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ENERGY GLOBE Austria 2017

Kategorie Luft

Kategoriesieger

Die Modellregion E-Mobility Post und das Projekt „grünes“ Wien 2016

Einreicher: Österreichische Post AG
Bundesland: Wien

Als größter Logistikdienstleister des Landes ist die Österreichische Post in einem sehr energieintensiven Geschäft tätig. Für die Versorgung der österreichischen Bevölkerung legen die MitarbeiterInnen der Post täglich rund 290.000 km zu Fuß, per Fahrrad und Moped sowie per PKW und Transporter zurück. Das Unternehmen benötigt für seine rund 9.500 Fahrzeuge ca. 15 Mio. Liter Treibstoff und in seinen Gebäuden rund 130 Mio. kWh Energie pro Jahr. Dies führt zu CO2-Emissionen, die das globale Klima belasten. In Summe emittiert die Österreichische Post im Zuge ihrer Geschäftstätigkeit jährlich rund 68.500 Tonnen CO2. Mit Hilfe der Modellregion E-Mobility Post und dem Projekt "Grünes Wien“ soll der ökologische Fußabdruck jedoch weiter verringert werden. Die Österreichische Post baut auf E-Fahrzeuge in der Zustellung. Die Fahrzeuge kommen als Ersatz für konventionelle Fahrzeuge zum Einsatz. Die Post betreibt seit Ende 2016 575 E-Fahrräder, 318 E-Mopeds sowie 420 E-Autos. In Summe sind das über 1.300 Elektro-Fahrzeuge und damit die größte E-Flotte Österreichs. Die Fahrzeuge sind energieeffizienter und machen unabhängiger von importiertem Treibstoff. Der Strom kommt aus 2 PV-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1.3 MW peak. Das spart bisher über 1.000 Tonnen CO2 und reduziert Lärmimmissionen, Staub- und NOx-Emissionen. Im Rahmen der Modellregion entstand auch das Projekt „Grünes Wien“. Mit Ende 2016 wickelt die Post alle Brief- und Werbesendungen an PrivatkundInnen in Wien ausschließlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder E-Fahrzeug ab. Durch den täglichen Einsatz im Zustellbetrieb konnten auch umfassende Erfahrungen zu technischen Problemen gesammelt werden. Als Logistikunternehmen mit dem größten Fuhrpark Österreichs will die Österreichische Post Bewusstsein schaffen für Elektromobilität und gleichzeitig seine Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrnehmen. Die Post übernimmt so eine Vorbildwirkung für andere Betriebe und die ZustellerInnen werden zu Botschaftern der E-Mobilität. Gleichzeitig sorgen diese Maßnahmen für MitarbeiterInnenmotivation und -bindung.

  • Größte Elektro-Flotte Österreichs
  • 1300 E-Fahrzeuge (Autos, Mopeds, Fahrräder)
  • Strom stammt aus 2 PV-Anlagen
  • Einsparung von über 1 Tonne CO2
  • Privatkunden in Wien werden umweltfreundlich versorgt



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Energieeffizienz im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz

Einreicher: Ordensklinikum Linz - Krankenhaus Barmherzige Schwestern Betriebsgesellschaft m.b.H.
Bundesland: Oberösterreich

Vom Jahr 2007 bis 2011 ist der durchschnittliche Energieverbrauch der Barmherzigen Schwestern in Linz (BHS Linz) pro Jahr um 3,8% angestiegen. Dieser Anstieg wirkte sich natürlich auch auf die laufenden Kosten des Krankenhauses aus. Die Geschäftsführung erkannte diesen Umstand und wollte diesem Trend entgegenwirken. Am Krankenhausstandort der BHS Linz wurde daher im Jahr 2011 ein Energieeffizienzprojekt mit dem Namen „Re-Commissioning“ gestartet. Dabei wurden sämtliche Betriebs- und Anlagenparameter überprüft und an die geforderten Nutzeranforderungen angepasst. Federführend bei der technischen Umsetzung des Projektes war die SANTESIS Technisches Gebäudemanagement & Service GmbH. Seit dem Jahr 2007 ist der jährliche Energieverbrauch im Durchschnitt um 3,8% gestiegen. Seit dem Projektstart im Jahr 2011 konnte dieser Trend gestoppt und sogar umgekehrt werden. Bis Mitte 2014 wurden so Einsparungen von ca. 2 GWh erzielt. Seit Abschluss des Projekts Mitte 2014 konnte bei steigendem Output des Krankenhauses der Energieverbrauch nahezu konstant gehalten werden. Ende 2014 wurde die Dampferzeugung um eine Wärmerückgewinnung bei der Kondensatanlage und beim Speisewasser-Reindampf erweitert. Durch den Einbau der Wärmerückgewinnungsanlagen werden dem System pro Jahr ca. 440 MWh Wärme zurückgeführt. Des Weiteren wurde in fünf Stationen eines Bauteils des Krankenhauses die Beleuchtung auf LED-Leuchten umgestellt. Einsparungen von bis zu 100.000 kWh sind möglich. Im Herbst 2016 wurde eine Machbarkeitsstudie zur Optimierung der Kältemaschinen durchgeführt. Mehrere Maßnahmen daraus befinden sich in Planung. Im November 2015 wurde ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 in der gesamten Vinzenz-Gruppe eingeführt, zu der das Krankenhaus der BHS Linz gehört. Durch die gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit wird es auch in Zukunft möglich sein, die hohen Qualitätsstandards aufrecht zu erhalten und so einen wichtigen Beitrag für ein funktionierendes Gesundheitssystem zu leisten.

  • Energieeffizienzprojekt für die Barmherzigen Schwestern in Linz
  • Wärmerückgewinnung bei der Kondensatanlage und beim Speisewasser
  • Umstellung der Beleuchtung auf LED
  • Einsparungen von ca. 2 GWh
  • Optimierung der Kältemaschinen in Planung



Wärmerückgewinnung - Stadtwärme

Einreicher: Tirol Milch
Bundesland: Tirol

Für die vielfältigen Prozesse in der Milchverarbeitung wird wegen des notwendigen Temperaturniveaus und der hygienischen Anforderungen Dampf als Erhitzungsmedium verwendet. Eiswasser und Glykolsole dienen für Kühlungsprozesse. Diese Kälte wird mit Kompressionskältemaschinen mit Ammoniak erzeugt. Die Dampferzeugung erfolgt am Standort Tirol Milch Wörgl durch Biomassebefeuerung mit einer Kesselleistung von 10 to Dampf/h. Effiziente Wärmerückgewinnungssysteme werden bereits in der Dampferzeugung und in der Kälteerzeugung eingesetzt. Jedoch wird für beinahe alle Erhitzungsprozesse ein Temperaturniveau von über 60-70°C benötigt. Daher ist die vorhandene Abwärme mit einer niedrigeren Temperatur nicht wirtschaftlich einsetzbar. Durch ein gemeinsames Projekt der Stadtwerke Wörgl und Berglandmilch eGen konnte eine Effizienzsteigerung sowie eine Senkung der CO2-Emissionen erzielt werden. Verschiedene Abwärmeströme der Tirol Milch Wörgl wurden in einer Energiezentrale zusammengeführt und über ein neu errichtetes Wärmenetz an die Wärmekunden in Wörgl verteilt. Mithilfe eines Economisers und Kondensators wird die Abwärme aus dem Rauchgasstrom des Biomasseheizwerks der Tirol Milch Wörgl durch die Stadtwerke Wörgl genutzt. Die im Economiser rückgewonnene Wärme kann direkt für die Fernwärmeversorgung eingesetzt werden. Die im Kondensator rückgewonnene Wärme hat ein zu niedriges Temperaturniveau für den direkten Einsatz in der Fernwärmeversorgung. Es ist daher in der Energiezentrale eine Wärmepumpenanlage vorgesehen, um die Wärme auf ein nutzbares Temperaturniveau zu heben. Sattdampf wird durch einen Dampfkondensator zur Heißwasserbereitstellung verwendet, sofern freie Produktionskapazitäten im Heizwerk vorhanden sind und die Wärme im Fernwärmenetz benötigt wird. Weiters wurden Wärmetauscher errichtet, um die Abwärme von Kälteanlagen zu nutzen. Die Erhitzungswärme des Kältemittels im Fernwärmenetz wird direkt genutzt. Kondensationswärme des Kältemittels wird mittels Kondensator und Anhebung des Temperaturniveaus durch eine Wärmepumpe ausgekoppelt. Durch Regelungsoptimierung bei der Biomasse-Dampfkesselanlage konnte die Effizienz gesteigert und CO2 eingespart werden. Gleichzeitig wurde eine moderne modellbasierte Feuerungsregelung implementiert, wodurch ein effizienterer Anlagenbetrieb erzielt wird. Durch die Regeloptimierung des Biomasse-Dampfkessels und dadurch gleichmäßigere Fahrweise des Kessels ergibt sich ein um 15.000 € verringerter Brennstoffeinsatz jährlich. Als Abwärme konnten in einem Jahr 12.800 MWh der Sorglos Energie übergeben und verrechnet werden.

  • Gemeinsames Projekt der Stadtwerke Wörgl und Berglandmilch eGen
  • Nutzung der Abwärme aus dem Biomasseheizwerk
  • Regelungsoptimierung der Biomasse-Dampfkesselanlage
  • Effizienzsteigerung und verringerter Brennstoffeinsatz
  • Deutliche Senkung von CO2-Emissionen



„Leistbares Wohnen“ und höchste Energieeffizienz Langenegg Unterstein 204 und 206

Einreicher: Morscher Bau-& Projektmanagement GmbH
Bundesland: Vorarlberg

Die Kosten für Wohnraum samt Betriebskosten nehmen einen immer größeren Anteil an dem zur Verfügung stehenden Familieneinkommen ein. Die Firma Morscher Bau-& Projektmanagement GmbH hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, kostengünstigeren Wohnraum zu entwickeln und umzusetzen. Die Gemeinde Langenegg hat im Jahr 2012 einen Bauträgerwettbewerb für die Schaffung von Wohnraum in verdichteter Bauweise auf gemeindeeigenen Grundstücken ausgelobt. In der Auslobung wurde darauf hingewiesen, dass Langenegg eine e5-Gemeinde ist und neben den architektonischen und städtebaulichen Kriterien ganz besonders die energetische Qualität ein wesentlicher Beurteilungsfaktor des Wettbewerbs sein wird. Daraus entstanden 2 Mehrparteienhäuser mit jeweils 6 Wohnungen in zertifizierter „Passivhaus plus“-Qualität. Das Energieniveau „Passivhaus plus“ beschreibt Gebäude, die die sehr hohe Effizienz von Passivhäusern mit einer hohen PV-Erzeugung kombinieren. Der Heizwärmebedarf beträgt 14 bzw. 15 kWh/m²a, der erneuerbare Primärenergiebedarf 47 kWh/m²a und die erzeugte Energie 63 bzw. 64 kWh/m²a. Mit der Entwicklung und Umsetzung der beiden Passivhaus-plus-Mehrparteienhäuser mit einem Verkaufspreis von € 3.600,00 pro m² Wohnnutzfläche hat die Fa. Morscher Bau-& Projektmanagement GmbH den Beweis erbracht, dass solche Gebäudequalitäten zu denselben Verkaufspreisen angeboten werden können wie Gebäude, die die Maximalwerte lt. OIB oder der Vorarlberger Wohnbauförderungsrichtlinie erfüllen. Die tatsächlich abgerechneten Betriebskosten betragen monatlich € 1,30 pro m² Wohnnutzfläche. Das entspricht einer Betriebskosteneinsparung von ca. 35% gegenüber den durchschnittlichen Betriebskosten von neuen Wohnbauten in Vorarlberg. Die Betriebskostenabrechnung der beiden Gebäude belegt, dass die berechneten Energieverbräuche eingehalten oder unterschritten und die berechneten Energiegewinne übertroffen wurden. Die Variantenprüfungen der Haustechniksysteme zeigen, dass rein elektrische Systeme gegenüber Hybridsystemen aus thermischen Gewinnen und einer Solewärmepumpe einen um 461% höheren Primärenergiebedarf haben. Hybridsysteme aus thermischen Gewinnen kombiniert mit einer Luftwärmepumpe haben einen um 244% höheren Primärenergiebedarf. Beide Gebäude wurden vom Passivhausinstitut Darmstadt als Passivhaus plus zertifiziert. Somit sind die beiden Gebäude die ersten zertifizierten „Passivhaus plus“-Objekte in Vorarlberg.

  • 2 Mehrparteienhäuser Passivhaus plus in günstiger Ausführung
  • Gleicher Verkaufspreis wie herkömmliche Gebäude
  • Betriebskosteneinsparung von 35% gegenüber anderen Neubauten
  • Berechnete Energieverbräuche wurden teilweise unterschritten
  • Erste zertifizierte „Passivhaus plus“-Objekte in Vorarlberg



Wesentliche Steigerung der Effizienz von thermischen Solaranlagen

Einreicher: HEIMAT ÖSTERREICH Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft m.b.H.
Bundesland: Salzburg

Thermische Solaranlagen können nicht effizient genutzt werden, wenn die nachgeschaltete Anlagenhydraulik falsch oder fehlerhaft geplant wurde. Eine wesentliche Fehlerquelle stellen zu hohe bzw. überhöhte System-Rücklauftemperaturen dar. Dadurch kann das solare Potenzial nicht vollständig genutzt werden. Speziell bei hydraulischen Anlagen mit dezentraler Trinkwassererwärmung kommt es im laufenden Betrieb sehr häufig zu einer unzulässigen Erhöhung der System-Rücklauftemperaturen über 40°C. Im Zuge des Online-Monitorings seitens Heimat Österreich wurde erkannt, dass die überhöhten System-Rücklauftemperaturen zum Großteil an fehleranfälligen Einbauteilen in den Wohnungsstationen liegen. Eine wesentliche Fehlerquelle in den Wohnungsstationen stellt die sogenannte Warmhaltebrücke dar. Sobald diese defekt ist oder händisch verstellt wird, wird das heiße Vorlauf-Heizungswasser in den Rücklauf gedrückt und es kommt zu einer Erhöhung der Rücklauftemperatur. Diese Temperaturerhöhung ist kontraproduktiv für thermische Solaranlagen. Bisherige Erkenntnisse zeigen, dass ein Großteil der thermischen Solaranlagen in Salzburg nicht bzw. nicht optimal funktioniert. Folglich besteht hier noch erheblicher Verbesserungs- und Optimierungsbedarf. Durch jahrelange Erfahrung im Online-Monitoring von gebäudetechnischen Anlagen erkannte Heimat Österreich ein wesentliches Potenzial zur Optimierung von Solarerträgen. Im Wesentlichen geht es um die ganzjährige Senkung der System-Rücklauftemperaturen bei Anlagen mit dezentraler Trinkwassererwärmung. Durch die tiefen Rücklauftemperaturen wird die Heizwassertemperatur im unteren Teil des Puffspeichers abgesenkt, wodurch die Solarerträge um mindestens 20% gesteigert werden. Zudem werden die Verteilverluste im System merklich reduziert. Durch die Steigerung der Solarerträge und die Reduktion der Verteilverluste wird der Einsatz von zusätzlichen Energieträgern reduziert, was in der Folge auch eine Reduktion von Emissionen nach sich zieht. Das Online-Monitoring zeigt, dass dieses neuartige hydraulische System ganz hervorragend funktioniert. Seit Inbetriebnahme der Anlage konnten ca. 270.000 kWh an thermischer Solarenergie erwirtschaftet werden, das entspricht einer solaren Deckungsrate von >30%.

  • System zur Optimierung von Solarerträgen
  • Ganzjährige Senkung der System-Rücklauftemperaturen
  • Steigerung der Solarerträge um mind. 20%
  • Verteilverluste im System wurden reduziert
  • Solare Deckungsrate von mehr als 30%





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