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ENERGY GLOBE Austria 2019

Sieger in der Kategorie Feuer

HEIZEN MIT EIS – PRO EARTH BEI PRO-JECT

Einreicher: Audio Tuning Vertriebs GmbH
Bundesland: Niederösterreich

Die Audio Tuning Vertriebs GmbH mit Firmensitz in Wien hat zwei Geschäftsbereiche: Einerseits den Großhandel von hochwertigen Audio- und Hifi-Produkten mit über 50 Marken im Sortiment, die in Österreich über den Fachhandel, Fachmärkte und Internethändler vertrieben werden. Der zweite und größere Teil ist die Eigenmarke „Pro-Ject“, unter der seit 27 Jahren Hifi-Ware produziert und vertrieben wird. Für Pro-Ject ist Energieeffizienz genauso wichtig wie Produktqualität oder Langlebigkeit. Es wird Wert daraufgelegt, dass die Produkte und Elektronik so wenig Energie wie möglich benötigen. Diese Philosophie wurde nun auch auf das Gebäude des Firmensitzes umgelegt. Das Ziel ist, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen und vorhandene erneuerbare Energiequellen bestmöglich zu nutzen. Im Sommer 2017 wurde der neue Hauptsitz von Pro-Ject im hügeligen Weinviertel in Niederösterreich eröffnet. Das Gebäude mit 1.200 m² Büro-, Kunden- und Entwicklungsfläche und 3.000 m² Zentrallagerfläche wird mithilfe von umweltfreundlichen Quellen geheizt und gekühlt. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage mit einer Leistung von 240 kW wurde installiert, die von zwei Energiequellen gespeist wird. Zum einen von Solar-Luftabsorbern auf dem Hallendach, zum anderen durch einen riesigen Wassertank von 1.000 m³ Wasser, der über einen Meter tief unter der Erde vergraben ist – der Eisspeicher. Dieser Eisspeicher fungiert als „Energiebatterie“, die im Winter wohlige Wärme und im Sommer erfrischende Kühle liefert. Durch dieses intelligente Heizsystem kann das insgesamt 4.200 m2 große Gebäude auf das Jahr gerechnet ohne zusätzlichen Energieaufwand geheizt und gekühlt werden.

  • Motto: Niedriger Energieverbrauch und Nutzung von erneuerbaren Quellen
  • 4.200 m2 werden umweltfreundlich geheizt und gekühlt
  • Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage mit einer Leistung von 240 kW
  • Solar-Luftabsorber auf dem Hallendach, Wassertank unter der Erde für die Kühlung
  • Auf das Jahr gerechnet wird kein zusätzlicher Energieaufwand benötigt



INTELLIGENTE SENSOREN FÜR EISDETEKTION UND MEHR AN WINDKRAFTANLAGEN

Einreicher: eologix sensor technology gmbh
Bundesland: Steiermark

Etwa 25% der Windkraftanlagen weltweit werden in Gebieten errichtet, wo es im Winter Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt hat und es durch Wolken, Nebel oder Niederschläge zu Eisbildung an den Rotorblättern kommt. Eis auf den Rotorblättern hat mehrere Auswirkungen: Zunächst kommt es zu einer Veränderung der Oberflächeneigenschaften des Rotorblatts durch das anhaftende Eis, wodurch es zu stark verringerter Leistung der Anlage kommt. Dadurch geht bei Windkraftanlagen Energie verloren. Bei dickeren Eisschichten kann es zur Unwucht der Anlage bzw. zur Gefährdung der Umgebung durch herabfallende Eisstücke kommen. In diesem Fall muss die Anlage abgestellt werden und das Eis taut entweder durch steigende Umgebungstemperaturen wieder ab oder bei einigen Anlagen vorhandene Einrichtungen zur Abtauung der Rotorblätter werden aktiviert. Das muss aber zum richtigen Zeitpunkt und für die richtige Dauer gemacht werden, um nicht erfolglos Energie zu verbrauchen. Herkömmliche Systeme schalten oft zu früh ab und verursachen lange Stillstandszeiten. Das Unternehmen eologix sensor technology gmbh hat einen Eis- und Temperatursensor für Windkraftanlagen entwickelt. Das System aus drahtlosen Sensoren misst Eis, das sich im Winter auf den Rotorblättern bildet. Dabei wird auf Kabelverbindungen aller Art verzichtet: Energie wird aus Umgebungslicht (solar) gewonnen, zwischengespeichert, Messdaten von einer intelligenten Elektronik erfasst und diese per Funk in das Maschinenhaus übertragen. Der Sensor selbst ist dünn und mechanisch flexibel. Eis kann bereits ab einer Dicke von wenigen Zehntel Millimetern erkannt werden. Durch die intelligenten Sensoren kann die Stillstandszeit um bis zu 90% reduziert und somit mehr grüner, CO2-neutraler Strom ins Netz eingespeist werden. Für jede z.B. in Deutschland eingespeiste Megawattstunde Windstrom entfallen Emissionen von mindestens 500 kg CO2.

  • Intelligente Sensoren für Windkraftanlagen
  • Der Sensor erkennt sogar sehr dünne Eisschichten
  • Drahtloser, dünner und flexibler Sensor, der für jede Anlage geeignet ist
  • Stillstandszeit wird um bis zu 90% reduziert
  • Pro Megawattstunde Windstrom entfallen Emissionen von 500 kg CO2



Nominiert in der Kategorie Feuer

GROßWÄRMEPUMPE SIMMERING

Einreicher: Wien Energie GmbH
Bundesland: Wien

Die Erreichung der Klimaziele von Paris 2015 setzt eine rasche Steigerung des erneuerbaren Anteils über alle Sektoren voraus. Im Bereich der Fernwärme kann dies durch die Nutzbarmachung von Abwärme aus Gewerbe, Industrie, Abwasserkanälen, Kläranlagen, etc. bewerkstelligt werden. Um die genannten Wärmequellen nützen zu können, werden Wärmepumpen benötigt. Damit wird den erneuerbaren Quellen durch den Einsatz von Strom Wärme auf einem niedrigen Temperaturniveau entzogen und auf das für den Wärmeverbraucher benötigte Temperaturniveau angehoben. Die Strategie von Wien Energie GmbH sieht die Diversifikation des Erzeugungsportfolios vor. Daher soll der Anteil erneuerbarer Energien im Fernwärmebereich von derzeit 18% auf rund 40% im Jahr 2030 gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bestehende Abwärme-Potentiale in das Fernwärmenetz integriert werden. Die Wien Energie verbaute daher die Großwärmepumpe in Wien Simmering mit einer speziellen Regelungs- und Bedientechnik, um trotz der Temperaturschwankungen der Wärmequelle (Donaukanal + Kühlkreislauf von bestehenden KWK-Anlagen) kontinuierlich Wärme mit einem konstanten Temperaturniveau in das Fernwärmesystem einspeisen zu können. Durch die Produktion der umweltfreundlichen Fernwärme aus der Großwärmepumpe Simmering können 25.000 Wiener Haushalte mit Wärme versorgt und 40.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Das Projekt dient als Musteranlage für die zukünftigen alternativen Projekte von Wien Energie GmbH, die zumeist mit ähnlichen Bedingungen im Betrieb, nämlich Temperaturschwankungen der Quelle und hohem Temperaturniveau im Fernwärmenetz, zurechtkommen müssen.

  • Großwärmepumpe Simmering mit spezieller Regelungs- und Bedientechnik
  • Trotz hoher Temperaturschwankungen wird kontinuierlich Wärme eingespeist
  • 25.000 Wiener Haushalte werden mit umweltfreundlicher Wärme versorgt
  • 40.000 Tonnen CO2 jährlich werden eingespart
  • Musteranlage für zukünftige Projekte mit ähnlichen Bedingungen



INDUSTRIELLE ABWÄRMEAUSKOPPELUNG UND ERRICHTUNG EINES FERNWÄRMENETZES - KOOPERATION ZWISCHEN INDUSTRIE, ENERGIEVERSORGUNGSUNTERNEHMEN UND DER STADT GMUNDEN

Einreicher: Energie AG Oberösterreich Erzeugung GmbH
Bundesland: Oberösterreich

Im Mai 2018 erfolgte in Kooperation mit dem Zementwerk Hatschek GmbH der Spatenstich zu einem neuen Fernwärmeprojekt in Gmunden. Durch die Errichtung einer Anlage zur Abwärme-Auskoppelung im Zementwerk Hatschek GmbH wird die im Produktionsprozess entstehende industrielle Abwärme gebündelt und zur Wärmeversorgung in Gmunden bereitgestellt. Die Leistung der ausgekoppelten Wärme beträgt rund 8 MWh. Das entspricht der Leistung, die für die Versorgung von rund 1.000 Haushalten erforderlich ist. Zur Sicherstellung der Fernwärmeversorgung in Spitzen- sowie Wartungszeiten wird eine Heizzentrale mit einem Warmwasserkessel und einem Fernwärmespeicher am Werksgelände des Zementwerks errichtet. Gleichzeitig erfolgt der Bau eines Fernwärmenetzes mit rund 4 km Länge durch die Energie AG Oberösterreich Erzeugung GmbH. Der Bau erfolgt in drei Abschnitten, wobei der 1. Abschnitt des Fernwärmenetzes mit mehr als 1.000 m Fernwärmeleitung bereits erfolgreich abgeschlossen wurde. Die weiteren 2 Abschnitte werden bis zum Frühjahr 2020 finalisiert. Das Projekt ermöglicht die Auskopplung von bisher ungenützter Abwärme. Die Nutzung industrieller Abwärme ersetzt fossile Energieträger, vermeidet Emissionen (Einsparung von rund 3.800 Tonnen CO2/Jahr durch Substitution von Erdgas und Heizöl) und schont Ressourcen nachhaltig.

  • Fernwärmeprojekt in Gmunden in Kooperation mit einem Zementwerk
  • Anlage zur Abwärme-Auskoppelung bündelt die industrielle Abwärme
  • 1000 Haushalte werden über die Abwärme mit Wärme versorgt
  • Fernwärmeversorgung auch in Spitzen- und Wartungszeiten
  • Reduktion an Erdgas und Heizöl, Vermeidung von Schadstoffen



 
 
 
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