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ENERGY GLOBE Austria 2016

Kategorie Luft


Kategoriesieger

„Wir arbeiten CO2-neutral“

Einreicher: Hofer KG
Bundesland: Oberösterreich

Die Produktion von Lebensmitteln und die Herstellung und Verwendung von Gebrauchsartikeln verursachen weltweit CO2-Emissionen in großem Ausmaß. Der Einzelhandel kann hier steuernd eingreifen. Beispielsweise setzt Hofer im Rahmen von Einkaufspolicies Standards für klimaschonende Beschaffung (Holz/Papier aus zertifizierter Forstwirtschaft, Palmöl aus zertifizierten Quellen, energiesparende Produkte mit höchsten Energieeffizienzklassen, etc.).Bei der Auswahl seiner Produkte setzt Hofer wo immer möglich auf heimische Qualität mit kurzen Transportwegen: So sparen zum Beispiel die Produkte der Hofer-Bio-Marke „Zurück zum Ursprung“ durch klimaschonende und humusfördernde Produktionsweise jährlich 20.000 Tonnen an Treibhausgasen im Vergleich zu konventionell hergestellten Produkten aus derselben Region ein. Im Rahmen der Initiative „Wir arbeiten CO2-neutral“ sollen Kunden und Mitarbeiter zum aktiven Mitmachen motiviert werden. Mit dem Umstieg auf Grünstrom, der Steigerung der Energieeffizienz und der Kompensation über Klimaschutzprojekte gelingt es der Hofer KG ab 01.01.2016, dauerhaft CO2-neutral zu arbeiten. Die CO2-Neutralität umfasst dabei vom Company Carbon Footprint die sogenannten Scope 1 und 2 Emissionen (Energie, Fuhrpark, Kühlung, Heizung). Zukunftsziel und zugleich Herausforderung ist es, mittelfristig auch eine Verringerung bei Scope 3 Emissionen (in der Lieferkette, für Verpackung, Entsorgung, Transport zum Logistikzentrum) zu erzielen. So arbeitet Hofer bereits an der Senkung des CO2-Fußabdrucks ausgewählter Produkte. Die Initiative „Wir arbeiten CO2-neutral“ ist im Detail sehr umfassend: Vom Einsatz von Grünstrom, über Steigerung der Energieeffizienz, Produktion sauberer Energie, bis hin zur Kompensation der verbliebenen Emissionen, klimaschonenden Produkten und Bewusstseinsbildung auf Kundenseite. Durch den Umstieg auf Grünstrom konnten die CO2-Emissionen von Hofer von 2012 auf 2014 von 90.000 t CO2-Äquivalente auf rund 30.000 t reduziert werden. 15.000 Kunden stiegen 2013 auf das Produkt „Grünstrom zu Hofer-Preisen“ um und wechselten somit auf zertifiziert saubere Energie aus Österreich.Während Filialen mit Baujahr 2006 und früher über einen spezifischen Stromverbrauch von 24,62 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche verfügen, liegt der Verbrauch bei Filialen mit Baujahr 2013 nur bei 20,92 kWh pro Quadratmeter. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Hofer-Zweigniederlassung in Kärnten verfügt über eine Leistung von 3.400 kWp und erzeugte im ersten Jahr bereits so viel Strom, wie knapp 1.000 Haushalte jährlich verbrauchen (CO2-Einsparung 1.500 t jährlich).

  • Auswahl von Produkten mit kurzen Transportwegen
  • Kunden und Mitarbeiter werden zum Mitmachen motiviert
  • Senkung des CO2-Fußabdrucks ausgewählter Produkte
  • Hofer arbeitet seit 2016 CO2-neutral
  • Emissionen wurden durch Grünstrom um 2/3 reduziert

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weitere Nominierte:

Humusaufbau

Einreicher: Verein Ökoregion Kaindorf
Bundesland: Steiermark

In den letzten Jahren wurde „humuszehrend“ gewirtschaftet – das heißt, dass die Humusreserven der Ackerböden durch die Bewirtschaftung in Form von Monokulturen reduziert wurden. Im Durchschnitt hat ein österreichischer Acker rund 2% Humusgehalt. Humusaufbau bedeutet, dass ein Teil des Kohlenstoffs, der in der Pflanze gebunden wurde, nicht wieder freigesetzt, sondern in stabile Humusstoffe (Huminsäuren) umgewandelt wird. Durch Düngung mit Kompost, minimale Bodenbearbeitung, Dauerbegrünung, Fruchtfolge, Mischkulturen und durch Vermeidung von Handelsdünger, Monokulturen und Pestizideinsatz kann eine stabile Bodenbiologie aufgebaut werden, die wiederum eine CO2-Bindung im Boden in Form von Humusaufbau garantiert. Rund die Hälfte des österreichischen CO2-Ausstoßes könnte durch Humusaufbau neutralisiert werden. Humusaufbau hat das Potential, einen Großteil der Treibhausgase auf völlig natürliche Weise zu eliminieren. Bis zu 50 Tonnen CO2 können pro Jahr und Hektar Ackerfläche in Form von Humus gebunden werden. Gleichzeitig entstehen dadurch wieder natürlich fruchtbare Böden, die bis zur fünffachen Wassermenge speichern können. Bei den Musterflächen gibt es trotz Hanglage und Maisanbau keine Abschwemmungen mehr - auch bei Starkregen kann das gesamte Niederschlagswasser problemlos versickern. 2007 hat die Ökoregion Kaindorf mit dem Projekt Humusaufbau auf 3 ha Ackerland begonnen und mittlerweile werden österreichweit mehr als 600 ha nach diesem nachhaltigen System bewirtschaftet. Um den Landwirten den Umstieg zu erleichtern, hat die Ökoregion Kaindorf vor 7 Jahren einen freiwilligen Zertifikathandel ins Leben gerufen, der jedem Bauer 30 € pro nachweislich gebundener Tonne CO2 garantiert. Die gebundenen Tonnen CO2 werden in Form von Humuszertifikaten Betrieben zum Kauf angeboten, die damit ihren nicht vermeidbaren CO2- Ausstoß kompensieren können. Es wurden bisher auf einer Fläche von 79,37 Hektar 33 Folgeuntersu¬chungen durchgeführt und insgesamt 3.393,89 Tonnen CO2 gespei¬chert. Weiters wird der Pestizidaufwand reduziert, was auch die teilnehmenden konventionellen Landwirte bestätigen. Die Pflanzen wachsen gesünder und benötigen daher immer weniger Pflanzenschutzmittel. Das Humusprojekt trägt maßgeblich zu einer Ökologisierung und Bewusstseinsbildung in der Landwirtschaft bei. Die jährlich stattfindenden Humustage sind mittlerweile eine Großveranstaltung mit täglich rund 400 Besuchern, die international von Praktikern und Wissenschaftlern gleichermaßen geschätzt wird.

  • Humusaufbau speichert CO2 im Boden
  • Auf 600 ha wird mittlerweile Humus aufgebaut
  • Bedarf an Pestiziden wird reduziert
  • Pflanzen wachsen gesünder
  • Wasser kann auch bei Starkregen versickern

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CO2-Recycling - Klimaschutz durch Boden-, Humus-und Biotopmanagement

Einreicher: Ingenieurbüro ARCHI NOAH (u. Verein Regionalentwicklung Südkärnten)
Bundesland: Kärnten

Treibhausgase gelangen nicht nur durch die Verbrennung fossiler Kohlenstoffspeicher, sondern auch durch die Verluste biogener Speicher an der Erdoberfläche in die Atmosphäre. Landnutzungsänderung und intensive Landnutzung sind weltweit für ca. 30-40% der Zunahme der atmosphärischen Treibhausgase verantwortlich. In den gemäßigten Klimazonen der Erde spielt hierbei der Humusschwund der Ackerböden und die Degradierung von Mooren eine große Rolle. Äcker weisen nicht nur in Österreich aufgrund ihrer jahrzehntelangen intensiven konventionellen Bewirtschaftung häufig nur Humusgehalte zwischen 1,8 und 3% auf. Bei einer Steigerung des Humusgehalts um 1% kommt es zu einer CO2-Speicherung von rund 40 t CO2/ha. Durch eine humusaufbauende Bodenbewirtschaftung kann im Ackerboden der Humusgehalt wieder steigen. Eine besonders rasch wirkende Methode des Humusaufbaus wurde in der Ökoregion Kaindorf in der Steiermark entwickelt, in dem hohe Kompostgaben aufgebracht werden und der Boden gleichzeitig humusaufbauend bewirtschaftet und gepflegt wird. Neben den positiven Effekten auf den Klimaschutz und die Klimafolgenbewältigung ist die Kompostierung organischen Materials und ihre Rückführung auf den Ackerboden auch ein wichtiger Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft und zur Ressourcenschonung (z.B. Einsparung synthetischer Dünger) bzw. zum Umweltschutz (z.B. Minderung der Nitratauswaschung in das Grundwasser). Auch kann durch die von Landwirten betrieben Kreislaufwirtschaft (Komposterzeugung und -verwendung) zusätzliche regionale Wertschöpfung erzielt werden. Die wichtigste Maßnahme in diesem Projekt ist die Kompostierung organischer Reststoffe aus Privathaushalten sowie Gemeinden und die anschließende Verwendung des gewonnenen Komposts zum dauerhaften Humusaufbau auf Ackerflächen und damit der CO2-Bindung. Ein zweiter Schwerpunkt ist der Erhalt und die Pflege von Niedermoorflächen als Biotope mit hoher Bedeutung für die Biodiversität und als Kohlenstoffspeicher. Humusaufbau und der Erhalt von Mooren ist auch ein wichtiger Beitrag zur Klimafolgenbewältigung, da der Wasserhaushalt stabilisiert wird und die Folgen von Wetterextremen gemindert werden können. 50 Bauern der Region wurde praxisnah anhand des durchgeführten Humusaufbauversuchs das nötige Know-How zum Humusaufbau vermittelt und 5 ha Moorfläche wurden biotisch aufgewertet bzw. neue Feuchtflächen geschaffen. In direkter Folge des Projekts wird an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Völkermarkt auf 2 ha Humusaufbau betrieben. Innerhalb eines Jahres wurde der Humusgehalt auf der Versuchsfläche von 2,7 auf 3,3 % gesteigert. Weiters wurden mit 5 Grundbesitzern auf 5 ha klimarelevante Naturschutzmaßnahmen durchgeführt und 50 Weiden verschiedener Arten als „Vermehrungsstation“ für die Verbreitung der traditionellen Kopfweiden gepflanzt.

  • Dauerhafter Humusaufbau auf Ackerflächen
  • Pflege von 5 ha Niedermoorflächen als Biotope
  • Wasserhaushalt wird stabilisiert
  • Humusgehalt wurde um 0,6% gesteigert
  • 50 Bauern wurden im Humusaufbau geschult

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NG Green Technology

Einreicher: NG Green Innovations GmbH
Bundesland: Niederösterreich

Landwirtschaftsmaschinen sind meist sehr teuer, eine Anschaffung muss sich dementsprechend lohnen. Dabei wird der Aspekt der &Ouml;kologie aber oft au&szlig;er Acht gelassen - seitens der Produzenten als auch der Kunden. In diesem Projekt wurden beide Aspekte miteinander verbunden: Ein leistungsstarkes Ger&auml;t sollte es sein, welches die Umwelt schont, multifunktional einsetzbar ist und trotzdem leistbar bleibt. Mit dem Fr&auml;sinator eco 2.5 ist dies gelungen. Das Grundkonzept des Antriebssystems wurde bereits im Jahr 2007 entwickelt. Damals wurde das Antriebssystem ausschlie&szlig;lich in herk&ouml;mmliche Schneefr&auml;sen eingebaut. Leider nicht mit dem gew&uuml;nschten Erfolg, da der Schneefr&auml;senmarkt in &Ouml;sterreich ges&auml;ttigt ist.&nbsp; Das System wurde daher optimiert und mit einer neuen Strategie auf den Markt gebracht.<br /> &nbsp;<br /> Bei dem energiesparenden Antriebssystem namens NG GREEN TECHNOLOGY handelt es sich um ein flexibles Beschleunigungsrad mit beweglichen Schaufeln, welches in der Umdrehung von selbst beschleunigt. In der intensiven Planungs- und Testphase hat sich gezeigt, dass sich die Schneefr&auml;se bzw. Fr&auml;sinator eco 2.5 auch sehr gut f&uuml;r das Aufsammeln und Verladen von anderen Sch&uuml;ttmaterialien eignet. Da das Beschleunigungsrad mit nur 250 UPM l&auml;uft und deshalb nicht so schnell erhitzt, lassen sich damit auch sensible G&uuml;ter wie Hackschnitzel, Getreide und Mais sehr einfach aufsammeln und verladen. Herk&ouml;mmliche Schneefr&auml;sen k&ouml;nnen dies nicht. Im Gespr&auml;ch mit lokalen Landwirten hat sich herausgestellt, dass dieses Ger&auml;t aufgrund seiner Multifunktionalit&auml;t gut ankommt.<br /> &nbsp;<br /> Diese Antriebsform ist weltweit einzigartig und spart je nach Einsatzgebiet bis zu 60% an Energie. Da der Fr&auml;sinator eco 2.5 so effizient arbeitet und vergleichsweise viel Energie spart, kann er auch mit antriebsschw&auml;cheren Traktoren oder Unimogs betrieben werden. Die Technologie soll in Zukunft auch in anderen Ger&auml;ten zum Einsatz kommen. Gerade der Bereich der Windenergie ist in den letzten Jahrzehnten immer wichtiger geworden. Damit diese nachhaltige Form der Energiegewinnung in Zukunft noch besser umgesetzt werden kann, soll die NG GREEN TECHNOLOGY k&uuml;nftig auch in Windr&auml;dern eingebaut werden. Ein H&auml;cksler soll ebenfalls damit betrieben werden. Auch hier soll versucht werden, die Technologie so praktisch und effizient wie m&ouml;glich einzusetzen, um Ger&auml;te herzustellen, die f&uuml;r den jeweiligen Nutzer so viele Vorteile wie m&ouml;glich bringen.

  • Flexibles Beschleunigungsrad mit beweglichen Schaufeln<br />
  • Beschleunigt in der Umdrehung von selbst<br />
  • Ger&auml;t ist multifunktional einsetzbar<br />
  • Technologie spart bis zu 60% an Energie<br />
  • Ist effizient und schont die Umwelt<br />

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