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ENERGY GLOBE Austria 2019

Sieger in der Kategorie Jugend

HUMANENERGY

Einreicher: Leonhard Winkler, Christoph Schnitzinger (HTL Braunau)
Bundesland: Oberösterreich

Elektrisch aktive Implantate sind maßgeblich dafür verantwortlich, die Lebensqualität von Menschen mit Beeinträchtigungen oder Alterserscheinungen zu verbessern. Sie haben sich im medizinischen Einsatz bereits durchgesetzt und ermöglichen es, verschiedene Körperfunktionen zu ersetzen. Die wohl gängigsten Beispiele, nämlich Herzschrittmacher bzw. Defibrillatoren, sind aus der Medizin heute nicht mehr wegzudenken. So werden in Österreich pro Jahr ca. 10.000 Neu- bzw. Reimplantationen durchgeführt. Diese kleinen medizinischen Geräte überwachen den Herzrhythmus und geben bei Kammerflimmern oder Herzrasen elektrische Impulse ab. Diese können dann den Herzrhythmus wieder normalisieren und dadurch einen Herzstillstand abwehren. Die Funktionstüchtigkeit dieser Geräte ist nach wenigen, meist vier bis fünf Jahren, drastisch gesunken und sie müssen getauscht werden. Dieser operative Eingriff kann äußerst belastend sein und es können unter Umständen fatale Infektionen entstehen. Eine vielversprechende Lösung dafür ist eine autarke Energieversorgung für medizinische Mikroimplantate mittels einer implantierbaren Glukose-Brennstoffzelle, die im Maturaprojekt „Human Energy“ entwickelt wurde. Das Implantat wird mithilfe eines Nanopartikel-Katalysators, der körpereigenen Zucker in nutzbare Energie umsetzt, betrieben. Somit ist die Lebensdauer von Implantaten nicht mehr von einer begrenzten Batteriekapazität abhängig. Durch ein Bindemittel zum leitfähigen Binden des Katalysators an eine Metalloberfläche kann das Mikroimplantat außerdem möglichst klein gehalten werden.

  • Herzschrittmacher verbessern die Lebensqualität von Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Im Maturaprojekt wurde eine leistungsstarke Glukosebrennstoffzelle entwickelt
  • Nanopartikel-Katalysator wandelt körpereigenen Zucker in elektrische Energie um
  • Bindemittel ermöglicht Binden des Katalysators an eine Metalloberfläche
  • Operative Eingriffe werden überflüssig



Nominiert in der Kategorie Jugend

VOLKSSCHULKINDER WERDEN KLIMAFIT

Einreicher: Volksschule Prutz
Bundesland: Tirol

Die Region Tiroler Oberland (Prutz-Fendels-Kaunertal) ist massiv von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Dies äußert sich beispielsweise in Erdrutschen, Lawinen oder Herausforderungen im regionalen Obstanbau wie Schädlingsbefall, sehr trockenen Perioden oder hohen Ernteausfällen. 2018 wurde der Bereich Ried – Serfaus auch wirtschaftlich massiv beeinträchtigt, da ein gewaltiger Erdrutsch sich negativ auf den Tourismus und Verkehr auswirkte. Dies wurde in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Kaunergrat und der Biologin Ulli Totschnigg zum Anlass genommen, die Schüler und Schülerinnen der Region zu einem besonderen Klimaprojekt einzuladen. Auch die jeweiligen Gemeinden sowie örtliche Sponsoren konnten mit eingebunden werden. Die Zielgruppe waren Schüler der 3. und 4. Schulstufe aus den drei Volkssschulen Prutz, Fendels und Kaunertal, die unter einer gemeinsamen Schulleitung stehen. Schon in den Vorjahren wurden verschiedene Projekte im Bereich Umweltschutz durchgeführt. Als Referenten bzw. „Klimazeugen vor Ort“ für das Klimaprojekt konnten Fachleute aus den Bereichen Obstbau, Wald- und Forstwirtschaft und Berg-Schiführer gewonnen werden. Sie konnten am besten die Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen vermitteln, die der Klimawandel in dieser Region mit sich bringt. Drei Schwerpunkte wurden angeboten: In den Schulen wurden Workshops von Klimaexperten des Naturparks Kaunergrat gehalten, in denen die theoretischen Grundlagen vermittelt wurden. Anschließend wurden die Schüler in Exkursionen von den Klimazeugen aus den jeweiligen Heimatorten Prutz, Fendels und Kaunertal an die konkreten Auswirkungen des Klimawandels für die Region herangeführt. Den Höhepunkt und Abschluss des Projekts bildete eine Gletscherexkursion zum Gepatschferner, wo man die massiven Auswirkungen des Klimawandels mit eigenen Augen sehen kann.

  • Klimaprojekt für die Volkssschulen Prutz, Fendels und Kaunertal
  • Zielgruppe: Schüler der 3. und 4. Schulstufe
  • In Kooperation mit dem Naturpark Kaunergrat und einer Biologin
  • Fachleute aus verschiedenen Bereichen engagierten sich
  • Workshops und Exkursionen deckten Theorie und Praxis ab



„GUT-GEH-RAUM“ DER SCHULE SCHENDLINGEN MIT FILM „SELBSTSTÄNDIG ZUR SCHULE“

Einreicher: Amt der Landeshauptstadt Bregenz
Bundesland: Vorarlberg

Die Landeshauptstadt Bregenz hat 2017 durch den Neubau der Schule Schendlingen eine Volks- und eine Mittelschule zusammengeführt. Die Schüleranzahl hat sich durch diese Zusammenlegung der beiden Schulen von 300 auf 600 verdoppelt. Schon vor dem Neubau ergab eine Mobilitätsanalyse, dass die Straßen und Gehsteige relativ schmal sind und Kapazitätsengpässe sowohl für den öffentlichen Verkehr als auch für den Individualverkehr bestehen. Das Mobilitätsbewusstsein der Beteiligten war außerdem gering ausgeprägt. Um das befürchtete Verkehrschaos, das zwangsläufig durch die Elterntaxis entsteht abzuwenden, und außerdem mehr Sicherheit für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen, wurden mehrere Maßnahmen entwickelt. Der sogenannte „Gut-Geh-Raum“ wurde etabliert und beinhaltet ein Fahrverbot zu Schulzeiten von 7:15 bis 17 Uhr. Eine Sackgasse bietet genug Fläche für eine Bushaltestelle und die Parkplätze wurden stark reduziert. Dadurch entstand genug Platz für größere Radabstellanlagen und die Durchwegung des Schulumfeldes konnte verbessert werden. Neben Elternschreiben, Infoblättern und Medienberichten wurde der Kurzfilm „Selbstständig zur Schule“ gedreht. Auf amüsante Weise wird in nur 45 Sekunden allen Beteiligten die Maßnahme erklärt und dafür geworben, dass weniger Autos vor Schulen sinnvoll sind. Der Film wurde vor Schulbeginn 2017 bei der offiziellen Direktorenkonferenz, an der alle Volksschul- und Mittelschuldirektoren teilnahmen, gezeigt. Er wurde auch allen Schulen zugänglich gemacht, um ihn an Elternabenden vorzuführen. Laufende Kommunikationsmaßnahmen führen die Initiative kontinuierlich fort. Durch dieses Projekt ist das Verkehrsaufkommen gesunken, der Schulweg sicherer geworden und die Nachbarn erfreuen sich an einem ruhigeren Wohnumfeld.

  • Neubau einer Schule führte zur Verdopplung der Schüleranzahl und mehr Verkehrschaos
  • Etablierung vom „Gut-Geh-Raum“
  • Fahrverbot in der Wuhrwaldstraße von 7:15 bis 17 Uhr
  • Kurzfilm „Selbstständig zur Schule“, um Verständnis für die Maßnahme zu erzeugen
  • Weniger Verkehr, mehr Sicherheit für Kinder und Jugendliche



 
 
 
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