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ENERGY GLOBE Austria 2019

Sieger in der Kategorie Wasser

VERTECO - VERTIKALES ÖKOSYSTEM ZUR GRAUWASSERREINIGUNG

Einreicher: alchemia-nova GmbH
Bundesland: Wien

Mediterrane Räume stehen in den Sommermonaten vor besonderen Herausforderungen. Klimatisch bedingt sind die Sommermonate durch geringen Niederschlag gekennzeichnet. Gleichzeitig sind in diesen Monaten die meisten Touristen vor Ort und verbrauchen große Mengen Frischwasser. Hotelbetriebe bezahlen hohe Rechnungen für die Wassernutzung ihrer Gäste, die sich in den Urlaubswochen wohl fühlen möchten und nur selten auf einen reduzierten Wasserkonsum achten. Diese Situation führt in manchen mediterranen Ländern zu der unangenehmen Situation, dass für andere Prozesse, wie landwirtschaftliche oder industrielle Produktion, zu wenig Wasser zur Verfügung steht. Da der Tourismussektor mehr Einkommen bringt als Agrikultur, wird das Wasser bevorzugt für touristische Einrichtungen verwendet und Nahrungsmittel werden zunehmend importiert. Arbeitsplätze in der landwirtschaftlichen Produktion gehen zurück, Flächen verbrachen und erodieren. Die Abhängigkeit von Einnahmen aus der Tourismusindustrie nimmt zu – und mit ihr die Abhängigkeit von Frisch- und Brauchwasser. Hier setzt das Projekt vertECO – vertikales Ökosystem an, indem es Grauwasser einer touristischen Einrichtung mit minimalem Energieaufwand in Brauchwasser verwandelt, dabei die Inhaltsstoffe des Abwassers in der pflanzlichen Biomasse speichert und so für eine potentielle Wiederverwendung (Produktion von Dünger für landwirtschaftliche Produktion) verfügbar macht. vertECO besteht aus mehreren Pflanztrögen, die stockwerkartig versetzt übereinandergestapelt und durch ein Gerüst stabilisiert werden. Das Grauwasser wird durch eine Pumpe in das oberste Stockwerk gepumpt und rinnt von dort durch alle Tröge. Sowohl am Eintritt als auch am Austritt der Anlage ist ein Sensor, der die Wasserqualität misst.

  • Wasserknappheit in mediterranen Ländern
  • vertECO besteht aus mehreren Pflanztrögen
  • Grauwasser wird gereinigt und wird zu Brauchwasser
  • Mit 1 kWh können 250 l Grauwasser gereinigt werden
  • Dezentrales, unabhängiges Abwasserreinigungssystem



Nominiert in der Kategorie Wasser

WALDLANDS EDELWELS – KREISLAUFANLAGE FÜR DIE PRODUKTION VON SÜßWASSERFISCH

Einreicher: Waldland Tierveredelungs GmbH
Bundesland: Niederösterreich

Der Fish Dependance Day wird in Österreich bereits Mitte Jänner erreicht. Jeder Fisch, der nach diesem Tag in Österreich verzehrt wird, wird rechnerisch nur noch von Importen ermöglicht. In diesem Pilotprojekt entstand mit Hinblick auf den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser am Waldlandhof die erste Lehr- und Versuchs-Kreislaufanlage für die Produktion von Süßwasserfisch im Waldviertel. Mit dem Aufbau einer solchen Kreislaufanlage für den Waldlands Edelwels wurde der Grundstein für die Etablierung dieser neuen Form der Fischhaltung gelegt. Am Waldlandhof hat sich ein Zentrum für Aquakultur entwickelt, welches auch als Ausbildungszentrum für zukünftige Fischproduzenten dient. Diese wird ständig erweitert, sodass auch eine eigene Fischzuchthalle mit einer eigenen Kreislaufanlage und einer eigenen Setzlingsproduktion in Betrieb genommen werden konnte. Die Fischproduktion in einer Kreislaufanlage bietet landwirtschaftlichen Betrieben eine Möglichkeit zur Diversifizierung und fördert die nachhaltige und ressourcenschonende Produktion. Im Gegensatz zur klassischen Fischhaltung liegt der Wasserverbrauch lediglich bei einem Zehntel. In den herkömmlichen Formen der Fischhaltung wird das Wasser im Durchlauf genutzt. Bei der Bewirtschaftung im Kreislauf wird das Wasser nach den Fischbecken mechanisch und biologisch gereinigt und wieder als Zulaufwasser in die Fischbecken genutzt. Die Reinigung passiert ausschließlich mit der Kraft der Natur. Die Anlagenteile, die das Wasser durchläuft sind lediglich Rahmen, an denen sich die Selbstreinigungskräfte der Natur ansiedeln. Die Wasserreinigung funktioniert nur, wenn keine Zusatzstoffe wie Arzneifuttermittel oder Chemikalien in den Kreislauf gelangen. Dadurch kann das Abwasser aus der Anlage auch von Landwirten als Dünger verwendet werden. Aufgrund hoher Produktions- und Tierschutzstandards ist eine transparente und umweltgerechte Produktion des Waldlands Edelwels möglich: Kein Beifang, keine Überfischung und Verschmutzung der Meere, keine Reduktion der Artenvielfalt, keine Verluste durch Fressfeinde.

  • Erste Lehr- und Versuchs-Kreislaufanlage im Waldviertel
  • Umweltfreundliche Produktion von Süßwasserfisch
  • Wasser wird mechanisch und biologisch gereinigt
  • 90% weniger Wasserverbrauch
  • Kein Beifang, keine Überfischung und Verschmutzung der Meere



ENERGETISCHE NUTZUNG DES THERMALÜBERWASSERS DER MARKTGEMEINDE BAD HOFGASTEIN

Einreicher: Marktgemeinde Bad Hofgastein
Bundesland: Salzburg

Die Marktgemeinde Bad Hofgastein hat ein tägliches Thermalwasserbezugsrecht von rund 1.000 m³ der in Bad Gastein natürlich austretenden Gasteiner Thermalquellen. Das davon in den Kureinrichtungen als Heilmittel nicht verwendete Thermalüberwasser wurde mit einer relativ hohen thermischen Energie bisher ungenützt in die Gasteiner Ache abgeleitet. Im Zuge der Errichtung der Gasteiner Thermalbadeseen in der Alpentherme Bad Hofgastein wurde eine modulierende Wärmepumpenanlage mit einer thermischen Gesamtleistung von fast 1.000 kW errichtet. Diese nutzt nicht nur das bisher ungenutzte Thermalüberwasser, sondern auch das Grauwasser der Thermalbadeseen und der Therapiestation des Kurzentrums Bad Hofgastein als Primärenergie. Als Energieabnehmer steht die Alpentherme Bad Hofgastein ganzjährig zur Verfügung, weil dort eine Niedrigenergieschiene mit einer Vorlauftemperatur von 44 °C und die neu errichteten Thermalbadeseen zur Verfügung stehen. Neben der Verwendung der natürlichen Ressource Thermalwasser für den Betrieb der Thermalbadeseen und der Alpentherme konnte auch der Bezug an fossiler Fernwärme reduziert werden. Durch den Betrieb, der ohne chemische Wasseraufbereitung betriebenen Thermalbadeseen wurde mit diesem Pilotprojekt ein Grundstein gelegt, um Schwimmbäder und Naturbadeteiche wirtschaftlich und vor allem umweltbewusst betreiben zu können.

  • Thermalüberwasser wurde ungenützt in die Gasteiner Ache abgeleitet
  • Errichtung der Thermalbadeseen in der Alpentherme Bad Hofgastein
  • Modulierende Wärmepumpenanlage mit einer Leistung von fast 1.000 kW
  • Nutzung des Thermalüberwassers und des Grauwassers als Primärenergie
  • Reduktion des Bedarfs an fossiler Fernwärme



 
 
 
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