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ENERGY GLOBE Austria 2018

Kategorie Luft


Kategoriesieger

FCREEV - Fuel Cell Range Extended Electric Vehicle

Einreicher: Magna Steyr
Bundesland: Steiermark

Die breite Markteinführung von emissionsfreien Fahrzeugen scheitert momentan an den Kosten, der limitierten Reichweite oder der fehlenden Infrastruktur. Emissionsfreie Fahrzeuge wie batterieelektrisch betriebene oder Brennstoffzellen-Fahrzeuge haben derzeit noch gravierende Nachteile für den Endkunden. Entweder sind die Herstellungskosten sehr hoch oder die Ladezeiten zu lang. Im Rahmen dieses Projektes entwickelten die Projektpartner Magna Steyr Engineering AG & Co KG, HyCentA Research GmbH, Proton Motor Fuel Cell GmbH und das Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der Technischen Universität Wien gemeinsam ein einzigartiges Fahrzeugkonzept namens FCREEV - (Fuel Cell Range Extended Electric Vehicle). Dieses könnte ein künftiger Lösungsansatz für sehr große Reichweiten im völlig emissionsfreien Fahrbetrieb sein. Der Brennstoffzellen-Range-Extender fährt mithilfe der Batterie Kurzstrecken und kann durch die Erweiterung des Antriebsstrangkonzeptes mittels Brennstoffzellensystem auch sehr große, völlig emissionsfreie Reichweiten entsprechend der Wasserstofftankfüllung ermöglichen. Die Vorteile unterschiedlicher Technologien werden somit genutzt, um bekannte Nachteile wie beispielsweise den zeitintensiven Ladevorgang rein batterieelektrischer Fahrzeuge zu kompensieren. Vorhandene Infrastruktur kann zum Nachladen der kleinen Batterie verwendet werden, während der Range Extender durch die hohe Energiedichte des Wasserstoffs sehr rasch wieder aufgeladen werden kann, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Ziel des Projektes war es, ein CO2-freies Gesamtfahrzeug-Antriebsstrangkonzept für große Reichweiten und mit zugleich kurzer Nachladezeit zu schaffen. Diese Optimierung ermöglicht breitere Kundenakzeptanz und die Marktdurchdringung CO2-freier Fahrzeuge. Das ganzheitliche innovative Antriebskonzept wurde in einem straßenzugelassenen Prototypfahrzeug zur Demonstration umgesetzt. Neben dem klassischen PKW-Bereich hat dieses Konzept vor allem bei Nutzfahrzeugen großes Potential. Ein wichtiges Einsatzgebiet liegt bei Logistikunternehmen, die im Zustellbereich deutlich größere Tagesstrecken als private Nutzer zurücklegen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass CO2-freie Zonen im innerstädtischen Bereich erweitert werden und dort keine diesel- oder benzinbetriebenen Fahrzeuge unterwegs sein dürfen. Auch für Taxiflotten in großen Städten ist dies eine tolle Möglichkeit, die Fahrgäste umweltfreundlich zu transportieren.

  • Innovatives Antriebskonzept für emissionsfreie Fahrzeuge
  • Vorteile von verschiedenen Antriebsarten werden kombiniert
  • Kleine Batterie kann an E-Tankstellen aufgeladen werden
  • Brennstoffzelle ist sehr rasch aufladbar
  • Diese Kombination ermöglicht breite Kundenakzeptanz



weitere Nominierte:

11er Energie-Kreislauf

Einreicher: 11er Nahrungsmittel GmbH
Bundesland: Vorarlberg

Die 11er Nahrungsmittel GmbH betreibt am Standort Frastanz ein Werk für die Produktion von Konvenienzprodukten aus Kartoffeln und verarbeitet jährlich ca. 80.000 t Rohkartoffeln. Aus diesen Rohkartoffeln werden dabei in verschiedenen Verarbeitungsprozessen Tiefkühlprodukte wie Pommes Frites, Kartoffel-Rösti, Rösti-Taschen oder Kroketten in vielfältigen Varianten erzeugt. Bei den Verarbeitungsschritten fallen von der Annahme der Rohkartoffel bis zum fertigen Produkt organische Reststoffe wie Schälbrei, Sortierreste, herausgelöste Stärke, Altöle und Produktionsausschuss an. Daraus kann ein hochenergetischer Mischschlamm aufbereitet werden. Für seine außergewöhnlichen Kartoffelspezialitäten war 11er schon immer bekannt. In den letzten Jahren hat der österreichische Familienbetrieb aber auch durch seine Bemühungen in Sachen Klimaschutz Aufsehen erregt. Mit der Inbetriebnahme der neuen, kapazitätsstärkeren Biogasanlage Anfang 2017 wurde ein Meilenstein in puncto Nachhaltigkeit erreicht, da nun jährlich bis zu 5.500 Tonnen CO2 eingespart werden. Sämtliche Produktionsabfälle des Unternehmens wie beispielsweise Kartoffelschalen werden in der neuen Anlage zu Biogas in Erdgas- und Treibstoffqualität verwertet. Dieser Treibstoff wird wiederum zum täglichen Transport der Kartoffeln verwendet. So schließt sich der Energiekreislauf am 11er Betriebsgelände. Das entwickelte Verfahren ist in den Einzelkomponenten auf dem bestmöglichen Stand der Technik und für die Branche einzigartig. Jede Verfahrensstufe ist individuell konfiguriert und verfügt zum Teil über innovative Details, die in dieser spezifischen Form erstmals realisiert wurden. So verbleibt zum Beispiel in der Stufe der Gasreinigung der elementare Schwefel im Gärrest und wird so dem Boden wieder rückgeführt. Hier deuten erste Kompostversuche darauf hin, dass aus dem Gärrest hochwertige Komposte und Erden entwickelt werden können. Dadurch wird der Kreislauf vollständig geschlossen.

  • Produktionsabfälle werden zu Biogas verarbeitet
  • Biogas wird als Treibstoff zum Kartoffeltransport verwendet
  • Einzigartiges Verfahren in der Lebensmittelbranche
  • Einsparung von 5500 t CO2
  • Entwicklung von hochwertigem Kompost aus Gärrest



Trennsieb mit ballistischer Sichter-Vorrichtung zur Abfallbehandlung

Einreicher: Sinawehl GmbH Umwelttechnik
Bundesland: Burgenland

Herkömmliche Sortiersysteme können nur trockenen Müll aufbereiten. Da aber gerade in Dritte-Welt-Ländern und Schwellenländern kaum korrekt getrennt wird, nimmt der Müll zunehmend mehr Feuchtigkeit auf und wird als Nassmüll zur Recyclinganlage angeliefert. Dadurch sinkt die Trennschärfe bei herkömmlichen Sortieranlagen, weil diese für Trockenmüll ausgelegt sind. Somit wird eine solche Anlage ineffizient und es ist wieder mehr Handarbeit nötig. Um dieses Problem zu lösen und effizientes Recycling zu betrieben, wurde das bestehende Trennsieb weiterentwickelt. Das Trennsieb ist das Herzstück jeder Recyclinganlage im Hausmüllbereich. Es ermöglicht vor allem Kommunen und Müllanlagenbetreibern aus Abfällen effizient und einfach Ressourcen zu gewinnen. Mit dem Trennsieb kann ein Teilchengemisch (z.B. Restmüll, Plastikmüll) in drei Fraktionen (2D-, Sieb- und 3D-Fraktion) getrennt werden. Mengen von 30 bis 200 m³/h werden sortiert. Die drei Fraktionen können anschließend händisch oder maschinell weiter getrennt werden. Mit dem neuen Trennsieb kann jetzt erstmals auch Nassmüll effizient getrennt werden. Im Vergleich zu anderen Sortiersystemen wird eine höhere Trennschärfe erzielt und die Siebfraktion ist so gut, dass diese gleich als Kompost weiterverwendet werden kann. Durch die hohe Trennschärfe werden in wirtschaftlicher Hinsicht Einsparungen für Kommunen und Müllanlagenbetreiber möglich. Außerdem wird Zeit gespart, da bei der Siebfraktion keine weitere Aufbereitung mehr nötig ist. Nach ersten Testbetrieben bei einem Müllaufbereiter in der näheren Umgebung konnten bereits sehr gute Trennergebnisse erzielt werden. Vor allem die Siebfraktion wurde als ""toller Kompost"" gelobt. Nun ist das Trennsieb bei Müllanlagen in Polen im Testbetrieb, um internationale Erfahrungswerte zu sammeln. Die Innovation besteht darin, dass anstelle des Lochbleches Seile verwendet werden. Aus Stabilitätsgründen gibt es bei einem Lochblech nur 50% bis 60% Siebfläche, während bei den Seilen eine Siebfläche von rund 80% bis 90% erreicht wird. Weiters kann sich der Nassmüll bei den Seilen weniger anhaften und es kann zu keiner Beeinträchtigung des Trennergebnisses kommen.

  • Weiterentwicklung des Trennsiebes in Recyclinganlagen
  • Erstmals kann auch Nassmüll effizient getrennt werden
  • Kosten- und Zeiteinsparungen
  • Trennschärfe ist signifikant höher
  • Siebfläche von 80-90%



Elektrifizierter Betriebsfuhrpark

Einreicher: Gerald Windisch, Pizza Call Innsbruck
Bundesland: Tirol

Pizza Call Innsbruck ist der erste Pizzalieferant in Österreich, der seinen kompletten, aus mehreren Fahrzeugen bestehenden Fuhrpark rein elektrisch ausgerichtet hat. Seit 2012 befinden sich nun schon 14 Elektro-Scooter im Besitz der Firma. Der Geschäftsführer wollte ein Vorreiter in Sachen Elektromobilität im urbanen Raum sein, was zum damaligen Zeitpunkt noch sehr ungewöhnlich war. Start des Projekts war im Herbst 2011, einer Zeit, in der über Elektromobilität zwar in Ansätzen gesprochen wurde, aber kaum jemand konkrete Projekte verfolgte. Als größtes Hindernis erwies sich die Suche nach geeigneten Rollern, da zu dieser Zeit nur sehr wenige Roller am Markt verfüg-bar waren und es außerdem in Innsbruck keinen Händler und somit keinen Service gab. Nach lan-ger Recherche und vielen Messebesuchen wurde im März 2012 ein Händler in Innsbruck gefun-den, der die Produkte eines deutschen Herstellers vertrieb. Die nächste Schwierigkeit war die Adaptierung der verfügbaren Produkte, um sie für die Essenslieferung in einer großen Stadt kom-patibel zu machen. Ständige Störungen der Elektronik und der technischen Komponenten, vor al-lem aber die ständigen Probleme und Ausfälle der Akkus ließen die Firma oft an ihre Grenzen sto-ßen. Trotzdem gaben sie nicht auf und sind heute noch Marktführer im Segment der Essensliefe-rung in Innsbruck. In 5 Jahren konnten so rund 70 Tonnen CO2, Stickoxide und Feinstaub einge-spart werden. Zusätzlich erzeugen die Roller keine Fahrgeräusche, was der urbanen Lärmreduktion dient und den Bürgerinnen und Bürgern ein angenehmes Wohnen ermöglicht. Mittlerweile wird ge-meinsam mit Partnern versucht, einen geeigneten Lieferroller herzustellen, der den europäischen technischen Mindeststandards in Norm, Fahrersicherheit und Akkutechnologie entspricht. Essens-lieferung ohne Emissionen, Schadstoffe oder Lärm – Pizza Call macht vor, wie das geht!

  • 1. umweltfreundlicher Pizzalieferant
  • Kompletter Fuhrpark wurde elektrifiziert
  • Essenslieferung ohne Emissionen und Lärm
  • Pionier im Bereich Elektromobilität
  • Einsparung von 70 Tonnen CO2





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