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ENERGY GLOBE Austria 2019

Sieger in der Kategorie Luft

LEUCHTTURMPROJEKT „BETRIEBLICHE MOBILITÄT MAHLE “

Einreicher: Verkehrsverbund Kärnten GmbH
Bundesland: Kärnten

Die Firmen Mahle Filterwerke und Bosch-Mahle sind mit rund 3000 Mitarbeitern die größten Arbeitgeber der Region. Immer mehr Mitarbeiter verwendeten ihr Auto, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Obwohl 1700 Parkplätze zur Verfügung stehen, reichte dies bald nicht mehr aus, da der Anteil der Mitarbeiter mit PKW ständig anstieg. Ein weiterer Teil der Mitarbeiter wurde mit von den Firmen mitfinanzierten Werkbussen zur Arbeit gebracht. Diese Werkbusse wurden außerhalb bestehender Linienkonzepte bestellt, was den Werkverkehr teuer machte. Hinzu kommt, dass Werkbusse nur von den Mitarbeitern benutzt werden dürfen. Anfangs wurde überlegt, die Parkflächen des Betriebs weiter auszubauen, aus Umweltschutzgründen wurde dann aber gegen einen weiteren Flächenverbrauch und für ein umfassendes Mobilitätskonzept entschieden. Die Mitarbeiter sollen so zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr oder auf das Fahrrad bewegt werden. Das Vorzeigeprojekt wurde von der Verkehrsverbund Kärnten GmbH im Auftrag des Landes Kärnten koordiniert. Zum Einsatz kommt ein E-Bus, der den Betrieb an den nächstgelegenen Bahnhof anbindet. Der eingesetzte Blue City Bus mit einer Reichweite von 300 Kilometern ist zu 100% emissions-, CO2- und feinstaubfrei. Abgestimmt auf die Zugzeiten bringt der neue E-Bus die Mitarbeiter von Mahle umweltfreundlich, sicher und stressfrei zu ihrem Arbeitsplatz. Mit besonderen Tarifen wird der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr noch attraktiver gemacht. Begleitet wird diese Initiative von einem Radfahrkonzept, im Zuge dessen Fahrradboxen am Umstiegsbahnhof St. Michael ob Bleiburg aufgestellt wurden. Das Projekt trägt somit dazu bei, die CO2-Emissionen massiv zu reduzieren und die Bewusstseinsbildung zugunsten des öffentlichen Verkehrs zu steigern. In weiterer Folge wird die ländliche Region attraktiver gemacht und dadurch die Abwanderung minimiert.

  • Mobilitätskonzept für Mitarbeiter zur Förderung des Umstiegs auf öffentlichen Verkehr
  • E-Bus bindet die Firmen an den nächsten Bahnhof an
  • Jahreskarten für Mahle-Mitarbeiter zu speziellen Konditionen
  • Radverkehrskonzept inkl. Aufstellung von Fahrradboxen
  • Reduktion von CO2-Emissionen und Bewusstseinsbildung



Nominiert in der Kategorie Luft

NACHHALTIG IM BURGENLAND

Einreicher: Nachhaltig im Burgenland - Verein zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils im Burgenland
Bundesland: Burgenland

„Nachhaltig im Burgenland“ ist eine Plattform mit allen Informationen, die man für ein nachhaltiges und gutes Leben im Burgenland braucht. Dazu werden auf der Informationsplattform sämtliche nachhaltigen Einkaufsmöglichkeiten, Initiativen, Veranstaltungen, Freizeitmöglichkeiten und aktuelle Tipps zum Reparieren, Wiederverwerten und Recyceln sowie Lern- und Bildungsangebote aufgelistet. Die Plattform ist ständig in Bewegung, wird täglich aktualisiert und um weitere nachhaltige Möglichkeiten für ein gutes Leben im Burgenland ergänzt. Die Informationen finden sich auf www.nachhaltig-im-burgenland.at und auf der dazugehörigen Facebook Seite sowie Instagram. Diese Initiative will Lust auf ein nachhaltiges Leben und Wirken machen und aufzeigen, wie leicht es sein kann, Nachhaltigkeit auch praktisch umzusetzen. Es wird Verständnis dafür geschaffen, welcher Zusammenhang zwischen unserer Lebensweise und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Natur, den Planeten und auf uns Menschen besteht. Ein weiterer Bestandteil der Website ist das Online-Magazin. Dort erscheinen regelmäßig Artikel über neue nachhaltige Initiativen und Ideen, Do-it-yourself-Rezepte für den Haushalt, Kosmetik und Hausmittel, Portraits und Interviews mit Menschen, die Nachhaltigkeit leben, sowie viele Tipps wie man Nachhaltigkeit ganz einfach im Alltag umsetzen kann. Durch die Plattform sollen vor allem Menschen erreicht werden, die bis dato noch wenig mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun hatten. Vielen fehlt die Zeit, sich zusätzlich zu ihrem stressigen Alltag mit dem Thema auseinanderzusetzen und nach Alternativen zu suchen. Dieses Projekt bietet einen einfachen Zugang und zeigt auf, dass jeder kleine Schritt zählt. Derzeit sind rund 300 Einträge auf der Website aufgelistet und täglich werden es mehr.

  • Plattform mit allen Informationen für ein nachhaltiges Leben
  • Nachhaltige Einkaufsmöglichkeiten, Initiativen, Veranstaltungen, Freizeitmöglichkeiten
  • Tipps zum Reparieren, Wiederverwerten und Recyceln
  • Online-Magazin mit Artikeln über nachhaltige Initiativen und Ideen
  • Mehr als 150 Besucher täglich auf der Website



ENERGIERÜCKGEWINNUNGSSTATION TAIMERALM – ROHÖL-LAUFKRAFTWERK

Einreicher: Transalpine Ölleitung in Österreich Ges.m.b.H.
Bundesland: Salzburg

Die Transalpine Ölleitung (TAL) transportiert Rohöl von Triest über die Alpen nach Österreich, Deutschland und in die Tschechische Republik. Seit der Inbetriebnahme im Jahre 1967 wurden mehr als 1,4 Milliarden Tonnen Rohöl durch das insgesamt rund 750 km lange Pipeline-System transportiert. Eine der bestehenden Herausforderungen im Betrieb der Transalpinen Ölleitung (TAL-IG) ist die Überwindung des Alpenhauptkammes mit einem Höhenunterschied von ca. 1.600 m mit Hilfe von elektrisch angetriebenen Pumpen. Aufgrund des Gefälleprofils der Pipeline stellen sich auf der Alpennordseite in den Abstiegen der Pipeline sogenannte Freifallstrecken ein. In diesen Strecken ist das Pipelinerohr nicht vollständig gefüllt bzw. nur teilweise mit Rohöl benetzt. Diese Freifallstrecken bringen betriebliche Herausforderungen mit sich. Die dabei in den Freifallstrecken freiwerdende kinetische Energie blieb bis dato ungenutzt. Die Transalpine Ölleitung hat sich entschlossen, mit der Errichtung und Inbetriebnahme der Energierückgewinnungsstation Taimeralm die Energie der Gefällestrecke auf der Nordseite des Felbertauerns zu nutzen. Dies ermöglicht die weltweit erstmalige Installation einer Francis-Turbine in einer Rohölpipeline, wodurch die potentielle Energie des Rohöls in Form von elektrischer Energie zurückgewonnen wird. So schafft es die TAL, mit einem technisch innovativen Projekt im Sinne der Energie- und Ressourceneffizienz einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung in Österreich zu leisten. Die durch die Installation der Francis-Turbine zurückgewonnene Energie entspricht dabei einem Jahresarbeitsvermögen von rund 11,5 GWh. Diese Energiemenge wird in das 30 kV-Netz der Salzburg Netz GmbH eingespeist. Die Engpassleistung beträgt ca. 2.500 kW. Diese Energiemenge entspricht dabei rund 12% des derzeitigen Energieverbrauchs der TAL in Österreich bzw. dem Energieverbrauch von rund 3.000 Einfamilienhaushalten.

  • Die Transalpine Ölleitung überwindet 1.600 Höhenmeter
  • Errichtung der Energierückgewinnungsstation Taimeralm
  • Erstmalige Installation einer Francis-Turbine in einer Rohölpipeline
  • Energie aus den Gefällestrecken kann jetzt genutzt werden
  • Rückgewinnung von 11,5 GWh und Einspeisung ins Netz



 
 
 
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