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Wasser

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ZEMAP-Technologie

Projekt: PYROMARS + ZEMAP: Technologie zur Beseitigung von Nitraten in Abwässern bei der Herstellung von Edelstahl

Einreicher: Andritz AG

Bundesland: Wien

Bei der Oberflächenbehandlung bzw. Herstellung von Edelstahl fallen große Mengen an verbrauchten Säuremischungen an. Diese hochgiftigen Säuren, bestehend in erster Linie aus Fluss- und Salpetersäure, werden üblicherweise in Neutralisationsanlagen behandelt. Fluoride werden neutralisiert und anschließend in Form von Schlamm deponiert. Die Nitrate sind, im Gegensatz zu den Fluoriden, nicht fällbar und solange keine aufwendige biologische Behandlung im Einsatz ist, enden sie letztendlich im Grundwasser und werden vom Menschen wieder aufgenommen. Der menschliche Körper wandelt dieses Nitrat in Nitrit um. Im erhöhten Maß schädigt Nitrit den menschlichen Körper. Die Nitratbelastung ist hauptsächlich aus der Landwirtschaft bekannt, kann aber genauso in großen Mengen von der Industrie kommen. Durch die Zugabe der nitrathaltigen Abwässer in der Natur, insbesondere in Entwicklungsländern oder Ländern mit lockeren Umweltauflagen, werden Flüsse und Bäche dauerhaft geschädigt. Es entsteht ein starkes Wachstum des Phytoplanktons in den Gewässern mit bereits bekannten Auswirkungen aus der Überdüngung. Die PYROMARS-Technologie wurde entwickelt, um die verbrauchte Fluss- und Salpetersäure aus dem Beizprozess (Abbeize) bei der Edelstahlproduktion wieder zu gewinnen und im selben Prozess wieder zu verwenden. Ungefähr ein Drittel der Säuren aus der Beizsektion werden in die nachgeschaltete Spülsektion verschleppt. Vor kurzem wurde die ZEMAP-Technologie (= Zero Effluent Mixed Acid Pickling) entwickelt, um die Abwässer der Spülsektion zu behandeln und sie anschließend zu regenerieren. Das säurehaltige Konzentrat aus der ZEMAP-Anlage wird in einer PYROMARS-Anlage behandelt bzw. regeneriert und das reine Kondensat wieder in der Spülsektion eingesetzt. Die ZEMAP-Technologie schaffte den Durchbruch nach langjähriger Forschung und Entwicklung im Jahr 2014. Die erste Anlage wird in Taiwan gebaut. So entsteht das erste Edelstahlwerk der Welt ohne aufwendige biologische Behandlung und mit 100% nitratfreiem Abwasser.

•    Flüsse und Bäche werden geschont
•    100% nitratfreies Abwasser
•    Keine aufwendige biologische Behandlung nötig
•    Verhindert Phytoplankton in den Gewässern
•    Vermeidet Nitratbelastung des menschlichen Körpers

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weitere Nominierte

Mobile Wasseraufbereitung

Projekt: Mobile Wasseraufbereitung für Kreislaufführung von Prozessabwässern

Einreicher: Reprotex GmbH

Bundesland: Oberösterreich

Wasser kommt in industriellen Anwendungen und hier im Speziellen für den Abtrag von Materialschichten, immer mehr zum Einsatz. Hierbei wird das Wasser mittels Pumpen auf einen sehr hohen Druck gebracht und anschließend über Düsen auf die abzutragende Schicht gestrahlt. Das dabei entstehende Schmutzwasser wurde bisher entweder im Ganzen deponiert, was hohe Kosten verursacht, da es sich um große Volumina handelt, über eine Kaskade von Absetzbecken sedimentationsfiltriert, was sehr langsam vor sich geht, da kolloidale Bestandteile sowie gelöste Stoffe im Wasser verbleiben, oder unerlaubterweise auch direkt eingeleitet. Um hier eine geeignete Lösung anzubieten, wurde von Reprotex GmbH eine mobile Wasseraufbereitungsanlage entwickelt, mit der das Wasser vor Ort in höchstmöglicher Qualität aufbereitet wird, sodass es permanent im Kreislauf des Arbeitsprozesses wiederverwendet werden kann. In diesem Aufbereitungsverfahren können bis zu 90% des Wassers recycelt werden und nur der verbleibende Schmutzanteil wird in Form von Schlamm für die weitere Deponierung ausgetragen. Mit diesem Verfahren kann die Ressource Wasser enorm geschont werden, da bereits bei einer einzigen Anlage, wie bei Bausanierungsmaßnahmen üblich, über 4,5 Millionen Liter Wasser pro Jahr eingespart werden könnten. Im Zuge der pH-Wert Neutralisierung des aufbereiteten Wassers wird CO2 verwendet und in Kohlensäure umgewandelt. Somit kann man im weiteren Sinne von CO2-Abbau sprechen.

•    Wasser wird in höchstmöglicher Qualität aufbereitet
•    Kann permanent wiederverwendet werden
•    Bis zu 90% des Wassers können recycelt werden
•    Über 4,5 Millionen Liter Wasser pro Jahr werden bei einer Anlage gespart
•    CO2 wird abgebaut

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Floodprotect: Hochwasserschutz und Öko-Energiegewinnung

Projekt: Floodprotect = Hochwasserschutz und Öko-Energiegewinnung

Einreicher: FLOODPROTECT

Bundesland: Vorarlberg

FLOODPROTECT ist eine Kombination von Hochwasserschutz und Öko-Energiegewinnung. Das gleiche Bauwerk, welches als Hochwasserschutz gebraucht wird, kann gleichzeitig als sehr großer saisonaler Energiespeicher sowie zur Gewinnung von sauberer (Wärme-)Energie verwendet werden. Beide Technologien funktionieren auch unabhängig voneinander, die Grundidee ist jedoch, dass die Erlöse aus der Energiegewinnung den Hochwasserschutz finanzieren - und später sogar noch Profite abwerfen. Für den Hochwasserschutz vorgesehene Budgetmittel in den Finanzressorts von Bund/Land/Gemeinde können dort eingespart und für andere Zwecke verwendet werden, da er sich durch die Energiegewinnung nun selbst finanziert. Durch die im großen Rahmen mögliche saisonale Energiespeicherung und Energiegewinnung, welche Sonnenenergie sowie die sonst im Sommer oft ungenutzte Abwärme der Industrie nutzbar macht, können sehr hohe Energiemengen, die oft aus fossilen Energiequellen stammen, substituiert werden. Aktuell wird in Vorarlberg in einem bestehenden Hochwasser-Retentionsbecken ein 1:1 Pilotprojekt mit einer Länge von 100 Metern und einem Speichervolumen mit einer Masse von rund 10.000 Tonnen gebaut. Neben den Versuchen im Zusammenhang mit dem FLOODPROTECT Hochwasserschutz-System wird dort insbesondere auch die Energiespeicherung und Energiegewinnung getestet. Diese Masse wird im Frühling und Sommer mit Wärme-Energie aufgeladen, und im Winter wird die darin gespeicherte Wärme an umliegende Verbraucher abgegeben. Neben industrieller Abwärme wird der Wärmespeicher auch mit solarer Wärme aus Sonnenkollektoren befüllt. Über Solarpaneele werden Umwälzpumpen betrieben, welche das heiße Wasser immer dann, wenn die Sonne scheint, in den Boden pumpen, um dort die Energie einzulagern. Das System funktioniert völlig autark, es wird für den reinen Speicher- und Ladevorgang keine externe Energiequelle benötigt. Am Standort des Pilotprojektes befinden sich Industrieunternehmen, welche derzeit etwa 10 GWh Wärme ungenutzt in die Atmosphäre abblasen. Bei dieser Energiemenge ist der Strom für den Antrieb der elektrisch betriebenen Ventilatoren noch nicht berücksichtigt. Durch die saisonale Speicherung dieser Energiemenge können voraussichtlich rund 50-70% dieser Energiemenge nutzbar gemacht werden. Neben den Bürogebäuden der Energielieferanten können auch mehrere Wohnhäuser sowie eine Hackschnitzel-Trocknungsanlage mit Wärmeenergie versorgt werden.

•    Kombination von Hochwasserschutz und Öko-Energiegewinnung
•    50 bis 70% der Industrieabwärme kann genutzt werden
•    Mehrere Wohnhäuser und Bürogebäude werden mit Wärmeenergie versorgt
•    Speichermasse von 10.000 Tonnen
•    System funktioniert völlig autark

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