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ENERGY GLOBE Austria 2019

Sieger in der Kategorie Erde

QUARTIERSSANIERUNG STRUBERGASSE

Einreicher: Stadt Salzburg
Bundesland: Salzburg

Die Stadt Salzburg ist Eigentümerin von 26 Wohngebäuden im Stadtteil Lehen. Diese Gebäude waren sanierungsbedürftig und entsprachen weder von der thermischen Gebäudequalität noch von der Grundrissgestaltung den zeitgemäßen Anforderungen. Die früher üblichen kleinen Wohnküchen-Kabinett-Wohnungen sind heute kaum mehr zu vermieten. Die Gebäude waren nicht zentral beheizt, sondern zu ca. 50% wurden noch Einzelheizungen mit Kohle oder Holz betrieben. Bei Neuvermietungen wurden Einzelgasthermen eingebaut. In einigen Objekten gab es massive Probleme mit Schimmel und der Schallschutz innerhalb des Hauses war ein Problem. Die Erneuerung dieser Gebäude in der Strubergassen-Siedlung ist Salzburgs größtes Projekt einer Quartierssanierung. Die 26 Häuser aus den 1950er und 1960er Jahren wurden begutachtet und in Zusammenarbeit mit der Stadtpolitik und den Bewohnern ein Sanierungskonzept für das gesamte Areal entwickelt. Zwischen 2012 und 2013 wurden 14 Häuser mit 286 Wohnungen umfassend saniert und von 2013 bis 2018 wurden 12 Häuser in Etappen abgebrochen und 350 neue Wohnungen errichtet. 337 Familien wurden im Zuge dieser Baumaßnahmen umgesiedelt, vielen konnte in Neubauten in unmittelbarer Nachbarschaft eine schöne, neue Wohnung vermittelt werden. Mit einem durchgängigen Freiraumkonzept wurden nun die alten und neuen Bauteile verbunden, Fahrradabstellplätze und Gemeinschaftsgärten errichtet und die (zuvor unbefriedigende) Organisation der PKW-Abstellplätze neu geordnet. Durch die energetische Verbesserung der Gebäude und den Umstieg auf umweltfreundliche Beheizung können so ca. 1.500 Tonnen CO2 im Jahr in dieser Siedlung eingespart werden, außerdem wurde der Energiebedarf um 60% reduziert.

  • Ganzheitliche Erneuerung der Strubergassen-Siedlung
  • Sanierung von 286 Wohnungen und Errichtung von 350 neuen Wohnungen
  • Verbindung der alten und neuen Bauteile durch ein Freiraumkonzept
  • Einsparung von 60% Energie durch energetische Verbesserung
  • Energieeffiziente Bauweise und Einsatz erneuerbarer Energieträger



Nominiert in der Kategorie Erde

AUTARKES PLUSENERGIEHAUS

Einreicher: Fam. Löser-Müllner
Bundesland: Niederösterreich

Dieses Wohngebäude mit 200 m2 Nutzfläche wurde nach Süden ausgerichtet und mit großen Fensterflächen geplant, um den Heizbedarf zu reduzieren. Im Sommer schützt die intelligente Beschattung der Wohnräume diese vor direkter Sonneneinstrahlung und Überhitzung, sorgt aber dennoch für genügend Tageslicht. Die Wärmeversorgung und Bereitstellung des Warmwassers erfolgt durch eine Wasser-Wärmepumpe mit Erdkollektor. Durch diesen 50 Meter langen Erdkollektor wird die Frischluft in der kühlen Jahreszeit bereits vorgewärmt, außerdem wird über einen Wärmetauscher der Abluft zusätzlich die Wärme entzogen. Im Sommer funktioniert das umgekehrt, dann wird die warme Luft über den Erdkollektor abgekühlt und sorgt im Wohnbereich für ein angenehmes Raumklima. Das im Haus anfallende Abwasser wird in einer Dreikammeranlage gesammelt und mechanisch vorgereinigt. In einem weiteren Schritt werden die Feststoffe vom Abwasser getrennt. Anschließend wird es durch Mikroorganismen in einem Sand- und Kies-Bodenfilter gereinigt. Die Sauerstoffzufuhr erfolgt ganz natürlich durch die im Bodenfilter vorhandenen Schilfpflanzen und die schwallweise Füllung des Filterbeckens. Das angeschlossene Biotop, das mit dem gereinigten Wasser versorgt wird, ist ein Refugium für Flora und Fauna. Die Stromversorgung erfolgt durch die Photovoltaikanlage am Dach, die mit 8.500 kWh jährlich weit mehr Strom erzeugt als benötigt wird. Der gesamte Haushalt und sogar das E-Auto können dadurch versorgt werden. Der Überschuss von rund 1.800 kWh wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Durch den hauseigenen Brunnen kann auf den Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung und die Kanalisation verzichtet werden.

  • Große Fensterflächen senken den Heizbedarf
  • Intelligente Beschattung schützt Wohnräume vor Überhitzung
  • Wasser-Wärmepumpe mit Erdkollektor stellt Wärme und Warmwasser bereit
  • Umweltfreundliche Reinigung des Abwassers
  • Biotop für Kleinlebewesen



SANIERUNG DER VOLKSSCHULE IN REICHENAU/MKR. "EINE ZWEITE HAUT! - EIN MAßANZUG AUS HOLZ"

Einreicher: Tp3 Architekten ZT. GmbH, HENTER / RABENGRUBER
Bundesland: Oberösterreich

Sanierungen stellen eine immer größere und verantwortungsvollere Herausforderung dar. Viele Gebäude entsprechen in ihrer technischen und planerischen Konzeption nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mit einer umfassenden Gebäudesanierung wird die Ausrichtung eines Bauwerks für die nächsten Jahrzehnte festgelegt. Deshalb ist es besonders wichtig, neben energetischen Verbesserungen den Mehrwert einer Sanierung zu sehen. Neben der rein funktionalen und räumlichen Erweiterung des bestehenden Schulgebäudes stand für die Tp3-Architekten die Frage nach einem verantwortungsvollen Sanierungskonzept im Vordergrund. Die Fragen nach einem „sanften Umbau“, die Verringerung der Abbrucharbeiten und des Deponieaufwandes, der Einsatz von ökologischen Baustoffen, die Reduzierung von kunststoffbasierten Baustoffen und die Bindung von CO2 waren nur einige Schwerpunktthemen. Die Volksschule in Reichenau war in den 1970er Jahren in Stahlbetonbauweise mit vorgehängten Waschbeton-Fassadenplatten errichtet worden. Die thermische Hülle war in schlechtem Zustand und die Räumlichkeiten waren auch nicht mehr groß genug für die heutigen Anforderungen, weswegen eine umfassende und gesamtheitliche Gebäudesanierung geplant wurde. Eine vorgesetzte und hinterlüftete Holzfassade ermöglichte es, den massiven Bestandsbau zur Gänze zu belassen. Eine neue, luftdichte und hochwärmegedämmte Holzriegelkonstruktion umhüllt nun die Fassade und das Dach. Von Anfang an wurde Wert daraufgelegt, ein Sanierungskonzept zu entwickeln, das auch für zukünftige Sanierungen als Beispiel dienen kann und für andere Gebäude anwendbar ist. Durch die umgesetzten Sanierungsmaßnahmen konnte trotz einer Flächenvergrößerung des Schulgebäudes der Heizwärmebedarf um ca. 50% reduziert, der Energieverbrauch deutlich gesenkt und ca. 245 Tonnen CO2 gebunden werden!

  • Nachhaltige Sanierung mit hinterlüfteter Holzfassade
  • Verwendung von ökologischen Baustoffen
  • Sanierungskonzept ist auch für andere Gebäude anwendbar
  • Reduktion des Heizwärmebedarfs um 50% trotz Flächenvergrößerung
  • Fast 250 Tonnen CO2 wurden gebunden



 
 
 
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