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Luft

Kategoriesieger

Der ländliche Raum ISTmobil

Projekt: Der ländliche Raum ISTmobil

Einreicher: ISTmobil GmbH

Bundesland: Steiermark

Periphere Regionen verfügen sehr oft über keine optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr bzw. über keine flächendeckende ÖV-Versorgung. In den betroffenen Gemeinden gibt es an schulfreien Tagen kaum öffentliche Verkehrsangebote. Fahrten innerhalb einer Gemeinde können zumeist nur mit dem eigenen Auto durchgeführt werden, wodurch die Abhängigkeit vom eigenen Pkw steigt. Die Tendenz zum Besitz eines Zweit- oder Drittautos pro Haushalt zeichnet sich ab. Es fehlt vor allem an einem ausreichenden Angebot öffentlicher Verkehrsmittel für die sogenannte „letzte Meile“. Diese Lücken im Verkehrsangebot können auch nicht von bestehenden lokalen Taxi- oder Mietwagenunternehmen in einem ausreichenden Maß geschlossen werden. So ergibt sich ein ständig steigender Motorisierungsgrad der ländlichen Bevölkerung. Nicht nur die Mobilitätskosten für die einzelnen Personen werden somit immer höher, sondern auch die Kosten für die Allgemeinheit. Das ISTmobil bringt Fahrgäste innerhalb einer Region zu den wichtigsten Orten und bietet darüber hinaus Anschluss zum höherrangigen öffentlichen Verkehrsnetz. Für die Disponierung wird, mit der eigens entwickelten ISTdis Software, eine GPS-gesteuerte Routenoptimierung verwendet. Durch eine hohe Besetzungsrate von durchschnittlich 4,8 Personen je Fahrt und kilometersparende Disposition der Fahrzeuge konnten in der Pilotregion Südsteirische Weinstraße Gesamteinsparungen von 152,06 t CO2/Jahr, 467,65 kg NOx/Jahr und 27,82 kg Feinstaub/Jahr erreicht werden. Positive soziale Aspekte des Projektes sind vor allem die Bereitstellung einer uneingeschränkten Mobilität, erhöhte Lebensqualität, die Entlastung von privaten Hol- und Bringdiensten sowie die Möglichkeit, spezielle Zielgruppen zu fördern. Ökonomisch positive Effekte des Projektes sind etwa die Schaffung bzw. Absicherung von Arbeitsplätzen (Büro, Call Center, Fahrzeuglenker, …) und ein positiver Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.

•    Verbessert die Lebensqualität im ländlichen Raum
•    GPS-gesteuerte Routenoptimierung
•    Durchschnittlich 4,8 Personen je Fahrt
•    Beitrag zur regionalen Wertschöpfung
•    Einsparung von 152,06 t CO2 und 467,65 kg NOx pro Jahr

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weitere Nominierte

Klimaschutzmaßnahmen der Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach

Projekt: Klimaschutzmaßnahmen der Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach

Einreicher: Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach

Bundesland: Kärnten

Die Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach ist flächenmäßig eine der größten Gemeinden Österreichs und hat nur 2.400 Einwohner. Sie ist eine starke Abwanderungsgemeinde, hat keinen Autobahnanschluss sowie keine Zugverbindungen, ist dafür aber reich an Wald und Wasser. Der gesamte Energieverbrauch der Gemeinde (Strom, Heizung und Mobilität) betrug vor 23 Jahren ca. 52,1 GWh/Jahr, davon stammten 24,5 GWh aus fossiler Energie. Klimaneutral waren damals die vielen Holzheizungen, einige Hackschnitzelheizungen sowie in Kärnten Strom aus Wasserkraft. Die Gemeinde produzierte selbst Energie aus Wasserkraft und solare Wärmeenergie von 28,6 GWh. Die gemeindeeigenen Gebäude wurden durchwegs mit Öl beheizt. Die Klimaschutzgemeinde Eisenkappel-Vellach, erste Gemeinde weltweit mit der ISO 50001 Zertifizierung hat mit der Schaffung von Zukunftsgesprächen innerhalb von 23 Jahren den Verbrauch an fossiler Energie in der gesamten Gemeinde um 54% gesenkt. Gleichzeitig wurde die Produktion von erneuerbarer Energien um 53% gesteigert. Mit optimaler Nutzung der Medien, einer guten Kommunikation mit der Bevölkerung sowie einem in diesem Punkt einheitlichen Auftreten der Gemeindepolitik wurde eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt. So entstand eine Fernwärmeanlage auf Biomassebasis, wurden Wasserkraftwerke gebaut, Photovoltaikanlagen, wurde ein E-Carsharing eingerichtet, Elektrotankstellen, wurden Verkehrskonzepte erstellt, eine neue Parkraumbewirtschaftung, optimale Fuß- und Radwege, wurde die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt, alle Schulen in einem energetisch optimal sanierten Bildungszentrum untergebracht, wurden die regionalen Produkte und Dienstleistungen gefördert und die Beschaffung in der Gemeinde neu geregelt.

•    Erste Gemeinde weltweit mit ISO 50001 Zertifizierung
•    Verbrauch von fossiler Energie wurde um 54% gesenkt
•    Produktion von erneuerbarer Energie wurde um 53 % gesteigert
•    Fernwärmeanlage auf Biomassebasis und Wasserkraftwerke
•    E-Carsharing und Elektrotankstellen

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Onlineplattform spart Transportwege

Projekt: checkrobin.com - Private bringen's

Einreicher: checkrobin GmbH

Bundesland: Wien

Auf Österreichs Straßen sind mehrere Millionen Kubikmeter ungenützter Laderaum unterwegs. Allein auf den Strecken Wien-München und Wien-Klagenfurt fahren pro Tag rund 50.000 Autos, die durchschnittlich nur mit 1,27 Personen besetzt sind. Zusätzlich belasten diese Autos durch ihre Emissionen die Umwelt und die Autofahrer kämpfen mit signifikant gestiegenen Spritpreisen. Der Wachstumsmotor e-commerce treibt den Markt für Expresssendung stark an. Hier entwickelt sich ein Fokus auf Zustellung noch am gleichen Tag. Dies ist jedoch durch herkömmliche Lösungen außerhalb von Stadtgebieten nicht lösbar. Allein in Österreich werden jährlich rund 150 Millionen Pakete ins In- und Ausland verschickt. Der österreichische Paketmarkt ist jedoch von einer relativ hohen Inflexibilität geprägt. checkrobin.com ist die erste Mitfahrgelegenheit für Pakete, die Privatpersonen effektiv miteinander vernetzt, um gemeinsam einen einfachen, flexiblen und schnellen Transport von Dingen aller Art zu ermöglichen. Oder anders gesagt: Täglich fahren tausende Autos mit leerem Kofferraum auf Österreichs Straßen - warum diesen wertvollen Laderaum also nicht sinnvoll als schnellen und einfachen Transportweg nutzen? Durch diese Initiative werden Fahrer unabhängig vom Verkehrsmittel und Sender vernetzt. Durch die Bereitstellung einer Onlineplattform können Fahrer ihren Laderaum auf Fahrten, die sie ohnehin fahren, anbieten, den die Sender nutzen können. Der Fahrer erhält einen Fahrtkostenzuschuss für seine Fahrt und kann somit seine Spritkosten senken. Sender haben einen einfachen, flexiblen und schnellen Transport ihrer Sendung und müssen ihre dringende Sendung nicht selbst an den Bestimmungsort bringen, sondern der Fahrer tut dies noch am selben Tag. Aktuell haben sich bereits rund 12.000 User auf checkrobin.com registriert, die zusammen über 60.000 Fahrten in das System eingestellt haben. Bei 1.000 Sendungen pro Tag können so 4.270,5 t CO2 im Jahr eingespart werden.

•    Laderaum bei alltäglichen Fahrten wird ausgenutzt
•    Fahrer erhält einen Fahrtkostenzuschuss für seine Fahrt
•    Fahrten für Transportsendungen werden eingespart
•    Über 60.000 Fahrten wurden bisher angeboten
•    Bei 1.000 Sendungen pro Tag werden 4.270,5 t CO2 jährlich gespart

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Managementsystem der zertifizierten Rauchfangkehrer Österreichs

Projekt: Managementsystem der zertifizierten Rauchfangkehrer Österreichs

Einreicher: Wirtschaftskammer Österreich Bundesverband der Rauchfangkehrer in Vertretung für die zertifizierten Rauchfangkehrer Österreichs

Bundesland: in jedem Bundesland

Die Rauchfangkehrer übernehmen seit Jahrhunderten die wichtige gesellschaftliche Funktion des vorbeugenden Brandschutzes und des Umweltschutzes. Um diese Aufgaben auf höchstem Niveau leisten zu können, hat der Bundesverband der Österreichischen Rauchfangkehrer 2010 ein gemeinsames Umwelt- und Qualitätsmanagementsystem für die gesamte Branche ins Leben gerufen. Mit einer durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 6 Mitarbeitern fallen die Rauchfangkehrerbetriebe unter den Begriff Kleinstbetriebe, für die das Führen eines eigenen Umwelt- und Qualitätsmanagementsystems und dessen Zertifizierung eine unzumutbare wirtschaftliche und zeitliche Belastung darstellt, wie ein aus dem Jahr 2000 stammendes Projekt bereits bestätigte. Dies führte zur Idee eines Branchenkonzeptes, das deshalb möglich ist, weil die Tätigkeiten in den Betrieben aufgrund des gesetzlichen Auftrages an die Rauchfangkehrer relativ ähnlich sind. Österreichweit gibt es bereits 6 Landesinnungen und über 150 Standorte von Rauchfangkehrerbetrieben, die an diesem gemeinsamen Managementsystem teilnehmen. Mit Jahresende 2014 wurden alle Standorte erfolgreich nach ISO 9001, ISO 14001 und der EMAS-VO zertifiziert. Im Managementsystem der zertifizierten Rauchfangkehrer Österreichs wird höchstes Augenmerk auf Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt, damit sie neben der Erbringung des gesetzlichen Auftrages die Kunden auch noch bestens hinsichtlich Heizverhalten und Sicherheit beraten können. Für sämtliche 834 Mitarbeiter der Betriebe wird nun ein Schulungsplan geführt, der technische, persönliche und sicherheitstechnische Themen umfasst. Die Betriebe und Innungen setzen sich im Rahmen ihrer Verbesserungsprogramme auch selbst hohe Ziele zur Einsparung der eigenen Energieverbräuche und CO2-Emissionen, indem sie Maßnahmen, vor allem im Bereich des Fuhrparks, der Routenplanung und der eigenen Kesselanlagen, planen und umsetzen. Von 2011 bis 2013 konnte der Jahresenergieverbrauch pro Standort bereits um ca. 8.200 kWh bzw. 10% gesenkt werden, dies entspricht einer Reduktion von ca. 15% bzw. 213 t CO2. Wirtschaftlich gesehen entspricht dies einer jährlichen Einsparung pro Standort von etwa € 415,- bzw. einer Reduktion von 5-10% der Energiekosten.

•    Aus- und Weiterbildung der 834 Mitarbeiter
•    Energiekosten wurden um 5-10% reduziert
•    Jahresenergieverbrauch pro Standort um ca. 8.200 kWh gesenkt
•    Reduktion der CO2-Emissionen um 213 t
•    Alle Standorte wurden erfolgreich zertifiziert

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