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ENERGY GLOBE Austria 2017

Kategorie Wasser


Kategoriesieger

Die ökologisch verträgliche Nutzung der Wasserkraft an der Unteren Traisen

Einreicher: ARGE KRAFTWERKE UNTERES TRAISENTAL
Bundesland: Niederösterreich

Das Untere Traisental wird seit Jahrhunderten geprägt von der Kleinwasserkraft. Heute gibt es von St. Pölten bis Traismauer insgesamt 51 Kleinwasserkraftwerke. Sie erzeugen rund 10% des Stroms aus Kleinwasserkraft in Niederösterreich. Alle Kraftwerke befinden sich an den zwei Mühlbächen der Traisen mit jeweils 26 km Länge. Das fehlende Wasser in der Traisen selbst hatte ökologische Auswirkungen und so standen seit 1998 die Kraftwerke ständig unter dem „Damoklesschwert“ der Restwasserabgabe für die Traisen. Dies führte zu einer extremen Verunsicherung und es kam zu einem Stillstand. Weder konnte investiert werden noch gab es eine ökologische Verbesserung für die Traisen. Am 11. Oktober 2011 wurde anlässlich des 600-jährigen Bestehens des Wehrverbandes Herzogenburg das Manifest der Wasserwerksgenossenschaften zur ökologischen Nutzung der Wasserkraft an der Traisen unterzeichnet und damit Investitionssicherheit für die Kraftwerksbetreiber geschaffen. Nun werden freiwillig 500 l/sec Restwasser an die Traisen abgegeben. Die Vision der Kraftwerksbetreiber beinhaltet eine nachhaltige Verbesserung der Ökologie des Flusses Traisen bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung der Wasserkraftwerke in der energetischen Nutzung. Außerdem wurden die Fischereiwirtschaft, die Bevölkerung und die öffentlichen Körperschaften von der Bedeutung einer nachhaltigen ökologischen Wasserkraft in Österreich überzeugt. Aufgrund der technisch sehr spannenden Gegebenheiten mit den langen Ausleitungstrecken und der vielfach unterschiedlichen Interessenslage ist dieses Projekt beispielgebend für viele andere europäische Regionen. Die Kraftwerksbetreiber an der Unteren Traisen übernehmen heute nicht nur Stromproduktion im beträchtlichen Ausmaß, sondern auch die Mitverantwortung für die Ökologie an der Traisen und den respektvollen Umgang zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen.

  • Manifest zur ökologischen Nutzung der Wasserkraft
  • Investitionssicherheit für die Kraftwerksbetreiber
  • Freiwillige Abgabe von 500 l/sec Restwasser an die Traisen
  • Effizienzsteigerung der Wasserkraftwerke
  • Bewusstseinsbildung für nachhaltige Wasserkraft



weitere Nominierte:

Wasserautarker Tunnelreinigungszug

Einreicher: ARGE Reprotex GmbH / Gruschina Transport und Vermietungs GmbH
Bundesland: Oberösterreich

Die Wände und Gleiskörper in Eisenbahntunnels unterliegen einer kontinuierlichen Verschmutzung durch verwirbelten Staub und Schüttgüter, Bremsenabrieb sowie sogbedingte Umwelteinflüsse. Dies führt zu einer Verschlechterung der Wahrnehmung von Signaltafeln und Notbeleuchtungen sowie zu einer Steigerung der Brandgefahr durch Funkenflug. Deshalb müssen die Tunnelabschnitte in periodischen Abständen gereinigt werden. Für die Reinigung von Eisenbahntunnelwänden werden Wasser und Rotationsbürsten eingesetzt. Diese befinden sich auf einem speziell für diesen Zweck zusammengestellten Reinigungszug. Da die erforderlichen Frischwassermengen und die anfallenden Schmutzwassermengen sehr groß sind, wurde von Reprotex eine mobile Wasseraufbereitung entwickelt, die diesen Reinigungszug wasserautark macht. Dadurch können die Tunnels in einem Arbeitsschritt gereinigt werden und es können die für den Betrieb erforderlichen Nachtankungs- und Entsorgungsfahrten vermieden werden. Abgesehen von der eingesparten Frischwassermenge liegen die ökologisch-ökonomischen Vorteile speziell im Wegfall der Transportfahrten, insbesondere mit dem Schmutzwasser hin zu geeigneten Deponien bzw. Abwasserreinigungsanlagen. Das Schmutzwasser besteht zwar nur zu wenigen Prozent aus Schmutz, muss aber trotzdem als Ganzes deponiert werden. Mit der Reprotex Wasseraufbereitung wird der Schmutz aus dem Wasser gefiltert und kann danach mehrfach bis zur Beendigung der Arbeit im Kreis geführt werden. Zusätzlich zum Schutz der Umwelt durch Emissionsvermeidung und Ressourcenschonung konnten in einem aktuellen Projekt über 80% Einsparung für die Wasserlogistik im Kreislaufverfahren erzielt werden.

  • Mobile Wasseraufbereitung für Reinigungszug
  • Tunnel kann in einem Arbeitsschritt gereinigt werden
  • Keine Transportfahrten mehr notwendig
  • Wassereinsparung von 80%
  • Emissionsvermeidung und Ressourcenschonung



Galvano MD - Membrandestillation zur energieeffizienten Behandlung von Galvanikflüssigkeiten

Einreicher: AEE INTEC
Bundesland: Steiermark

In den energie- und ressourcenintensiven Branchen der produzierenden Industrie wie beispielsweise der Metallerzeugung und -verarbeitung sollen Produktionsprozesse durch die effiziente Nutzung von Ressourcen und durch den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen in Zukunft nachhaltiger gestaltet werden. Ansatzpunkte bieten hierbei vor allem jene Arbeitsschritte entlang des Fertigungsprozesses, welche besonders energie- bzw. ressourcenintensiv sind. Ein Beispiel dafür ist in der Metalloberflächenbehandlung das Spülen der Werkstücke in den Galvanik- bzw. Beizbecken. Dabei wird das Werkstück entweder direkt über dem Wirkbad oder in einem externen Becken dem Spülvorgang unterzogen. Erfolgt die Spülung in einem externen Becken, kommt es zum einen zu Ausschleppungen von Prozesswässern und zum anderen zu großen Mengen an Abwasser, die durch Badbestandteile verunreinigt sind. Die Austragung der Wirkstoffe kann zwar durch eine Spülung direkt über dem Wirkbad verringert werden. Durch die ständige Verdünnung des Wirkbades entsteht dadurch jedoch die Notwendigkeit der Aufkonzentrierung des Bades. Aufgrund dieser Problematik fallen im Zuge oberflächenbehandelnder Produktionstätigkeiten verfahrensbedingt Abwässer an, die teilweise als gefährlicher Abfall eingestuft werden. Im Rahmen des Projektes „Galvano-MD“ der AEE INTEC wurde in Kooperation mit dem Unternehmen Rotreat Abwasserreinigung GmbH ein neuartiges Membrandestillationsverfahren zur Rückgewinnung von wertvollen Galvanikbadinhaltsstoffen aus dem Abwasser und zur Schließung des Wasserkreislaufes entwickelt. Durch die kontinuierliche Aufbereitung einer täglichen Menge von 10 m3 an Abwasser können 75% der Menge an eingesetztem Passivierungskonzentrat rückgewonnen werden. Durch die Nutzbarmachung vorhandener Abwärme des Galvanikbetriebes kann zudem die zur Aufbereitung notwendige thermische Energie CO2-neutral zur Verfügung gestellt werden. Die Membrandestillation bietet daher großes Potential zur Steigerung der Energie- sowie Ressourceneffizienz in Industriebetrieben.

  • Innovatives Membrandestillationsverfahren
  • 75% Rückgewinnung von Galvanikbadinhaltsstoffen
  • Gefährlicher Abfall wird verringert
  • Nutzung vorhandener Abwärme des Galvanikbetriebes
  • Steigerung der Energie- sowie Ressourceneffizienz


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