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Spinngefärbte Cellulosefasern

Projekt: Modal® COLOR – spinngefärbte Modalfasern

Einreicher: Lenzing AG

Bundesland: Oberösterreich

Das Färben von Textilien verursacht beträchtliche negative Umwelteinflüsse, da es äußerst energie- und wasserintensiv ist. Außerdem werden oft gefährliche Chemikalien eingesetzt, die nur mangelhaft entsorgt werden (gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern). Die Lenzing AG steht als Faserproduzent ganz am Anfang der textilen Kette, die sie mit Fasern versorgt, die höchsten Nachhaltigkeitsansprüchen genügen. Im Rahmen dieses Projektes wurde nun eine spinngefärbte Cellulose-Faser (Lenzing Modal® COLOR) entwickelt, die nicht mehr nachträglich gefärbt werden muss, da die Farbpigmente in die Faser inkorporiert sind, wodurch mit diesen Fasern auch eine hohe Waschbeständigkeit erzielt wird. Berechnungen auf Basis von Versuchen entlang der textilen Kette zeigen, dass sich mit dieser neuen Fasertype im sogenannten Wet Processing bis zu 80% Energie einsparen lassen - das entspricht ca. 60 MJ pro kg Stoff. Die spinngefärbte Cellulose-Faser bringt aber nicht nur Farben, sondern hat auch ausgezeichnete mechanische Eigenschaften, weshalb sie sich für viele Anwendungen eignet. Neben der Energieeinsparung kann auch noch der Wasserverbrauch um ca. 65% gesenkt werden (entspricht etwa 75 l pro kg Stoff) und die Treibhausgasemissionen um 80% reduziert werden. Ein weiterer Effekt ist, dass sich diese Fasern auch in Anwendungen einsetzen lassen, in denen bisher synthetische Fasern verwendet wurden. Damit werden direkt nicht erneuerbare Rohstoffe (Öl) durch erneuerbare (Holz) ersetzt. Konkret am Markt zu finden sind bereits Obst- und Gemüsenetze auf Basis dieser Fasern. Autositzbezüge befinden sich gerade im Stadium der Kommerzialisierung.

•    Farbpigmente sind bereits in die Faser inkorporiert
•    Hohe Waschbeständigkeit
•    Bis zu 80% Energieeinsparung beim Wet Processing
•    Senkung des Wasserverbrauchs um 65%
•    Reduktion der Treibhausgasemissionen um 80%

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Sonderpreis

Ökosoziales Gesamtprojekt Hochgründeck

Projekt: Ökosoziales Gesamtprojekt Hochgründeck

Einreicher: Hermann Hinterhölzl sen.

Bundesland: Salzburg

Das Heinrich-Kiener-Haus wurde 1886 aus Holz errichtet und seit 1999 von Hermann Hinterhölzl restauriert , selbst bewirtschaftet und zur 1. ökologischen Schutzhütte sowie zum Umweltzeichen- und Klimabündnisbetrieb umgestaltet. Es steht auf dem 1.800 m hohen Hochgründeck - einem der am höchsten mit Fichtenmonokultur bewaldeten Berge Europas. Der umgebende Almboden war fast zugewachsen. Schafe befinden sich im Freilauf auf der Waldweide, die „Bischofshofener Lawinenleite“ unterhalb der Hütte ist stark erosionsgefährdet und die Wanderwege müssen erhalten werden. Der Wald wird für Forstwirtschaft, als Jagd- und Wildlebensraum und für Tourismus genutzt. Hier entstehen Raumnutzungskonflikte, die es gilt, zum Wohle der Natur und der Menschen auszugleichen. Es gibt nur einen nicht öffentlich befahrbaren, geschotterten schmalen Güterweg, weder Stromleitung noch Kanal. Die Trinkwasserquelle befindet sich 100 Höhenmeter unter der Hütte. Die im Jahr benötigte Brennholzmenge (20 rm/a) sowie das Bauholz für die Kirche stammen aus dem Forstprojekt „Umstellung der Fichtenmonokultur auf heimischen Bergmischwald“. Die als Brennholz gefällten Fichten werden durch Neupflanzungen von ca. 1.300 Zirben, 600 Lärchen und 200 Bergahorn pro Jahr zum Teil im Rahmen von Schulprojekten ersetzt. Haus und Kirche werden mit Holz- und Sonnenenergie, unterstützt durch eine kontrollierte Wohnraumbelüftung, geheizt. Die Zubereitung der Speisen für ca. 4.000 Gäste erfolgt mit einem Holzherd. Eine Photovoltaikanlage mit 23 m² versorgt zu 100 % den Betrieb und die Sonnenkollektoren mit 14 m² sorgen für Warmwasser und Heizung sowie die Stabilisierung der Rotte in den Komposttoiletten. Wärmedämmung und ein Luftsolarkollektor verhindern das Auskühlen des Hauses unter 0 Grad im Winter. Die Rotte der Kompost-Trockentoiletten (Wasserersparnis ca. 100.000 l/a) wird zur Erosionsbekämpfung eingesetzt. Alle Matratzen und Kopfkissen sind frei von FCKW und HFCKW und allergenen Stoffen.

•    1. ökologische Schutzhütte
•    Forstprojekt „Umstellung der Fichtenmonokultur auf heimischen Bergmischwald“
•    Photovoltaikanlage versorgt zu 100 % den Betrieb
•    Sonnenkollektoren sorgen für Warmwasser und Heizung
•    Kompost-Trockentoiletten bedeuten eine Wasserersparnis von 100.000 l jährlich

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weitere Nominierte:

Eco-Freiland-Prüfstand

Projekt: Eco-Freiland-Prüfstand

Einreicher: Forschungsbereich für Bauphysik und Schallschutz, TU Wien

Bundesland: Wien

Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre wird neben vielen anderen Treibhausgasen als Hauptursache des Klimawandels gesehen. 40% des gesamten Energieverbrauchs der EU und rund 35% der Treibgasemissionen Europas werden von Gebäuden verursacht. Verständlich, dass „Nachhaltiges Bauen“ in der EU einen der sechs Leitmärkte der Zukunft darstellt. Bei der Produktion, Nutzung und Entsorgung eines Baumaterials setzen wir unseren Lebensraum Substanzen aus, die er in ihrer Fülle und ihrem Ausmaß aufnehmen muss. Sie verbleiben in unserer Luft, im Boden und im Wasser. Nur durch Verwendung von umweltfreundlichen ökologischen Materialien kann gewährleistet werden, dass die Umweltbelastung während der Erzeugung und Nutzungsphase, aber auch zukünftig beim Recycling auf ein Minimum reduziert wird. Aufgrund vieler Vorurteile und Ängste setzt sich die ökologische Bauweise immer noch nicht durch. Um wissenschaftlich fundierte Antworten auf die immer öfter gestellten Fragen betreffend Funktionsfähigkeit, Dauerhaftigkeit, Feuchte, Schimmel, Insekten, etc. zu finden, entsteht derzeit am Forschungsbereich für Bauphysik und Schallschutz der TU Wien ein Freiland-Prüfstand mit einer Vielzahl an Prüffeldern, um zahlreiche ökologische Fassaden-, Dach- und Putzsysteme gründlich erforschen zu können. Ergebnisse dieses Projektes werden ein flächendeckendes, schadenfreies und fehlertolerantes Bauen und Sanieren mit ökologischen Materialien ermöglichen. Mit diesem multifunktionalen Ansatz kann man Energie gewinnen, Heiz- und Kühlenergie sparen, Staub binden, die Luftqualität erhöhen, Lärm mindern und Problemstellungen wie Hitzeinseln oder Überschwemmungen entgegenwirken. Daraus abgeleitet, werden enorme CO2- und Primärenergieeinsparungen ermöglicht.

•    Freiland-Prüfstand mit vielen Prüffeldern
•    Erforschung von ökologischen Fassaden-, Dach- und Putzsystemen
•    Wissenschaftliche Antworten betreffend Funktionsfähigkeit oder Feuchte
•    Baut Ängste und Vorurteile gegenüber der ökologischen Bauweise ab
•    Enorme CO2- und Primärenergieeinsparungen werden ermöglicht

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Naturparkhaus Tiroler Lech

Projekt: Naturparkhaus Tiroler Lech

Einreicher: Architekturbüro Walch ZT GmbH

Bundesland: Tirol

Die Mitarbeiter des Naturparks Tiroler Lech benötigten zur Erfüllung der ihnen auferlegten Aufgaben eine zentrale Anlaufstelle. Die Standortfrage entwickelte sich als große Hürde für die 22 betroffenen Naturparkgemeinden und kurz bevor das Projekt zu scheitern drohte, kam die Idee, das Naturparkhaus auf die Klimmbrücke zu bauen. Somit waren alle ökologischen und marketingstrategischen Vorgaben zu 100% erfüllt - das Naturparkhaus des Naturparks Tiroler Lech auf einer Brücke schwebend mitten in den Lech zu bauen, einen der letzten Wildflüsse in Europa, aber dabei kaum wertvollen Naturgrund zu verbrauchen. Das Naturparkhaus Tiroler Lech wurde auf der vorhandenen Konstruktion der Klimmbrücke errichtet. Die Nutzfläche der Anlage beträgt ca. 210 m², die 100% barrierefrei sind. Errichtet wurde das Naturparkhaus in CO2-sparender Holzbauweise. Die Energieversorgung basiert auf 100% erneuerbarer Energie: Strom wird durch eine 130 m² große Photovoltaikanlage erzeugt, welche um 3.445 kWh/a mehr Energie produziert als das Gesamtgebäude verbraucht. Die Energie für die Warmwasserbereitung und Heizung erfolgt über eine Wärmepumpe (Tiefensonde ca. 130 m). Im Vergleich zu einer Ölheizung in einem Durchschnittshaus werden pro Jahr ca. 2.046 kg CO2 eingespart. Zur Verbrauchsdatenerfassung wurden an jeder energieerzeugenden und energieverbrauchenden Anlage Zähler installiert, um Verbesserungen in Bezug auf den Energieverbrauch sofort durchführen zu können. Das Gebäude selbst hat einen minimalen Grundverbrauch und das 200 m² Gründach gibt der Natur wertvolle Öko-Fläche zurück. Es hat Vorbildcharakter für die Besucher des Naturparks und wird zur Sensibilisierung im Umgang mit Umwelt, Bauen und Energie beitragen. Bauen mit der Natur und nicht gegen die Natur ist die Devise!

•    Für den Bau des Hauses wurde kaum Naturgrund verbraucht
•    CO2-sparende Holzbauweise
•    Energieversorgung basiert auf 100 % erneuerbarer Energie
•    Pro Jahr werden 3.445 kWh mehr Energie produziert als benötigt
•    Einsparung von 2.046 kg CO2-Emissionen jährlich

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Reduzierte Haustechnik: 2226

Projekt: 2226

Einreicher: Baumschlager Eberle Lustenau GmbH

Bundesland: Vorarlberg

Statt Mehrwert bringt zusätzliche Technik oft nur Kosten für die Gebäudenutzer. Die Kosten für den Betrieb und Wartung der Haustechnik „fressen“ häufig die Energieersparnisse auf. Ganz abgesehen davon ist die Haustechnik, welche Komfort und Kostenreduktion bewirken soll, generell mit einer Betriebsdauer von 10 bis 15 Jahren sehr kurzlebig. Das im Zuge dieses Projektes errichtete Haus ohne mechanische Kühlung, Lüftung und Ventilation wurde zunächst als Prototyp ausgelegt, das Konzept lässt sich selbstverständlich auf andere Bauten übertragen. Zum Grundkonzept: Ein höchstkompakter Baukörper mit Ziegeldämmung und hoher Speichermasse bildet den Rahmen für den Fluss der Energieströme. Die daraus resultierende Masseträgheit des Gebäudes sorgt dafür, dass das Haus nie zu kalt oder zu warm wird. Software-gesteuerte Lüftungspaneele unterstützen - je nach Jahres- und Tageszeit - den Luftaustausch zwischen innen und außen. Daher der Name: 2226 bezeichnet ein Komfortklima zwischen weltweit akzeptierten 22 und 26 Grad Celsius, das sich permanent im Haus hält. Vor allem aber, es ist ein Haus aus Stein, mit Wänden, Türen und hohen Räumen. Es benötigt wenig graue Energie und sorgt dank der elementaren Mittel der Architektur für Wohlbefinden. Der weitgehende Verzicht auf die Haustechnik bedeutet wesentlich geringere Betriebskosten, keine Wartungskosten und reduzierte Baukosten. Die Reduktion in der technischen Gebäudeausstattung schlägt sich unmittelbar auf die Errichtungskosten nieder. Mit ca. 1.000,- Euro pro Quadratmeter für den Rohbau, die Technik und Ausstattung kann das Gebäude mit dem konventionellen Bürobau problemlos konkurrieren. 2226 ist repräsentativ für eine leistbare Nachhaltigkeit. Die monatlichen Betriebskosten für das gesamte Gebäude betragen ca. 1.000,- Euro. Wichtig ist bei der Kostenverteilung ein Paradigmenwechsel: Statt in die kurzlebige, ausufernde Haustechnik wird in die Solidität des Gebäudes investiert. Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Erhaltungskosten und höhere Wertschätzung bei den Mietern, die sich in einem komfortablen Ambiente aufhalten können.

•    Haus ohne mechanische Kühlung, Lüftung und Ventilation
•    1.000,- Euro pro Quadratmeter
•    Monatliche Betriebskosten von ca. 1.000,- Euro
•    Komfortklima zwischen 22 und 26 Grad
•    Stark reduzierte Haustechnik

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