Projektes, deren Ablauf und Umsetzung, die finanzielle Planung und schlussendlich die Präsentation des Geleisteten war für alle teilnehmenden Personen eine große Herausforderung.

  • Von Schülern gebauter hydraulischer Widder mit Generator
  • Energie wird erzeugt und kleine Geräte geladen
  • Schüler wurden zur Problemlösung motiviert
  • Mathematische und physikalische Aufgaben wurden gelöst
  • Es wurde gezeigt, wie wichtig und knapp Ressourcen sind

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