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Feuer

Zwei Kategoriesieger

Wasserstoff aus Sonnenstrom im Erdgas-Netz

Projekt: Wasserstoff aus Sonnenstrom im Erdgas-Netz

Einreicher: Netz Oberösterreich GmbH

Bundesland: Oberösterreich

Aufgrund der aktuellen nationalen und europäischen umwelt- und energiepolitischen Zielsetzung ist eine verstärkte Integration erneuerbarer Energieträger in den europäischen Energiemarkt und insbesondere in die Stromproduktion notwendig. Die Primärenergieträger Windkraft und Sonnenenergie unterliegen in ihrem Aufkommen jedoch starken zeitlichen Schwankungen. Einerseits führt eine Periode mit geringer Erzeugung zur Unterversorgung, die durch konventionelle Energieträger bzw. zum Teil aus Speichern abgedeckt werden muss. Anderseits führen Perioden mit hohem Aufkommen zu Stromüberschüssen, die in der Folge gespeichert und gemäß den konventionellen Energiekonzepten zu den Speichern transportiert werden müssen. Bei Fortführung der vorhandenen technischen Lösungsstrategien sind enorme Investitionen in den Ausbau der europäischen Stromnetze zu erwarten. In diesem Projekt wird Strom mit einer Photovoltaik-Anlage in einer kleinen Einheit dezentral erzeugt. Diese Energie wird durch Umwandlung in Wasserstoff im Erdgasnetz gespeichert bzw. mit dem Erdgasnetz verteilt und kann anschließend an beliebigen Punkten aus dem Erdgasnetz entnommen und damit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten in allen drei Energiesegmenten (Verkehr, Wärme oder elektrische Energie) zugeführt werden. Durch diese Systemlösung der Energiespeicherung kann zum einen die Speicherung von in Überschusszeiten aus Windkraft oder Photovoltaik erzeugter Energie vor Ort erfolgen, wodurch Investitionen in den Stromnetzausbau substituiert werden können. Zum anderen kann diese Energie durch die Umwandlung in Wasserstoff und durch die Beimischung zu Erdgas in den bereits bestehenden Gasnetzen ohne große Ausbauvolumina zu den Verbrauchszentren transportiert werden. Mit dem Betrieb der Anlage werden jährlich ca. 700 m³ Wasserstoff bei einem Wirkungsgrad von bis zu ca. 82% erzeugt und in das Erdgasnetz eingespeist. Damit wurde erreicht, dass eine Energiemenge von ca. 2.500 kWh aus der Erzeugung der PV-Anlage in Form von chemischer Energie gespeichert werden konnte. Zusätzlich wurde die Abwärme der Elektrolyse (ca. 830 kWh) für die Vorwärmung in der Erdgasdruckregelstation verwertet, womit importierte Primärenergie substituiert und deren Transportbedarf vermieden wurde.

•    Energie wird durch Umwandlung in Wasserstoff im Erdgasnetz gespeichert
•    Dieses System passt sich an die Schwankungen erneuerbarer Energieträger an
•    Erspart den teuren Ausbau von Stromnetzen
•    700 m³ Wasserstoff jährlich werden erzeugt
•    2.500 kWh von der PV-Anlage werden in Form von chemischer Energie gespeichert

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Smart Grids Modellregion Salzburg

Projekt: Smart Grids Modellregion Salzburg - Rosa Zukunft - HIT - Häuser als integrativer Bestandteil des Smart Grid

Einreicher: Salzburg Wohnbau GmbH (in Kooperation mit Salzburg Netz und Siemens AG)

Bundesland: Salzburg

Der wachsende Anteil regenerativer Energieerzeuger geht einher mit der notwendigen Einbindung von volatilen dezentralen Erzeugern (Windkrafträder, Photovoltaikanlagen, Mini-BHKWs) in die Energienetze. Die eingeschränkte Prognostizierbarkeit von Windaufkommen und Sonneneinstrahlung erschwert es, die dezentralen Erzeuger ins Netz zu integrieren und gleichzeitig die Qualität der Energieversorgung zu garantieren. Das führt dazu, dass verstärkt Leistungsreserven von Kraftwerken und Netzen und Regelenergie bereitgestellt werden müssen. Die Konsequenz ist der ressourcenbelastende und kostenintensive Ausbau von Erzeugungs- und Verteilernetzkapazitäten. Das System wird auf die Spitzenlasten ausgelegt und ist daher prinzipiell suboptimal dimensioniert. Verbraucherseitige Maßnahmen schaffen hier Linderung: Gebäude gehören mit 30% des Energiebedarfs zu den größten Verbrauchergruppen im Netz. Der Bereich der Gebäude und Haushalte birgt daher noch viel erschließbares Potenzial und ist Fokus dieses Demonstrationsvorhabens. Projektziel war die Realisierung einer Smart Grid-optimierten Wohnanlage mit „Leuchtturm-Charakter“, die die Möglichkeiten und den Nutzen von Smart Grids im Umfeld von Gebäuden im praktischen Einsatz erprobt und für eine breitere Öffentlichkeit demonstrierbar und greifbar macht. Im Fokus des Projekts stand die optimale Systemintegration der Gebäude in das Smart Grid (Lastmanagement in Kombination mit dezentraler, erneuerbarer Erzeugung), wobei das Projekt von Beginn an wissenschaftlich begleitet wurde, sodass steuernd in die Planung eingegriffen und wichtige Parameter frühzeitig beeinflusst werden konnten. Ein Sozialkonzept sowie Mobilitätskonzept ergänzend zum Energiekonzept bestärken den umfassenden Projektansatz. Im Vergleich zu herkömmlicher Bauweise werden 18 Tonnen CO2 und 13.000 kWh jährlich eingespart. Die Wohnanlage selbst verbraucht 25.000 kWh und 105.000 kWh können ins Netz eingespeist werden.

•    Smart Grid-optimierte Wohnanlage mit Leuchtturm-Charakter
•    Nutzen von Smart Grids wird sichtbar für die Öffentlichkeit
•    18 Tonnen CO2 und 13.000 kWh werden jährlich eingespart
•    105.000 kWh werden ins Netz eingespeist
•    Umfassender Projektansatz mit Sozial- und Mobilitätskonzept

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weitere Nominierte

Solar Smart City Gleisdorf

Projekt: Solar Smart City Gleisdorf: Innovatives, umweltfreundliches Wohnen in einer Kleinstadt

Einreicher: Feistritzwerke-STEWEAG GmbH

Bundesland: Steiermark

Gleisdorf ist seit Jahrzehnten flächendeckend mit Gas versorgt. Um aber die EU Klimaschutzziele zu erreichen, hat der Gemeinderat auf Vorschlag der Stadtwerke Gleisdorf im Jahre 2009 das "Gleisdorfer Klimaschutzprogramm 2015" beschlossen. Die Umstellung der Wärmeversorgung von Gas auf solare Biowärme war einer der Hauptpunkte. Im Laufe des Projektes wurden 7.750 m² Sonnenkollektoren, 750 kW Photovoltaikanlagen, 2.500 kW Biomasseheizwerke, 3.000 kW private Biomasseheizungen, 1.500 kW Wasserkraftwerke, ein 180 kW Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk und 10 öffentliche Solar-Elektroladestationen errichtet sowie 300 Elektrofahrzeuge angeschafft. Ein smartes solares Biowärmenetz wurde aufgebaut, in das Biomasseheizwerke, Sonnenkollektoranlagen mit Pufferspeicher, Pflanzenöl-Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen und Gaskessel (die die Lastspitzen abdecken) Wärme einspeisen und damit eine umweltfreundliche, kostengünstige Wärmeversorgung ermöglichen. Weiters wurden ein Smart Grid Stromnetz mit Strom aus Wasserkraftwerken, Photovoltaikanlagen, Pflanzenöl-BHKW, Smart Meter und smarten PV Systemen sowie ein ressourcenschonendes und verlustarmes Wasserleitungsnetz mit automatischer Lecküberwachung errichtet. Bis zum Jahr 2013 wurden folgende Umsetzungswerte erreicht: Strom wird zu 100% aus erneuerbarer Energie gewonnen, Wärme zu 22% und Warmwasser zu 100%. Umweltfreundlich und nachhaltig zu leben und dabei eine innovative High-Tech-Infrastruktur nutzen zu können, das alles bietet die Solar Smart City Gleisdorf. So lebt man in Gleisdorf im Grünen und hat dabei die Infrastruktur einer Großstadt mit intelligenten, umweltfreundlichen, nachhaltigen und innovativen Energieangeboten. Es ist mittlerweile ein Knotenpunkt für Wasser, Verkehr, Strom, Kommunikation, Handel und ist Zentrum für Solarenergie. Wissenschaftliche Umwelteinrichtungen, Gewerbe und Energieunternehmen mit Umweltprodukten und Umweltangeboten sind hier zu Hause. Solar Smart City Gleisdorf bietet der Wirtschaft und Bevölkerung kostengünstige und umweltfreundliche Lebensbedingungen.

•    Umstellung von Gas auf solare Biowärme
•    Strom und Warmwasser sind zu 100% aus erneuerbarer Energie
•    Smart Grid Stromnetz wurde aufgebaut
•    10 öffentliche Solar-Elektroladestationen
•    Gleisdorf ist ein Zentrum für Solarenergie

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2in1 - Light & Heat

Projekt: „2in1 - Light & Heat“

Einreicher: Redwell Manufaktur GmbH

Bundesland: Burgenland

Aufgrund der hohen Nachfrage für die Integration von Lichtelementen bei Deckenheizungen wurden in den letzten Jahren zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten angedacht. Eine grundsätzliche Problematik war dabei, dass das Gewicht von z.B. wasserbetriebenen Heizsystemen enormen Einfluss auf die Statik hat. Zudem fällt für die Installation ein erheblicher Mehraufwand im Gegensatz zu elektrisch betriebenen Heizungen an. Das Produkt „2in1 – Light & Heat“ ist eine Kombination von Heiz- und Lichtsystemen: Sie sind energie- und platzsparend, umweltschonend und verbreiten zudem angenehme Wärme durch Infrarotstrahlung in einem hochwertigen Design. Die speziell konzipierte Infrarotheiztechnik liegt im mittleren Bauteil der runden Deckenelemente. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Größenvarianten mit Wattleistungen von ca. 400 bis 2.000 Watt. Einsatzgebiete sind Büro- und Betriebsgebäude, Gastronomie- und Hotelbetriebe, Produktions- und Veranstaltungshallen und auch private Wohnbereiche. Die Kombination von Licht und Heizung ermöglicht eine gemeinsame Nutzung der Energiequelle ohne aufwändige Installationen von Heiz- und Lichttechnik, die beide für die oben genannten Einsatzgebiete erforderlich sind. Zudem entfallen zusätzliche Heiz- und Brennstofflagerräume.. Eine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist nicht gegeben. Das Einsparungspotenzial liegt bei ca. 50% im Gegensatz zu wasserbetriebenen Heizsystemen. Zusammenfassend bietet die neue Produktkombination Einsparungspotentiale zu konventionellen Heizsystemen hinsichtlich Energieverbrauch, Anschaffungskosten, Installationskosten, notwendigem Platzaufwand, Umweltschonung und hat auch gesundheitliche Vorteile: Infrarotstrahlen erwärmen das Mauerwerk und alle Objekte im Raum und erzeugen keine Luftzirkulation, somit wird auch die Aufwirbelung von Staub, Bakterien, etc. gehemmt.

•    Unabhängig von fossilen Brennstoffen
•    CO2-neutral bei Betrieb mit Ökostrom
•    Erneuerbare Energie kann eingesetzt werden
•    Einsparungspotenzial liegt bei 50%
•    Gesundheitliche Vorteile

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Verbund Stromhilfefonds der Caritas

Projekt: Verbund Stromhilfefonds der Caritas

Einreicher: Caritas Österreich

Bundesland: Kärnten

426.000 Menschen (rund 5% der Bevölkerung) leben derzeit in Österreich in manifester Armut. Mehr als eine Million Menschen (14,4% der Bevölkerung) sind bereits arm oder gefährdet, in die Armut abzugleiten. Rund 263.000 Menschen in Österreich geben an, ihre Wohnungen nicht angemessen warm halten zu können. Die Betroffenen geben oft einen großen Anteil ihres Einkommens für Energie aus, sind von Abschaltungen betroffen und schränken ihren Energiekonsum auf Kosten der Gesundheit ein. Armutsbetroffene Haushalte befinden sich in einer Zwickmühle, denn sie können aufgrund mangelnder Ressourcen oft nicht ausreichend in Energieeffizienzmaßnahmen investieren. Der VERBUND-Stromhilfefonds der Caritas wurde im November 2009 ins Leben gerufen. Diese Initiative hilft notleidenden Menschen in Österreich aus der Energiearmut und entlastet gleichzeitig die Umwelt. Das Projekt hilft durch drei aufeinander abgestimmte Schritte, nämlich eine einmalige finanzielle Soforthilfe, eine Energieberatung und den Austausch eines alten, stromfressenden Haushaltsgerätes. Seit November 2009 wurden bereits mehr als 2.500 Haushalte unterstützt. Bei den Zweitberatungen, die ein Jahr später stattfinden, zeigt sich, dass 92% der Haushalte die Tipps umgesetzt haben und etwa 72% tatsächliche Stromeinsparungen erzielen konnten. Die durchschnittliche Einsparung betrug etwa 1.500 kWh, also etwa EUR 300,- pro Haushalt. Außerdem fanden zahlreiche Workshops für KlientInnen statt, bei denen den KlientInnen Informationen zum Thema Energiesparen sowie spezifische Inhalte wie etwa das Lesen einer Stromrechnung oder der Standby-Verbrauch vermittelt wurden. Auch die klimarelevanten Auswirkungen sind enorm: Insgesamt konnten seit 2009 durch Energieberatungen, die Vergabe von Steckerleisten, Energiesparlampen oder Duschköpfen sowie den Austausch ineffizienter Geräte etwa 381 Tonnen CO2 eingespart werden. Um diese Menge CO2 zu binden, müsste man etwa 30.480 Bäume pflanzen.

•    Notleidenden Menschen wird geholfen
•    Die Umwelt wird entlastet
•    2.500 Haushalte wurden bisher unterstützt
•    381 Tonnen CO2 wurden eingespart
•    72% der Haushalte erzielten Stromeinsparungen

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